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Liveticker

Berset: «Der April wird dieses Jahr ein anderer April sein» ++ Opferzahl in Zürich steigt

31.03.2020, 19:3901.04.2020, 06:45
  • Der Bundesrat hat die «ausserordentliche Lage» für die Schweiz erklärt. Sie dauert vorerst bis zum 19. April.
  • Für die Wirtschaft hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket von insgesamt 42 Milliarden Franken geschnürt. Dies beinhaltet Not-Kredite und zusätzliches Geld für Arbeitslose. Bundesrat Ueli Maurer hat zusätzliche Kredite nicht augeschlossen.
  • Kantone dürfen die Quarantäne-Massnahmen des Bundes verschärfen.
  • Wer seine Miete aufgrund der Quarantänemassnahmen nicht bezahlen kann, bekommt einen Aufschub von 90 Tagen.
  • Die Anzahl Infizierter in der Schweiz hat am 31.3.2020 die Zahl 16'000 überschritten. Am härtesten betroffen sind die Kantone Tessin, Waadt und Genf.

Liveticker: Corona National 31.03.

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19:12
Kritik am Vorpreschen der SVP
Die CVP, FDP und SP haben am Dienstag auf die Kritik der SVP an einzelnen Massnahmen des Bundesrates mit wenig Verständnis reagiert. FDP-Fraktionschef Beat Walti erklärte gegenüber Radio SRF, dass er persönlich im Zusammenhang mit der Corona-Krise nicht viel von Profilierungsübungen von Parteien halte. CVP-Präsident Gerhard Pfister betonte im gleichen Radiobeitrag, dass der Bundesrat schwierige Entscheid zu fällen habe. Mit Blick auf die SVP stellte er fest, man täte gut daran, den Bundesrat zu unterstützen und auch auf die Expertise der Fachleute zu hören.

Für SP-Präsident Christian Levrat spielt die SVP mit dem Feuer. Es sei richtig, dass die Entscheide der Behörden durch den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung geleitet würden und nicht primär durch wirtschaftliche Überlegungen. Die Gesundheit sei wichtiger als die Dividenden der Familie Blocher, sagte Levrat im «Echo der Zeit».

Die SVP hatte den Bund aufgefordert, seine Strategie ab Mitte April zu ändern. Ansonsten wären die wirtschaftlichen Schäden nur schwer reparierbar. (ram/sda)
18:24
Zürich meldet 25 Tote
Zurzeit sind 1960 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden. 197 Infizierte liegen im Spital, davon werden 51 künstlich beatmet. 25 Personen starben bisher an den Folgen der Corona-Infektion. Die Verstorbenen waren zwischen 65 und 97 Jahre alt.





>>> Hier erfährst du, wie die Lage in deinem Kanton aussieht
17:01
Gartenfreunde machen Druck
Gärtnereien, die Setzlinge und Saatgut verkaufen, sollen dies auch während der Coronaviruskrise tun dürfen. Besonders in der Romandie regt sich Widerstand der Hobbygärtner gegen das bundesrätliche Verbot. Der Neuenburger Grossrat Laurent Debrot (Grüne) hat eine Petition gestartet, welche die Landesregierung auffordert, diese Läden den Lebensmittelgeschäften und den Apotheken gleichzusetzen. Innert zehn Tagen haben er und seine Mitstreiter bereits über 22'000 Unterschriften gesammelt.

Laut Debrot sollen Setzlinge und Saatgut als lebenswichtige Güter – wie Obst und Gemüse – betrachtet werden. Sie seien deswegen auch während der Coronavirus-Epidemie unentbehrlich. Es mache keinen Sinn, den Verkauf von Saatgut zu verbieten, im Gegensatz zu Tomaten aus Spanien oder anderen nicht wesentlichen Produkten, sagte er im Westschweizer Radio RTS.

In Bern sieht man dies jedoch anders. Diese Güter seien nicht notwendig, um den täglichen Bedarf der Bevölkerung zu decken, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Landwirtschaft. Dieses weist ferner darauf hin, dass der Verkauf von Saat- und Pflanzgut zwar nicht in Geschäften, jedoch über Versand erlaubt sei. So seien Lieferungen im Einklang mit den Hygienevorschriften und unter weitestgehender Vermeidung von Kontakten weiterhin möglich. (ram/sda)
ARCHIV -- ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 23. SEPTEMBER 2018, UEBER DIE ERNAEHRUNGSSOUVERAENITAET, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --Employee Sabrina harvests tomatos in the greenhouses of the seed farm of Sativa in Rheinau, Switzerland, August 26, 2014. All vegetables which are used for the seeds production are grown in these greenhouses. - Sativa produces biological seeds and grows and increases each year douzens of vegetable, flour and herbage cultures on a biological and biodynamic basis. (KEYSTONE/ Gaetan Bally)

Mitarbeiterin Sabrina pflückt gezahnte Tomaten in einem Gewächshaus von Sativa in Rheinau (ZH) am 26. August 2014. In den Gewächshäusern werden verschiedene Tomatensorten und anderes Gemüse zur Samengewinnung angebaut und gezüchtet. - Sativa produziert biodynamisches Saatgut und züchtet und vermehrt jedes Jahr Dutzende von Gemüse-, Blumen- und Kräuterkulturen in Rheinau. Das Saatgut wird unter Beachtung von biodynamischer Neuzüchtung und Erhaltung von Gemüsesorten, der bilogischen Saatgutvermehrung und dem Handel von Getreide- und Gemüsesaatgut aus biologischem und biodynamischem Anbau produziert. (KEYSTONE/ Gaetan Bally)
Bild: KEYSTONE
16:53
Twint boomt in der Krise
In den letzten zehn Tagen haben sich bei der Bezahl-App Twint mehr als doppelt so viele Nutzer registriert wie zuvor. Aktuell kämen täglich rund 7000 Kunden neu hinzu, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Twint führt diese Entwicklung auf die Situation mit dem Coronavirus zurück. Einerseits hätten die Kunden höhere Hygieneansprüche. Und wer in einem Laden per App zahle, müsse nur das eigene Handy anfassen und kein anderes Gerät. Andererseits werde aber auch mehr im Internet eingekauft. (ram/awp/sda)
ARCHIVBILD ZU RAZZIA BEI TWINT --- [Staged Picture] A person uses the Twint cashless payment system via Twint app at the cash register of retailer Spar in Berne, Switzerland, on May 2, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Bild: KEYSTONE
16:46
Die Medienkonferenz ist beendet
Die zwei wichtigsten Aussagen.

