Wirtschaft
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Bild: Keystone

Erklärbär

Warum wir uns die Europa-Hasser nicht mehr leisten können

Die Schweiz wird weder von Brüssel noch vom Euro bedroht, sondern vom Comeback eines dumpfen Nationalismus.  



1992 haben wir den EWR abgelehnt. Die Folge davon waren die bilateralen Verträge, eine Art EWR light, nur viel teurer und schlechter. Um die Jahrtausendwende haben wir ein Luftfahrtsabkommen mit Deutschland nicht unterschrieben, weil er angeblich unsere Souveränität untergraben hätte. Nun hat der Bundesrat einen Vertrag ausgehandelt, der weniger bringt und mehr kostet. 

Im vergangenen Jahr hat der Nationalrat in einem Anfall von patriotischer Wallung die so genannte «Lex USA» verworfen. Diese Vereinbarung hätte dazu geführt, dass die leidige Steueraffäre mit den USA innerhalb eines Jahres abgewickelt worden wäre. Nun wird es länger dauern, und die Schweizer Banken wahrscheinlich ein paar hundert Millionen Franken mehr kosten. 

Brüssel, einen gigantischer Moloch, der einzig an unserem Geld interessiert ist? Bild: KEYSTONE

Sind wir masochistische Vollidioten?

Sind wir eigentlich masochistische Vollidioten? Nein, aber wir leiden unter zwei Dingen: einem geopolitischen Missverständnis und Grössenwahn. Zuerst zum Missverständnis. 

Die Europa-Hasser zeichnen folgendes Bild der EU: Brüssel als einen gigantischer Moloch, der einzig an unserem Geld interessiert ist, uns die direkte Demokratie wegnehmen und generell schikanieren will. Die EU als ein straff von oben geführter, autoritärer Superstaat, in dem bösartige Technokraten im Verbund mit unfähigen Politikern einen Sozialstaat errichten wollen, der die Faulen belohnt und die tüchtigen Unternehmer bestraft. 

Dieses Europa existiert nur in den Köpfen der Europa-Hasser. Wer heute zwischen Parma und Helsinki oder zwischen Prag und Paris unterwegs ist, erlebt das Gegenteil. Die kulturelle Vielfalt des alten Kontinents ist nach wie vor vorhanden, ja sie ist sogar auf dem Vormarsch. Die Schotten wollen sich von England abspalten, die Katalanen ihren eigenen Staat. 

Euro-Muenzen stapeln sich am Montag, 25. Juli 2011, in Berlin schief auf einem Tisch. (KEYSTONE/AP Photo/Steffi Loos/dapd)

Europa-Hasser wollen, dass der Euro wankt. Bild: AP 

Die EU hat keine eigene Armee, nicht einmal eine Polizei

Dem Superstaat Europa gelingt es weder, die widerspenstigen Ungarn in den Griff zu bekommen, noch den Italienern ihren Willen aufzuzwingen. Wie könnte es auch? Die EU hat bekanntlich weder eine eigene Armee noch eine eigene Polizei. Selbst in Frankreich gilt nach wie vor das Bonmot von General de Gaulle: «Ein Land, das mehr als 200 Käsesorten hat, ist nicht zu regieren.» Und dabei gilt Frankreich als Hochburg des Zentralismus in Europa. 

Mit besonderer Hingabe dreschen die Europa-Hasser auf den Euro ein. Die Einheitswährung sei die Ursache der hohen Staatsverschuldung und der grassierenden Jugendarbeitslosigkeit und werde Europa in den Ruin treiben, lautet die These. 

Der optimale Währungsraum existiert nur in der Theorie

Tatsächlich war der Euro vor seiner Einführung vor allem bei Ökonomen umstritten. Basierend auf der Theorie des optimalen Währungsraumes des kanadischen Nobelpreisträgers Robert Mundell wurde argumentiert, Europa sei noch nicht reif für den Euro. Die heutigen Schwierigkeiten in Euroland werden triumphierend als Bestätigung dieser These angeführt.

Das ist nicht ganz falsch, aber sehr einseitig. Der optimale Währungsraum hat nämlich einen kleinen Nachteil: Er existiert nur in der Theorie. In der Praxis gibt es keine optimalen Währungsräume. So sind die strukturellen Unterschiede der Wirtschaft der Kantone Jura und Zürich  etwa gleich gross wie diejenigen zwischen Griechenland und Deutschland. Kein Mensch denkt daran, deswegen den Franken abzuschaffen. 

Das gilt nicht nur für die kleine Schweiz, sondern auch für die grossen USA. Auch Bundesstaaten wie beispielsweise Kentucky und Kalifornien sind wirtschaftlich gesehen total unterschiedlich und haben dennoch den gemeinsamen Dollar. 

Bild: AP

Die D-Mark war der heimliche Euro

Der Euro wurde nicht wegen ökonomischer Ignoranz der Politiker eingeführt, wie uns die Europa-Hasser glauben machen wollen. Es gab dafür praktische, handfeste Gründe. Nach dem Zerfall des Bretton-Woods-Abkommen zu Beginn der 1970er Jahre galt es, ein Währungschaos zu verhindern. Schon damals wurde mit dem so genannten Werner-Plan eine europäische Einheitswährung geprüft, konnte aber politisch nicht umgesetzt werden. 

