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Schweiz

Glas statt Plastikbecher: Diese Firmen verbannen PET-Flaschen & Co.

Drinking water is seen on a cafeteria table in Los Angeles on Friday, Aug. 2, 2109. In northern California, San Francisco International Airport is banning the sale of single-use plastic water bottles. ...
Im Novartis-Hauptsitz bald nicht mehr anzutreffen: PET-Flaschen.Bild: AP

Glas statt Plastikbecher: Diese Firmen verbannen PET-Flaschen & Co.

Novartis verzichtet auf den Einsatz von Plastik- und Kaffeebecher – und folgt damit der UBS.
06.08.2019, 05:2206.08.2019, 06:43
andreas möckli / ch media

Novartis erklärt den Hauptsitz zur PET-freien Zone. Derzeit stellt der Pharmakonzern in Basel auf dem Campus schrittweise auf Glas um. Das Unternehmen bestätigt damit Recherchen dieser Zeitung. PET-Flaschen oder Plastikbecher weichen einem herkömmlichen Trinkglas oder einer Karaffe. Alle Gebäude auf dem Campus seien pro Stockwerk mit speziellen Trinkwasserhähnen ausgestattet, die mit einem Filter bestückt sind. Zur Wahl stehen stilles und kohlensäurehaltiges Wasser.

Auch aus den Personalrestaurants werden PET-Flaschen schrittweise verbannt. Die Umstellung sei allerdings noch im Gang, sagt ein Sprecher. Derzeit sehe man noch Mitarbeiter mit PET-Flaschen. Neben dem Campus in Basel würden auch die anderen Standorte des Unternehmens sukzessive umgestellt.

Beim Kaffee seien die Plastik- oder Pappbecher schon länger abgeschafft worden. Auch hier gibt es pro Stockwerk zentrale Kaffeemaschinen mit entsprechendem Geschirr.

Nicht alle Firmen folgen dem Anti-Plastik-Trend

Erst kürzlich hat die UBS bekanntgegeben, Kaffeebecher aus der Bank zu verbannen. In der Schweiz seien 4 Millionen Kaffeebecher, 700 000 Plastikbecher und 380 000 Plastikflaschen verbraucht worden, wie die Tamedia-Zeitungen berichteten. Wie Novartis setzt auch die UBS beim Wasser auf das System Glas aus dem Hahnen, wie eine Sprecherin sagt. Auch bei der Grossbank erfolgt die Umstellung schrittweise.

Bei der Novartis-Konkurrentin Roche fällt die Antwort kurz und knapp aus: «Wir bieten wo immer möglich Gläser und Porzellangeschirr an», sagt eine Sprecherin. An den Wasserspendern gebe es zusätzlich auch Flaschen. Allerdings seien auch noch Pappbecher im Einsatz, etwa in den firmeneigenen Cafés.

Und wie sieht es bei anderen Grossunternehmen in der Schweiz aus? Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat weltweit alle 4200 Standorte dazu verpflichtet, Einwegartikel aus Kunststoff zu beseitigen, die nicht recycelt werden können. Die Umstellung sei im vergangenen November von der Konzernleitung beschlossen worden, sagt ein Sprecher. Für wiederverwertbare Materialien wie zum Beispiel PET und Aluminium stelle Nestlé sicher, dass die richtige Infrastruktur bestehe, um diese zu sammeln. In der Schweiz hätten fast alle Nestlé-Standorte Einwegartikel aus Kunststoff bereits beseitigt.

«In naher Zukunft keine Einweg-Plastikprodukte»

Auch bei der Credit Suisse wird die PET-Flasche nicht verbannt. Die Grossbank will jedoch den verbleibenden Anteil an Einweggeschirr wie Papier- und Plastikbechern für Lebensmittel weiter reduzieren, wie ein Sprecher sagt. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, an allen wichtigen Standorten «in naher Zukunft keine Einweg-Plastikprodukte mehr zu verwenden». Zudem stellt die Grossbank in ihren Personalrestaurants Leitungswasser in Mehrwegbechern zur Verfügung. Innerhalb der Verpflegungseinrichtungen schreibe die Credit Suisse die Nutzung von Mehrweggeschirr vor. Falls dies nicht möglich sei, werde auf biologisch abbaubare Einwegbehältnisse gesetzt, sagt der Sprecher.

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