Bundesrat Alain Berset: «Wir müssen Ausdauer zeigen, alle miteinander. Ich sage das insbesonders, weil ich weiss, dass wir bald Anfang April haben, dass schönes Wetter sein wird. Man hat Lust, draussen zu sein. Aber dieses Jahr wird der April ein anderer April sein als in früheren Jahren.»

Daniel Koch, Bundesamt für Gesundheit: «Ich wage es nicht, eine Prognose zu machen. Aber wir gehen davon aus, dass irgendwann im Frühsommer diese Welle vorbei sein wird.»
Bundesrat Alain Berset und Daniel Koch, Leiter Abteilung uebertragbare Krankheiten BAG, kommen aus einem Meeting mit einer Delegation des Regierungsrates Luzerns, am Dienstag, 31. Maerz 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bild: KEYSTONE
16:41
Der Vergleich mit dem Ausland
Berset: «Es ist interessant zu beobachten, wie andere Länder mit der Krise umgehen. Wir tauschen uns auch häufig mit ihnen aus. Jedes Land versucht, das selbe zu erreichen. Aber es gibt schon Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Wir in der Schweiz zählen auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Es ging um die Akzeptanz der Massnahme, die ist sehr wichtig bei einer so langen Dauer. Ich glaube, es funktioniert nicht so schlecht. Wie es weitergehen wird, werden wir sehen.»
16:38
Noch schärfere Massnahmen?
Berset: «Es ist absolut ausserordentlich, was wir hier tun. Die Schweiz, das Land der Vereine, der Klubs. Da geht ein Veranstaltungs- und Versammlungsverbot schon sehr, sehr weit. Aber was wir bis jetzt gesehen haben ist, dass die Leute die Massnahmen verstehen und gut umsetzen.

Es ist viel besser, wenn man Massnahmen hat, die akzeptiert werden, als solche, gegen die sich die Bevölkerung auflehnt. Aber die nächsten Tage und Wochen machen uns Sorgen, das kann ich sagen. Es braucht eine gute Umsetzung, gerade auch an Ostern.»
16:28
Müssen wir bald Masken tragen?
Die SVP verlangt, dass ab 20. April das wirtschaftliche Leben wieder hochgefahren und eine Maskentragpflicht wie in Österreich eingeführt wird. Was hält Berset davon?

«Es ist absolut verfrüht, heute zu sagen, wie es nach den Ostern weiter gehen wird. Im Zentrum steht immer der Schutz der Bevölkerung. Wir werden die Massnahmen anpassen, wenn es möglich ist. Aber das oberste Ziel ist die Gesundheit der Bevölkerung, besonders der gefährdeten Personen. Es ist illusorisch zu glauben, am 20. April gäbe es eine Rückkehr zur Normalität.»
A person wearing a protective mask leaves a supermarket in Vienna, Austria, Monday, March 30, 2020. In Austria it will be mandatory to wear protective masks in supermarkets. The Austrian government has moved to restrict freedom of movement for people, in an effort to slow the onset of the COVID-19 coronavirus. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Ronald Zak)
Bild: AP
16:25
Nochmals: Wie lange noch?
Daniel Koch vom BAG: «Die Frage wird natürlich oft gestellt, die ist auch wichtig. Es würden alle gerne wissen, wann es vorbei ist. Aber wie es Bundesrat Berset gesagt hat: Es ist sehr schwierig, eine Vorhersage zu machen. Ich wage es nicht, eine Prognose zu machen. Aber wir gehen davon aus, dass irgendwann im Frühsommer diese Welle vorbei sein wird.»
16:23
Wie lange noch?
Berset: «Ich wiederhole es seit Beginn: Wir müssen bescheiden sein, aber auch flexibel und entschlossen. Es ist keine Frage von Tage und Wochen, es dürfte ein wenig länger dauern. Wir müssen die Lage immer beobachten.»
16:21
«Das wird ein anderer April werden»
Berset: «Wir müssen Ausdauer zeigen, alle miteinander. Ich sage das insbesonders, weil ich weiss, dass wir bald Anfang April haben, dass schönes Wetter sein wird. Man hat Lust, draussen zu sein. Aber dieses Jahr wird der April ein anderer April sein als in früheren Jahren. Wir haben es im Moment im Griff, aber es funktioniert nur, wenn wir uns alle daran halten. Ich danke allen sehr herzlich, der ganzen Bevölkerung, dass wir die ganze Situation als Gesellschaft überwinden können.»
16:19
Berset lobt die Schweiz
Berset: «Die Schweiz funktioniert weiter und das ist sehr wichtig. So können wir solidarisch gemeinsam diese Situation meistern können. Die Anzahl der Fälle steigt, nicht in jeder Region gleich, aber sie steigt. Wir haben ein bisschen mehr als 16'000 Infizierte, mehr als 120'000 Menschen wurden getestet.»