Daher entstand die «Währungsschlange» mit der D-Mark als Leitwährung. Will heissen: Alle wichtigen Währungen orientierten sich an der deutschen Bundesbank und ihrer Geldpolitik, die D-Mark war daher eine Art Vorläufer des Euro. 

Wie soll man aus einer Omelette wieder Eier machen?

In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die Weltwirtschaft grundlegend verändert. Die Globalisierung hat neue Verhältnisse geschaffen, die wenig mit den Zuständen der Nachkriegszeit gemeinsam haben. International anerkannte Währungsexperten wie Barry Eichengreen befürworten daher ein Dreigespann von Dollar/Euro/Renminbi als globale Leitwährungen. Selbst konservative Ökonomen wie etwa Thomas Mayer, Ex-Chefökonom der Deutschen Bank, sind überzeugt, dass auch der Exportweltmeister Deutschland mit einer D-Mark auf der internationalen Bühne keine Chance mehr hätte und verweisen auf den Abstieg von Japan und des Yen. 

Eine Rückkehr zu nationalen Währungen in Europa ist daher eine Illusion. Und eine gefährliche dazu. Kein Mensch weiss, wie dies praktisch zu bewerkstelligen ist, denn es wäre so, als ob man aus einer Omelette wieder Eier machen wollte.

Von Genies entworfen, damit es auch Idioten verwalten können

Kommen wir zum Grössenwahn. Die Europa-Hasser malen ein idealisiertes Bild der Schweiz. Nun hat die Schweiz tatsächlich Vieles richtig gemacht. Mit der Bundesverfassung von 1848 – im wesentlichen von den USA übernommen – hat die Schweiz ein politisches System erhalten, das von Genies entworfen wurde, damit es auch von Idioten verwaltet werden kann. Das hat sich bewährt. Der eidgenössische Föderalismus mit seinen «Checks and Balances» ist bis heute die Basis unseres Wohlstandes. 

Aber wir hatten auch sehr viel Glück. Der Kalte Krieg war so etwas wie ein langer, warmer Regen für die Schweiz. Vom Krieg unversehrt, wegen der Neutralität von allen geschätzt, konnte unsere Wirtschaft aufblühen wie im Treibhaus. Internationale Organisationen wie die Fifa liessen sich in der Schweiz nieder, das Bankgeheimnis wurde stillschweigend geduldet und über die weniger appetitlichen Aspekte unseres Verhaltens während der Nazizeit breiteten wir einen Mantel des Schweigens aus. 

Singapur kopiert die Schweiz. Bild: EPA

Singapur, Irland und Dubai kopieren die Schweiz

Mit dem Fall der Berliner Mauer hat dieses Idyll ein Ende gefunden. Heute geht es der Schweiz wie Nestlé. Auch der Nahrungsmittelkonzern hat mit Nespresso einen Hit lanciert und lange Zeit versucht, dieses Privileg zu verteidigen. Heute kennt auch die Konkurrenz das Geheimnis von Nespresso und die Gewinnmargen fallen. 

Ähnlich wird auch die Schweiz kopiert, von Singapur beispielsweise, oder von Irland oder Dubai. Gleichzeitig besteht in der neuen Weltordnung kein Bedarf mehr für die neutrale Schweiz. Daher werden uns auch keine Privilegien mehr eingeräumt und geraten Bankgeheimnis und Steuerabkommen unter Dauerdruck. Daran sind weder die EU noch die Technokraten in Brüssel Schuld. Wir verdanken das den neuen Spielregeln einer globalisierten Weltwirtschaft. Darüber zu jammern, ist sinnlos. 

Eine Rückkehr zu den Nationalstaaten wäre Wahnsinn

Historisch gesehen ist die EU entstanden, weil Europa endlich Schluss machen wollte mit seiner entsetzlichen, kriegerischen Vergangenheit und nicht aus dem fehlgeleiteten Ehrgeiz einer inkompetenten und überbezahlten Classe politique, wie uns die Europa-Hasser glauben machen wollen. Natürlich hat sie Mängel, sehr viele und sehr gravierende sogar. Aber was Churchill schon von der Demokratie sagte, gilt auch für die EU: Sie ist ein miserables System, aber besser als alles andere. 

Die Europa-Hasser können zwar stundenlang die Mängel der EU aufzählen. Aber was ist die Alternative? Eine Rückkehr zu den Nationalstaaten? Angesichts der europäischen Geschichte müssten wir verrückt sein, auch nur daran zu denken – gerade im hundertsten Gedenkjahr des Ersten Weltkrieges. 

Die hässliche Fratze des Nationalismus 

Nicht Brüssel und der Euro bedrohen heute Europa, sondern das Comeback des Nationalismus. Im vergangenen Jahrhundert hat er unsägliches Leid über Europa gebracht. Heute hebt er erneut sein hässliches Haupt. Politiker wie Marine le Pen und Geert Wilders wollen, dass der Euro scheitert und die Union auseinanderbricht. 

