Wirtschaft
Schweiz

Eine der grössten Schweizer Banken entsteht: EFG International schluckt Tessiner Privatbank BSI

Eine der grössten Schweizer Banken entsteht: EFG International schluckt Tessiner Privatbank BSI

22.02.2016, 07:3122.02.2016, 07:34

Die Bank EFG International kauft die Tessiner Privatbank BSI für rund 1.328 Milliarden Franken. Mit kombinierten verwalteten Vermögen von rund 170 Milliarden Franken soll eine der grössten Privatbanken der Schweiz entstehen.

Der Kaufpreis wird in bar und in Aktien bezahlt. Die bisherige Besitzerin der Tessiner Bank, die brasilianische Bank BTG Pactual, wird dadurch Aktionärin der neuen Bank. Sie wird einen Anteil von circa 20 Prozent halten, wie EFG und BSI am Montag in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten. Grösster Aktionär der Bank bleibt die EFG Group mit einem Anteil von 35 Prozent.

Die BSI wechselt den Besitzer.
Die BSI wechselt den Besitzer.
Bild: KEYSTONE

Der Abschluss wird vorbehaltlich der Genehmigung der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden im vierten Quartal 2016 erwartet. Beide Marken sollen nach dem Zusammenschluss bestehen bleiben, wie es weiter hiess. Es bestehe aber die Absicht, in der Zukunft in den meisten Märkten eine kombinierte Marke einzuführen. Zürich, Genf und Lugano blieben wichtige Standorte für die Führung und den Betrieb der neuen Bank.

Hoffen auf Synergieffekte

Mit dem Zusammenschluss erhoffen sich die Banken weiter Kostensynergien im Umfang von 185 Millionen Franken vor Steuern. Diese sollen vor allem durch die Nutzung einer gemeinsamen IT-Plattform erzielt werden.

Banken

Schon seit Monaten war bekannt, dass die BSI verkauft werden sollte. Die bisherige Eigentümerin BTG Pactual war im Zuge des Korruptionsskandals beim staatlichen Ölkonzern Petrobras unter Druck geraten. Nach der Verhaftung des früheren BTG-Chefs Andre Esteves begannen Kunden offenbar Gelder abzuziehen und die Finanzierungsbedingungen verschlechterten sich, weshalb das brasilianische Institut in Liquiditätsnot geriet.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Erderwärmung um 2,8 Grad: «Dann schaut es in der Schweiz aus wie in Spanien»
Ein neuer Uno-Bericht sagt, dass es keinen Weg mehr gibt, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. ETH-Klimapolitologe Anthony Patt sagt, warum er trotzdem noch Hoffnung hat.
Ein neuer Bericht der Uno zeigt: Wenn alle Länder mit ihrer Klimapolitik so weiterfahren wie bisher, wird sich die Welt bis 2100 um 2,8 Grad erwärmen. Das ist nochmals eine Verschlechterung um 0,1 bis 0,3 Grad seit dem letzten Bericht vor einem Jahr. Woran liegt das?
Anthony Patt: Die USA sind unter Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten. In diesem Klimaabkommen hatten sich die USA zu ambitionierten Klimazielen verpflichtet. Weil Trump aus dem Abkommen ausgetreten ist, geht der Emissions Gap Report nun davon aus, dass die USA gar keine weiteren Anstrengungen zum Klimaschutz unternehmen werden. Und weil die USA nach China der zweitgrösste Emittent von Treibhausgasen sind, kommt es zu diesem Anstieg von mehreren Zehntelsgrad.
Zur Story