«Es hat mich tief beeindruckt, welche Innovationskraft wir in diesem Land haben, die Vielfalt, wie wir miteinander Lösungen suchen. Das ist eine grosse Schweizer Eigenschaft.»
16:17
«Das wird noch dauern»
Berset: «Die Situation heute in der Schweiz ist schon eine andere als noch vor einigen Wochen. Der Bundesrat hat seine Verantwortung wahrgenommen, aber gemeinsam mit den Kantonen. Wir mussten einschneidende Massnahmen treffen, um die Bevölkerung zu schützen, besonders die gefährdeten Mitmenschen. Das war das Ziel. Und ich muss erinnern, dass das Wichtigste ist, dass es dauern wird. Es dauert schon einige Wochen und wir müssen uns vorbereiten, noch einige Zeit mit dieser Situation zu leben. Wir müssen als Gesellschaft solidarisch Ausdauer zeigen.»
16:15
Was Berset in Luzern machte
«Wir haben uns mit dem kantonalen Führungsstabs ausgetauscht und mit der Luzerner Regierung», schildert Berset. Danach habe er ein Test-Center besucht, was ihm «ein grosses Anliegen» war, so etwas einmal mit eigenen Augen zu sehen.
16:13
Regierungsrat Guido Graf
Der Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzerns erläutert, wie die Spitäler der Region zusammenspannen um Luzernern und allgemein Innerschweizern zu helfen. «Es ist insbesondere für den Kanton Tessin eine sehr schwierige Situation. Wir leisten mit der Betreuung von Patienten einen Beitrag an die Entlastung des Tessiner Gesundheitswesens», betont Graf. Er wünsche sich dann aber auch ein gemeinsames Handeln, wenn es darum gehe, wer die Kosten übernehme müsse.
16:09
Winikers Dank
«Diese Krise ist ein Ernstfall, nicht nur für das soziale Leben. Für die Wirtschaft, die Politik, besonders für das Gesundheitswesen. Im Kanton Luzern haben wir es recht gut gemeistert, vielleicht haben wir auch Glück gehabt. Der Bund hat grosse Zusagen gemacht, dass die Wirtschaft nicht kollabiert. Wir sind sehr erfreut darüber, dass sich unser Land diese Massnahmen leisten kann. Wir wissen aber auch, dass die Krise noch nicht ausgestanden ist.»

Dass Berset und Koch in Luzern seien, beweise: «Es gibt nicht 'die da oben in Bern' und 'die da unten in Luzern'. Es zeigt, dass die Solidarität auch in der Krise funktioniert.»
16:08
Besuch im Test-Center
Die Medienkonferenz findet in Luzern statt. Bundesrat Berset besuchte dort heute Nachmittag den Regierungsrat. Luzerns Regierungsratspräsident Paul Winiker bedankt sich für Bersets Besuch in einem Test-Center.
16:06
So, gleich geht es los
Die Medienkonferenz beginnt.
15:53
Warten auf den Bundesrat
Der Beginn der Medienkonferenz verzögert sich um einige Minuten. Ein SRF-Mitarbeiter nutzt die Gelegenheit, um sein Mikrofon noch mit einem Plastiksack zu schützen, wie es seine Kollegen bereits getan haben.
15:47
Rotes Kreuz spannt mit Coop zusammen
Damit über 65-Jährige nicht aus dem Haus müssen, bietet das Schweizerische Rote Kreuz zusammen mit Coop einen kostenlosen Heimlieferdienst an. Der Lieferservice läuft in Bern, Olten, Zürich und Lausanne an, weitere Regionen sollen folgen.

Laut einer gemeinsamen Mitteilung können Lebensmittel und Hygieneprodukte telefonisch oder via E-Mail bestellt werden. Freiwillige Helfer des Roten Kreuzes würden die Bestellung am nächsten Werktag nach Hause liefern. Der Mindestbetrag für eine Bestellung beträgt 20 Franken, die Lieferung selbst ist kostenlos. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung. (ram/sda)
Logo "Coop at home", aufgenommen am Mittwoch, 30. August 2006 im Coop Logistikcenter in Spreitenbach. Die Detailhandelsguppe Coop positioniert ihren Online-Supermarkt unter dem Namen "Coop at home" neu im Markt. Ab sofort verdreifacht Coop mit mehr als 10'000 Produkten das Angebot. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
Bild: KEYSTONE
15:40
Bald weitere Informationen vom Bund
Für 15.45 Uhr ist eine Medienkonferenz von Bundesrat Alain Berset und Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit angesetzt. Du kannst sie im Livestream, direkt oberhalb dieses Tickers, verfolgen.
15:29
Kantone bitten um Verzicht auf Ferienhaus
Die Regierungen der Kantone Tessin und Graubünden haben Ferienhaus-Besitzer und Touristen dazu aufgerufen, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben. Zweitwohnungsbesitzer sollten insbesondere über Ostern davon absehen, ihre Wohnung zu beziehen. Die Mobilität solle auf ein Minimum beschränkt werden, hiess es in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung. Gesundheitsinfrastrukturen in Graubünden und im Tessin sollten nicht zusätzlich belastet werden.

