Wirtschaft
Schweiz

Gewerkschaftsbund:«Nationalbankgewinne für eine starke AHV»

So will der Gewerkschaftsbund «Nationalbankgewinne für eine starke AHV» einsetzen

24.05.2022, 10:0024.05.2022, 10:00

Der Schweizer Gewerkschaftsbund (SGB) hat am Dienstag die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Nationalbankengewinne für eine starke AHV» begonnen. Sie soll gemäss den Initianten eine AHV-Finanzierung ohne die Erhöhung des Rentenalters ermöglichen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe von 2015 bis 2021 11.3 Milliarden Franken aus den Negativzinsen eingenommen. Der SGB fordert, dass diese Gewinne an die AHV ausgeschüttet werden. «Die AHV wäre für die nächsten zehn Jahre finanziert», sagte Daniel Lampart, Sekretariatsleiter und Chefökonom des SGB, an einer Medienkonferenz in Bern am Dienstag gemäss Redetext.

Das zeige eine Berechnung anhand der Szenarien des Staatssekretariats für Wirtschaft und der Finanzverwaltung, schrieb der SGB. Angesichts des Ausschüttungspotenzials der SNB sei zudem eine Ausschüttung von jährlich zwei Milliarden Franken an die AHV realistisch.

Die Gewinnausschüttung an die AHV erfolge nur, wenn die Reserven der SNB besonders hoch seien. Zusätzlich sollen die gesamten Einnahmen aus den Negativzinsen einmalig dem AHV-Fonds überwiesen werden. Weder die Rückstellungspolitik der SNB noch die hohen Gewinnausschüttungen an die Kantone würden durch den beschlossenen Initiativtext berührt. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11
Riesige Waldbrände in Europa, aber nicht in der Schweiz: Das sind die Gründe dafür
Die Schweiz ist von den Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels besonders stark betroffen. Hitze- und Trockenperioden nehmen zu, die Schweizer Wälder leiden und die Gefahr von Waldbränden wächst. Dennoch sind grossflächige Waldbrände in der Schweiz im europäischen Vergleich selten. Womit das zu tun hat, erklärt der Waldforscher Boris Pezatti.
Ob Griechenland, Frankreich oder Spanien, auch in diesem Sommer brennen und brannten in zahlreichen europäischen Ländern die Wälder lichterloh. Gemäss Daten des Joint Research Centers der Europäischen Kommission wurden in diesem Jahr bereits 1780 Wildfeuer gemeldet, die zusammen über 623'000 Hektar Wald vernichteten. Dies entspricht rund 15 Prozent der Fläche der Schweiz.
Zur Story