DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die SNB stützt den Schweizer Franken und zahlt die Corona-Kredite



ARCHIV -- SNB ZAHLT 4 MRD. FRANKEN AN BUND UND KANTONE -- The facade of the Swiss National Bank SNB pictured at Bundesplatz, prior to a semi-annual conference in Bern, Switzerland, Thursday, June 13, 2019. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte in der vergangenen Woche erneut gegen eine weitere Frankenaufwertung am Devisenmarkt interveniert haben. Darauf deuten die sprunghaft angestiegenen Sichtguthaben bei der SNB hin. Allerdings haben wohl auch weitere Faktoren wie die Corona-Notkredite den Anstieg beeinflusst.

Die Einlagen der Banken und des Bundes stiegen innert Wochenfrist um rund 11.7 Milliarden auf 620.5 Milliarden Franken, wie einer Mitteilung der SNB vom Montag zu entnehmen ist. Es handelt sich um einen der massivsten Anstiege seit dem Jahr 2015, als die SNB unmittelbar nach Aufhebung des Mindestkurses stark am Devisenmarkt interveniert hatte. In der Vorwoche hatten die SNB-Sichtguthaben noch um 5.8 Milliarden Franken zugelegt.

Die SNB kauft bei ihren Deviseninterventionen Fremdwährungen und schreibt den Banken den Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut. Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus und der damit zusammenhängenden Abschwächung der Konjunktur hat der Aufwertungsdruck auf den Franken zugenommen. Die SNB hatte Mitte März anlässlich ihrer vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung bekräftigt, verstärkt am Devisenmarkt eingreifen zu wollen.

Refinanzierung der Covid-19-Kredite

Er gehe davon aus, dass die SNB in der vergangenen Woche weiter mit Devisenkäufen gegen eine Aufwertung des Frankens interveniert habe, sagte Credit-Suisse-Ökonom Maxime Botteron im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Allerdings spielten auch weitere Faktoren eine gewichtige Rolle.

So dürften zum Anstieg der Sichtguthaben wohl auch die seit dem Donnerstag zur Verfügung stehenden Covid-19-Kredite für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beigetragen haben. Die Banken können sich für die Vergabe der Kredite bei der SNB refinanzieren.

Saron halten

Des weiteren könnte die SNB dem Geldmarkt weitere Liquidität zugeführt haben, da der Kurzfrist-Zinssatz Saron in der letzten Zeit angestiegen sei. Die Notenbank will den Saron möglichst nahe am Leitzins von -0.75 Prozent halten.

Der Grund für den Anstieg des Saron liegt laut Botteron wohl in der weiteren Anhebung der SNB-Freigrenze für Banken. Dieser führe dazu, dass weniger Banken Gelder zu Negativzinsen aufnehmen können. (aeg/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese Airlines sind wegen Corona gegroundet (Auswahl)

1 / 14
Diese Airlines sind wegen Corona gegroundet (Auswahl)
quelle: keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So feiern spanische Ärzte, wenn ihre Corona-Patienten die Intensivstation verlassen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Veraltet: Armee bleibt auf Corona-Schutzmaterial sitzen

Masken, Tests und Handschuhe wurden massenhaft eingekauft. Nun muss die Armeeapotheke sie loswerden.

Zuerst konnte es gar nicht schnell genug beschafft werden, jetzt hat man zu viel davon: Coronamasken, Handschuhe, Desinfektionsmittel und Coronatests. Die Armeeapotheke beschaffte im März 2020 zu Beginn der Pandemie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ziemlich viel Schutzmaterial für den Umgang mit der Coronapandemie.

Es war die Zeit, als man noch relativ wenig über das Virus wusste und Bilder von Menschen in Ganzkörperanzügen um die Welt gingen, die Strassen und Gebäude …

Artikel lesen
Link zum Artikel