Beim Treffen am Montagabend in Bellinzona, an dem auch Bundesrat Ignazio Cassis zugegen war, sicherten sich Vertreter der beiden Kantonsregierungen gegenseitige Hilfe zu. Bei Bedarf wollen sich Graubünden und Tessin mit Fachpersonal und Intensivbetten aushelfen. (ram/sda)
Panoramablick auf das Tessiner Dorf Morcote, aufgenommen am Mittwoch, 5. Oktober 2016. Das am Lago di Lugano gelegene Morcote gewinnt die Wahl zum ''schoensten Dorf der Schweiz'', eine Wahl, die von der Schweizer Illustrierten, L’illustre, Il Caffe und SRF organisiert wurde. Die Schweizerinnen und Schweizer waehlten Morcote mit grossem Abstand auf den 1. Platz, nicht zuletzt auch wegen dem Engagement der Dorfbewoher von Morcote, welche die Wahl unbedingt gewinnen wollten. (KEYSTONE/Ti-Press/Benedetto Galli)
Bild: TI-PRESS
14:27
Die PK ist beendet
Die Medieninformation ist bereits wieder beendet.
14:25
Unnötige WKs werden gestrichen
Schellenberg sagt ausserdem, dass alle unnötigen Wiederholungskurse bis Ende Juni abgesagt werden. Ausgenommen sind jene, die es für die Unterstützungsdienste braucht – so etwa Sanitätsdienste, Botschaftsschutz oder Unterstützung der Grenzwache. «Reduce to the Max», so das Motto. Ausserdem solle so auch die Wirtschaft entlastet werden, sagt Schellenberg.
14:17
Schellenberg ist an der Reihe
Nun übernimmt Korpskommandant Aldo C. Schellenberg. Auf einem Flipboard zeigt Schellenberg die Aufträge der Armee. Schützen, Helfen und Kämpfen. In diesem Fall sei vor allem das Schützen im Vordergrund. Schellenberg sagt, die Armee unterstütze vor allem die Kantone. «Wir unterstützen subsidiär, das heisst: auf Gesuch hin», betont Schellenberg.
Der Einsatz beinhalte zwei Leistungen: An den Grenzübergängen unterstütze die Armee mit Berufsmilitärpolizei die Grenzkontrolle. Und zweitens: Im Zwischengelände, bei der sogenannten grünen Grenze, werde beobachtet, angehalten und gemeldet. Hier kommen auch Milizsoldaten zum Einsatz.
14:11
Wieso hilft die Armee dem Zoll?
Bock sagt, dass dies keine neue Situation sei. Schon immer habe die Armee der eidgenössischen Zollverwaltung bei der Überwachung der Grenzen geholfen habe. Weil nun aber wieder vermehrt Grenzkontrollen vorgenommen werden, hilft die Armee der EZV personell aus.
14:09
Starker Rückgang beim Personenverkehr
Christian Bock, Direktor der eidgenössischen Zollverwaltung, gibt einen Einblick in die neue Zahlenwelt seit Corona-Ausbruch: 30'500 Personen wurde die Einreise verweigert. In 440 Fällen wurden die Betreffenden gebüsst. In 3600 Fällen wurden Personen in Notfällen über die Grenze gelassen.
Im Personenverkehr gibt es einen Rückgang um rund 70 Prozent. Im Warenverkehr 11 Prozent weniger Import, 20 Prozent weniger Export, 13 Prozent weniger Transitwarenverkehr. «Die Krise hat auch für uns Konsequenzen», so Bock.
14:02
Winterthur führt Drive-in-Coronatests ein
Seit gestern sind bei der Permanence in Winterthur Drive-in-Coronatests verfügbar. In Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz der Stadt Winterthur wurde auf dem Dach des Parkhauses am Bahnhof Winterthur ein Teststation eingeführt.

Um sich beim Drive-in testen zu lassen, muss man das Auto nicht verlassen. Damit können potentiell Infizierte noch besser vor dem Pflegepersonal und etwaigen anderen Patienten in der Arztpraxis abgeschirmt werden. Der einzige Kontakt, der entsteht, ist zwischen dem Arzt und dem Patienten, wenn die Probe entnommen wird. Für den Test wird ein Abstrich in der Nase vorgenommen.

Das Angebot ist vor allem für Risikogruppen gedacht. Um einen Drive-in Test machen zu können, bedarf es einer Überweisung des Hausarztes. Bis jetzt konnte die Permanence Winterthur 20 Tests am Tag vornehmen, mit dem neuen Drive-in-Angebot sind bis zu 50 Tests möglich. Damit soll das Kantonsspital Winterthur entlastet werden.

Der Drive-in in Winterthur ist nach verschiedenen Probeläufen in der Schweiz bereits die zweite solche Station, die verfügbar ist. Bereits seit letzter Woche können sich Patienten mit einer Überweisung des Hausarztes auf der Luzerner Allmend im Auto testen lassen. Vorbild für dieses Testverfahren ist Südkorea, das bereits seit längerem auf diese Methode setzt.
Das Testcenter "Drive-In" des Kantons Luzern zur Abklaerung auf COVID-19, auf der Luzerner Allmend, fotografiert am Donnerstag, 26. Maerz 2020. Die zu testenden Personen fahren mit dem Auto beim "Drive-In" vor, dann wird ein Rachenabstrich durch das geoeffnete Fenster vorgenommen. (KEYSTONE/Alexandra Wey).
Bild: KEYSTONE
13:57
Pressekonferenz beginnt gleich
Um 14 Uhr findet eine Medienkonferenz vom Bund statt zum Thema «EZV – Covid – 19: Armee unterstützt die Eidgenössische Zollverwaltung».
12:44
Medienkonzern CH Media will Kurzarbeit einführen
Das Schweizer Medienunternehmen CH Media will wegen der Corona-Pandemie ab Mittwoch konzernweit für seine rund 2000 Beschäftigten Kurzarbeit einführen. CH Media rechnet für 2020 mit einem Umsatzeinbruch von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allein im April erwarte man einen Umsatzrückgang zum Vorjahr von über 30 Prozent für CH Media und über 50 Prozent im Werbemarkt, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Das entspreche mehr als 10 Millionen Franken.

Die folgenden Monate würden voraussichtlich mindestens so stark betroffen sein. CH Media erwartet, je nach Verlauf der Pandemie im zweiten Halbjahr, Umsatzverluste im mittleren zweistelligen Millionenbereich. In sämtlichen Unternehmensbereichen werden die Produkte und Dienstleistungen aktuell auf ihr Sparpotenzial überprüft und angepasst.

Per 1. April beantragt CH Media Kurzarbeit für zunächst drei Monate. CH Media zahlt die Löhne von Mitarbeitenden in Kurzarbeit für die beantragte Frist vollständig aus. Diese erfahren also keine Lohneinbusse.

Die Aktionäre verzichten nach Abstimmung mit der Unternehmensleitung von CH Media auf eine Auszahlung der Dividende im Frühling 2020 und wandeln diese in ein Darlehen um.
12:21
BAG meldet 701 mehr positiv getestete Menschen als gestern
Das Bundesamt für Gesundheit meldet die neuen Corona-Zahlen. Im Moment sind 16'176 Fälle in der Schweiz laborbestätigt – das sind 701 mehr als am Vortag. Am stärksten betroffen sind die Kantone Tessin, Waadt, Basel-Stadt und Genf.

373 Menschen sind an Covid-19 verstorben. Die Verstorbenen waren zwischen 32 und 101 Jahre alt. Die Hälfte der Verstorbenen war jünger als 83 Jahre, die andere Hälfte älter.
11:58
Motorradfahrer sollen auf Ausflüge verzichten
Töfffahrer und Töfffahrerinnen sollen wegen der Coronavirus-Krise keine Ausflüge machen. Die Kantonspolizei Wallis ruft die Motorradfahrer «aufgrund der aussergewöhnlichen Situation» zum Verzicht, Verständnis und Solidarität auf.

Die Polizei richtet sich im Hinblick auf die wärmeren Temperaturen an die Töfffahrer. «Wir bitten darum, während dieser aussergewöhnlichen Lage auf Motorradausflüge zu verzichten», schreibt die Kantonspolizei Wallis in einem Communiqué vom Dienstag. «Wenn das Motorradfahren unumgänglich ist, weisen wir darauf hin, sich auf der Strasse vorsichtig zu verhalten.»

Bereits ein relativ einfacher Sturz mit einem Motorrad könne einen Spitalaufenthalt von mehreren Tagen zur Folge haben. In der gegenwärtigen Situation seien jedoch freie Kapazitäten in den Spitälern absolut notwendig, heisst es im Appell auf Youtube:
11:51
Zürcher Unispital testet neu alle Patienten auf Covid-19
Das Universitätsspital Zürich testet ab Mittwoch alle neuen Patientinnen und Patienten auf Covid-19, selbst wenn diese keine Symptome zeigen und etwa wegen eines Unfalls eingeliefert werden.

Ziel ist es, die Sicherheit für Mitarbeitende und andere Patienten zu erhöhen. Diese Tests würden aber die Gefahr bergen, sich in falscher Sicherheit zu wiegen, weil der Test am einen Tag negativ und am nächsten Tag positiv ausfallen könne, sagte Infektiologe Hugo Sax am Dienstag vor den Medien im Zürcher Universitätsspital.

Es sei deshalb möglich, dass der Corona-Test im Laufe eines längeren Aufenthalts wiederholt werde. Pro Tag hat das Unispital eine Kapazität von bis zu 500 Tests. Bis das Testergebnis vorliegt, werden alle neuen Patienten isoliert. (sda)
Ab Donnerstag 18:00 Uhr gilt: Besucher im gesamten Universitätsspital verboten. Ausnahmen werden nur in besonderen Situationen gemacht. (Symbolbild)
Bild: KEYSTONE
11:50
TCS registriert fast vier Mal mehr Hilfsgesuche
Beim Touring Club Schweiz (TCS) laufen derzeit die Telefone heiss. Seit Januar sind bei der ETI-Zentrale rund 20'000 Anrufe im Zusammenhang mit dem Coronavirus eingegangen. Das entspricht einer Zunahme um über 350 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Ausbruch des Coronavirus hat beim TCS zu dieser Ausnahmesituation geführt und die Hilfegesuche auf ein Rekordniveau hochschnellen lassen, wie der TCS in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

In den meisten Fällen habe Soforthilfe durch fachkundige Beratung und Informationen geboten werden können. Am häufigsten unterstützten die TCS-Spezialisten und -Ärzte zur Zeit bei Fragen wegen zur Neige gehenden Medikamentenvorräten beziehungsweise über Alternativen wegen der verlängerten Aufenthalte im Ausland und unsicheren Daten für die Rückkehr in die Schweiz.

Bei 43 Personen seien eine Hospitalisierung oder vertiefte medizinische Abklärungen im Ausland notwendig gewesen. Für «viele Mitglieder und ihre Angehörigen» organisierte der TCS nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit dem EDA die Rückreise in die Schweiz.
11:06
Französische Luftwaffe flog Schwerkranke in die Schweiz
Neue Details zu den französischen Patienten: Schutz und Rettung Bern schreibt auf Twitter, dass die französische Luftwaffe gestern zwei schwerkranke Covid-19-Fälle zur Pflege in die Schweiz geflogen habe.

10:48
Bundesamt für Gesundheit bindet Wissenschafter ein
Der Bund setzt eine Task Force zur Krisenbewältigung ein, in der die ganze Hochschullandschaft mit Forscherinnen und Forschern vertreten ist. Das schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung vom Dienstag. Deshalb werde nun eine Task Force einberufen.
Matthias Egger, Praesident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Nationalen Forschungsschwerpunkte, am Montag, 16. Dezember 2019, in Bern. Bundesrat Guy Parmelin gab die Lancierung von sechs neuen Nationalen Forschungsschwerpunkten bekannt. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bild: KEYSTONE
Die sogenannte «Swiss National COVID-19 Task Force» werde von Matthias Egger (im Bild) geleitet, weitere Mitglieder seien in relevanten Fachgebieten ausgewiesene Expertinnen und Experten der schweizerischen Hochschul- und Forschungslandschaft. Es gebe aber keine feste Liste der Forschenden, sagt Mediensprecherin Katrin Holenstein auf Anfrage. Sie würden je nach Thema oder Aufgabe angefragt und in Teams eingebunden.

Das BAG erhalte viele Unterstützungsangebote aus Wissenschaft und Forschung, die koordiniert werden müssen. Durch das wissenschaftliche Beratungsgremium könnten solche Anfragen besser strukturiert werden. Das werde wiederum die Ressourcen der Krisenorganisation entlasten, sagt Holenstein. Hauptaufgabe der Task Force sei es deshalb, die politischen Behörden und Entscheidungsträger im Kontext des Coronavirus beratend zu unterstützen. Zudem soll das Gremium relevante Forschungsthemen sowie Spezialmassnahmen identifizieren.
10:39
Tessin: 15 weitere Tote durch Covid-19
Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden weitere 15 Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 129 weitere Personen sind innerhalb eines Tages positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Dienstagmorgen im Kanton Tessin 2091 Personen positiv auf das Virus getestet. Bisher 120 Menschen verloren ihr Leben. (sda)
10:22
ETH-Professoren fordern dritten Stützungspfeiler für Wirtschaft
Die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen zur Abfederung der Folgen der Coronavirus-Pandemie auf die Wirtschaft reichen nach Ansicht zweier ETH-Professoren nicht aus. Diese fordern, dass auch die Kapitalkosten der Firmen teilweise erstattet werden sollen.

Der Bund unterstützt derzeit mit zwei Pfeilern Firmen, die sich aktuell wegen der Coronavirus-Pandemie in einer prekären Lage befinden: Kurzarbeit und Liquiditätshilfen. Diese Massnahmen seien zwar wichtig, doch würden sie nicht alle Probleme lösen, heisst es in einer Mitteilung der beiden ETH-Wirtschaftsprofessoren Hans Gersbach und Jan-Egbert Sturm vom Dienstag.

Denn den Firmen würden aktuell die Einnahmen fehlen, um etwa für Miete, Pacht oder Kreditzinsen aufzukommen. Müssten sie diese Kapitalkosten allein tragen, würden viele von ihnen den Betrieb aufgeben oder wegen der hohen Schuldenlast nach der Krise nicht genügend investieren können, folgern die beiden Experten.

Basierend auf diesen Überlegungen schlagen die ETH-Professoren daher vor, dass den Firmen die Kapitalkosten bei einem Produktionsausfall teilweise erstattet werden sollen.

Rückerstattung über Erhöhung Gewinnsteuer

Sobald sich die Wirtschaft erholt habe, könne man die Lastenverteilung auch rückwirkend implementieren, schlagen Gersbach und Sturm vor. Etwa durch eine Art «Corona-Zuschlag», das heisst eine vorübergehende Erhöhung der Gewinnsteuer.

«Nach der Pandemie sollten sich alle Firmen im Rahmen ihres wirtschaftlichen Erfolgs an den Kosten der Krisenüberwindung beteiligen. Ein temporärer Corona-Zuschlag auf ihre Gewinne wäre ein faires Instrument dafür», werden Gersbach und Sturm in der Mittelung zitiert.

Die beiden Professoren hatten schon im März in einem Papier geschrieben, dass die damals vom Bund bereitgestellten 10 Milliarden Franken als Hilfspaket bei weitem nicht ausreichen würden. Deshalb forderten sie die Schaffung eines Hilfsfonds, der mit 100 Milliarden Franken ausgestattet werden sollte. Zwei Tage nachdem diese Forderung publik gemacht wurde, erhöhte der Bund sein Hilfspaket auf über 40 Milliarden Franken. (awp/sda)
9:39
Winterthurer Helpline für Senioren ohne Internetzugang
Seniorinnen und Senioren sollten bekanntlich nicht selber einkaufen gehen. Dafür gibt es in Winterthur eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten. Die Informationen dazu sind aber meist online zu finden. Deshalb richtet die Stadt nun eine Telefon-Helpline ein.

Bei dieser Helpline würden ältere Personen, die keinen Internetzugang haben, Informationen zu Hilfsangeboten in ihrem Quartier erhalten, teilte die Stadt am Dienstag mit. Alle Einwohnerinnen und Einwohner über 65 Jahren werden in den nächsten Tagen per Post auf die Helpline hingewiesen.

Die Stadt bittet gleichzeitig auch darum, dass jene, die das Internet bedienen können, sich so weit es geht selber zu informieren, zum Beispiel auf der Nachbarschaftshilfe-Plattform. Die Nummer der Helpline lautet 052 267 57 99. Sie ist unter der Woche täglich von 10 bis 12 Uhr in Betrieb.
9:12
Vater von Schwingerkönig an Covid-19 gestorben
Der 70-jährige Vater von Schwingerkönig Matthias Glarner ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das schreibt «Blick» und zitiert ein Mitglied des ESV: «Seine Frau Hedi arbeitet in Meiringen für die Spitex. In dieser Funktion wurde sie von einem Patienten mit dem Coronavirus angesteckt. Und offenbar hat Hedi diesen Virus an Andreas übertragen.»
ZUM, GEMAESS MEDIENBERICHTEN, SCHWEREN UNFALL DES AMTIERENDEN SCHWINGERKOENIGS MATTHIAS GLARNER, AM DIENSTAG, 27. JUNI 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Der neue Schwingerkoenig Matthias Glarner wird am Montag, 29. August 2016, in seiner Heimatgemeinde Meiringen feierlich empfangen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: KEYSTONE
8:52
Bilder vom Botschafter in Peru
Der Schweizer Botschafter in Peru teilte auf Twitter einige Bilder von Schweizer Rückkehrern in Peru. Insgesamt seien 270 Schweizer und Europäer mit 12 Bussen in Lima angekommen. Gemäss Botschafter werden sie morgen zurückfliegen.
8:26
Drei Verletzte bei Unfall bei Rückführung von Schweizern aus Peru
Bei einem Busunfall währen der Rückführung von Schweizer Reisenden aus Peru sind drei Personen verletzt worden. Die Reisenden waren in einem Buskonvoi von Cusco nach Lima unterwegs, von wo aus sie nach Zürich geflogen werden sollen.

Über den Unfall berichtete die Online-Plattform blick.ch am Dienstag aufgrund von Berichten von Augenzeugen. Das Aussendepartement EDA bestätigte den Unfall auf seiner Webseite. Die Schweizer Botschaft, die den Konvoi organisiert habe, stelle die medizinische Versorgung der Verletzten in einem lokalen Spital sicher.

Die Botschaft bemüht sich nach Angaben des EDA, die übrigen Reisenden rechtzeitig nach Lima zum Flughafen zu bringen, in rund 15 Stunden Fahrt. Am Dienstag sollte der Flug von Lima nach Zürich-Kloten starten.

Der verunglückte Bus sei gegen eine Felswand gefahren, schrieb blick.ch anhand von Berichten einer mitreisenden Augenzeugin. Die Reisenden seien in die übrigen Busse des Konvois umgestiegen, und diese seien nach rund eineinhalbstündiger Wartezeit weitergefahren.

Gemäss früheren Angaben des EDA waren insgesamt vier Busse von Cusco im Andenhochland nach Lima unterwegs, mit rund 130 Reisenden an Bord. Weil in Peru wegen des grassierenden Coronavirus die Reisemöglichkeiten stark eingeschränkt sind, wie das EDA schreibt, werden die Reisenden auf dem Landweg transportiert. (sda)
8:03
Lindt & Sprüngli wird vom Coronavirus gebremst
Auch beim Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli bremsen die Folgen der Pandemie die Verkäufe. Der Konzern zieht seine Wachstumsziele für das laufende Jahr wegen des Coronavirus zurück.

Zwar sei der Konzern stark ins Jahr gestartet, doch seit Anfang März schlage die gesundheitliche und wirtschaftliche Krise wegen der Pandemie auf das Geschäft durch, teilte Lindt am Dienstag mit. Betroffen seien vor allem das Reisegeschäft, das eigene Ladennetzwerk, der Lebensmitteldetailhandel sowie das Gastrogeschäft.

Keine Abstriche machen will Lindt bei der Dividende für 2019: Dank einem starken Geschäftsjahr 2019, einer soliden Bilanz mit einer hohen Eigenkapitalquote und hoher Liquidität will der Lindorkugeln-Hersteller der Generalversammlung vom 24. April weiterhin eine Ausschüttung inklusive Jubiläumsdividende von 1750 Franken pro Namenaktie und 174 Franken pro Partizipationsschein vorschlagen.
Zum 175-Jahr-Jubiläum 2020 schüttet Lindt & Sprüngli eine Sonderdividende aus. (Symbolbild)
Bild: KEYSTONE
7:58
ABB macht Massentests bei Mitarbeitern
Nur wer schwer erkrankt ist, zu einer Risikogruppe gehört oder dem Gesundheitspersonal angehört, hat einen Anspruch auf einen Coronavirus-Test. Grund dafür ist die limitierte Testkapazität, derzeit werden in der Schweiz rund 7000 Tests pro Tag durchgeführt. Nun schreibt der «Tagesanzeiger», dass ABB hunderte Mitarbeiter testen lässt, und das, obwohl die Mehrheit sich gesund fühle. Das Vorgehen stösst auf Kritik.

Ein Zürcher Hausarzt sagte zum «Tagesanzeiger», er fände es «unsolidarisch» gegenüber Erkrankten, Risikopatienten und dem Gesundheitspersonal. Andere Ärzte kritisierten, dass sie nach wie vor zu wenig Testmöglichkeit hätten. BAG-Abteilungsleiter Daniel Koch sagte gestern an der Pressekonferenz auf Fachebene, dass so ein Vorgehen «keine gute Idee» sei. Grund dafür sei die Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen. Während dieser Zeit kann eine Person das Virus in sich tragen, ohne dass die Krankheit auf dem Test angezeigt werde.

Die ABB sagte auf Anfrage, das Vorgehen geschehe «zum Schutz von Mitarbeitenden, Kunden und anderen Partnern gezielt bei etwaigen Verdachtsfällen.» Dieter Kissling testet für die ABB in Aargau und verweist auf stark ausgebaute Kapazitäten. Ausserdem handle er nach dem Mantra der WHO: «Testen, testen, testen.» Kiessling pflichtet zwar Koch bei, entgegnet aber, dass man alles tun müsse um die Ansteckungsrate zu senken.
ARCHIVBILD ZUR JAHRESBILANZ VON ABB, AM MITTWOCH, 5. FEBRUAR 2020 - Logo der Firma ABB an der Binzmuehlestrasse in Oerlikon, am Donnerstag, 14. Juni 2018. (KEYSTONE/Melanie Duchene)
Bild: KEYSTONE
7:38
Churer Maiensässfahrt abgesagt
Die traditionelle Churer Maiensässfahrt findet dieses Jahr nicht statt. Das hat die Stadt Chur beschlossen. «Die Vorbereitungen für die Fahrt können in der aktuellen Situation nicht in der erforderlichen Qualität getroffen werden», sagte Stadtrat Patrik Degiacomi gemäss Suedostschweiz.ch. An der traditionellen Churer Maiensässfahrt nahmen letztes Jahr 2800 Kinder der Stadtschule und der Kindergärten teil. Sie verbrachten fast zwölf Stunden in der Natur. Der Tag endet jeweils mit einem kostümierten Umzug in Chur. Die Maiensässfahrt hat eine lange Tradition: Sie wird seit 165 Jahren durchgeführt.
6:40
Nutzerzahlen von Alertswiss wachsen rasant
Die Alarmierungs-App des Bundes «Alertswiss» erfreut sich in den letzten Wochen steigender Beliebtheit. Gemäss Kommunikationsleiterin Sandra Kobelt (Bundesamt für Bevölkerungsschutz) wurde die App 120'000 Mal in den letzten drei bis vier Wochen heruntergeladen. «Jetzt zählen wir 570'000 Nutzer – das ist eine enorme Entwicklung», sagt Kobelt zum SRF.

Lanciert wurde die App vor zwei Jahren. Ziel sollte sein, die Bevölkerung direkt zu alarmieren – zusätzlich zu den Warnungen über Radio und Sirenenalarm. Seit Anfangs März informierte man via App auch über das Coronavirus. Vorteil dabei ist, dass man die Infos z.B. auf den eigenen Wohnkanton beschränken kann und so ein «personifiziertes» Angebot hat. Für das Bundesamt sind die Zuwächse erfreulich, allerdings noch nicht ausreichend: Ziel ist die ganze Schweiz, das heisst 3,8 Millionen Haushalte.
Die Alertswiss-App informiert ueber das aufgebot fuer Truppen der Schweizer Armee waehrend der Coronavirus (Covid-19) Pandemie, am Dienstag, 17. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex).
Bild: KEYSTONE
6:15
Epidemiologe plädiert für viel mehr Tests in der Schweiz
Damit die Schweiz in der Corona-Krise den Weg zurück zur Normalität finden kann, plädiert der Epidemiologe Marcel Salathé für Covid-19-Tests schon bei leichten Symptomen. So könnte jeder einzelne neue Fall schnell identifiziert und schnell isoliert werden.

Salathé schlägt gemeinsam mit anderen Wissenschaftern vor, dass die Schweiz die Methode «Test-Isolate-Quarantine» anwenden soll. «Bei dieser Methode müssen zuerst einmal deutlich mehr Personen auf das Virus getestet werden», erklärt der Epidemiologe von der ETH Lausanne in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der «NZZ». Jeder, der auch nur leichte Symptome habe, müsse einen Test machen können, bevor er wieder arbeiten gehe.

«Erkrankte schnell zu isolieren, reicht aber nicht. Denn ein Betroffener ist ja bereits ansteckend, bevor er erste Symptome spürt.» Darum sei es wichtig, sämtliche Personen zu finden, mit denen ein Patient Kontakt hatte. Die Kontaktpersonen sollten sich auch so schnell wie möglich in Quarantäne begeben können.
Epidemiologe Marcel Salathé schlägt gemeinsam mit anderen Wissenschaftern vor, dass die Schweiz in der Corona-Krise die Methode "Test-Isolate-Quarantine" anwenden soll. (Archivbild)
Bild: Keystone/CYRIL ZINGARO
«Kein einziger Fall darf vernachlässigt werden»
«Man muss sich das so vorstellen: Als Covid-19-Patient ist man ein Funke, der leicht zu einem Waldbrand führen kann. Darum darf kein einziger Fall vernachlässigt werden», betont Salathé. Doch bis vor wenigen Wochen habe die Schweiz die dafür nötige Test-Kapazität noch nicht gehabt. Mittlerweile habe das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Kapazitäten ausgebaut, und es könnten rund 7000 Tests pro Tag gemacht werden.

Allerdings reiche das noch nicht, sagte Salathé. «Jeder, der Husten oder andere Symptome hat, soll sich schnell und unkompliziert testen lassen können.» Insbesondere Leute, die im Gesundheitswesen arbeiten oder sonst mit vielen Leuten in Kontakt kommen, sollten sich immer wieder testen lassen können.
20:53
G20-Wirtschaftsminister konferieren per Video zu Corona-Krise
Die ausserordentliche Konferenz der G-20-Handelsminister vom Montag war für Wirtschaftsminister Guy Parmelin eine Premiere. Erstmals konferierte er per Videoschaltung mit seinen Amtskollegen.

Auf diese Weise kamen die Ministerinnen und Minister überein, dass keine Massnahmen ergriffen werden sollen, die die weltweite Wertschöpfungskette behindern, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Montag mitteilte. Nur ein funktionierende Handelssystem könne die wirtschaftliche Erholung nach der Krise unterstützen.

Parmelin habe namentlich unterstrichen, dass in der aktuellen Krise keine neuen Zölle eingeführt und aktuelle Handelskonflikte beigelegt werden sollten. Die Krise könne nur gemeinsam gemeistert werden, weil alle die gleichen Probleme hätten. (zap/sda)
17:19
KMU: Krankenversicherer sollen Bevölkerung finanziell unterstützen
Der Bundesrat soll eine Subventionierung der obligatorischen Grundversicherung beschliessen, und die Krankenversicherer sollen im selben Umfang auf die Krankenkassenprämien verzichten. Das fordert der Verband der KMU. Als Gegenleistung soll der Bund die Krankenversicherer entschädigen, um deren Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Nach zahlreichen Gesprächen mit kleineren und mittleren Betrieben (KMU) aus allen Branchen und in allen Landesteilen der Schweiz sei man zur Auffassung gelangt, dass ein weiteres Massnahmenpaket zur Entlastung der privaten Ausgaben das Risiko einer langfristigen Schwächung der Wirtschaft erheblich minimieren könne, schreibt der Schweizerische KMU-Verband in einer Mitteilung vom Montag.

Das Massnahmenpaket solle allen Einwohnerinnen und Einwohnern gleichermassen zugute kommen, unbürokratisch abgewickelt werden und im Bedarfsfall stufenweise zur Verfügung gestellt werden.

Falls notwendig könnten die Begünstigungen nach Meinung der KMU davon abhängig gemacht werden, dass die in der gegenwärtigen Coronavirus-Krise bereits bestehenden staatlichen Richtlinien zur Selbstisolierung oder andere räumliche Massnahmen eingehalten werden.

Zusammen mit den KMU-Netzwerken betreut der Schweizerische KMU Verband nach eigenen Angaben über 8300 Firmen in der Schweiz.
16:42
Tessin: Kommunalwahlen wie geplant verschoben
Drei Personen haben eine Beschwerde gegen die Verschiebung der Kommunalwahlen vom kommenden Sonntag ans Bundesgericht weitergezogen. Dieses hat die Klagen nun abgewiesen.

Damit könnten die Wahlen wie geplant im April 2021 stattfinden, hält die Tessiner Regierung in einer Mitteilung fest.

Am 18. März hatte die Tessiner Regierung entschieden, die für den 5. April geplanten Kommunalwahlen um ein Jahr zu verschieben. Zu diesem Entschluss sei die Regierung aufgrund der vom Bundesrat verhängten «ausserordentlichen Lage» gekommen, begründete sie damals. Es sei derzeit nicht möglich, die Wahlen in einer «friedlichen Stimmung» durchzuführen.

Mit dem Entscheid der Tessiner Regierung verlängert sich die laufende Legislatur im Südkanton um ein Jahr. Die kommende Legislatur wird dafür nur von 2021 bis 2024 dauern.

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