Die Europa-Hasser in der Schweiz verfolgen ähnliche Ziele. Sie wollen die bilateralen Verträge platzen lassen und möchten es am liebsten machen wie der russische Diktator Wladimir Putin, der es der EU einmal so richtig gezeigt hat. Gerade deswegen können wir sie uns nicht mehr leisten.  

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Binder 21.04.2014 03:00
    Highlight Highlight Gutes Stück, Philipp Löpfe.

    In leichter Abwandlung deren geflügelten Wortes: Sollen sie doch aus Europa auswandern, die Europa hassenden Nationalnarzissten.
  • Hynrek 09.04.2014 16:51
    Highlight Highlight Lieber Herr Löpfe,

    Wie viele Kommentatoren vor mir, bin auch ich überhaupt nicht zufrieden mit Ihrer Arbeit/Schreibstil.
    1: Werfen Sie Argumente auf die Sie nicht beantworten.
    2: LÜGEN Sie bewusst! (oder betreiben keine Recherche)
    3: Verdrehen Tatsachen
    4: Betreiben Hetze

    Rein Ihre Aussage das die EU keine Polizei/Armee haben soll ist mit einer Fucking google Suche wiederlegt!
    Wenn Sie einmal, NUR EINMAL, EU Polizei eingeben würden.
    MÜSSTEN Sie zwangsweise auf die EUROGENDEFOR kommen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Gendarmerietruppe
    So viel zu Ihrer "Journalistischen" Tätigkeit
    • Mimarq 10.04.2014 00:49
      Highlight Highlight "...weder eine EIGENE Armee noch eine EIGENE Polizei."
    • Hynrek 10.04.2014 12:32
      Highlight Highlight Hy Mimarq,

      Macht es denn einen grossen Unterschied ob ich eine EIGENE Armee habe oder eine die zwar technisch nicht mir gehört ich Sie aber trotzdem benutzen kann?
      Wäre das nicht wie wenn ein Drogendealer sagen würde:
      "Ich besitze keine Drogen ich verkaufe Sie ja nur für meinen Boss"?
    • Mimarq 10.04.2014 17:57
      Highlight Highlight 1. die EU hat keine Armee
      2. nein ist es nicht, weil es entscheident ist, wer das kommando hat.
      3. nein, weil drogen zu verkaufen illegal ist. Besitzer ist der drogendealer, wenn er die drogen auf sich trägt. Ich sehe keinen zusammenhang zwischen ihrem beispiel und ihrer ersten frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Wottaupott 08.04.2014 19:28
    Highlight Highlight Habe versucht den Artikel zu lesen! VERSUCHT! :D
    • goschi 10.04.2014 21:08
      Highlight Highlight Lesen ist ja nun auch eine Fähigkeit, die nicht jeder SVP-Wähler vorzuwisen hat ;-)
  • Chamudi 08.04.2014 16:20
    Highlight Highlight Watson: Der Auftritt ist eigentlich gut gelungen. Ich gratuliere! Aber mit Schreiberling Löpfe habt Ihr Euch das Linkste in die Redaktion geholt, das momentan auf dem Markt ist. Das ist echt schade. Ich hätte mir mehr "Weltwochen-Stil" gewünscht. Die Linke Meinung ist doch bereits in mehr als ausreichendem Ausmass vorhanden und omni present!
    • goschi 08.04.2014 19:34
      Highlight Highlight also hätten Sie lieber populistische Hetze gegen die EU?
      Und wenn Sie den Weltwochen-Stil mögen, empfehle ich bei der Weltwoche zu bleiben. *zwinker*
  • whu 07.04.2014 20:33
    Highlight Highlight Ich suche schon lange nach einer simplen Tabelle wo die 3 Spalten heissen:
    Argument: Pro:Kontra

    warum das nicht geht, ist weil das Parteien-System dies verhindert.
    Angenommen es wäre ein Projekt würde alles (auch für den Wähler) klarer werden.
    Das heutige System nach Parteien ist längst überfällig. Ich möchte Fakten und nicht dumme Plakate. Zeiten ändern sich eben. Nicht für alle gleich schnell, aber eben für alle einmal sehr schnell.
  • buco 07.04.2014 19:50
    Highlight Highlight Mich stört, dass und wie fast nur von "Europa Hassern" und "(Voll)idioten") geschrieben wird. Ich hoffe, das wird nicht der Stil von Watson, sonst muss ich die App bald wieder löschen.
    • Hynrek 09.04.2014 16:43
      Highlight Highlight DANKE!
  • whu 07.04.2014 13:17
    Highlight Highlight Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, dass die aller, aller, aller meisten EU-Gegner keinen blassen Schimmer von dieser haben. Schlicht dagegen weil es dazu bloss ein paar satte Sprüche braucht. Alles ausser Stammtisch und Bier ist schlecht, eigene Meinung viel zu aufwendig und schwierig. Warum auch? Auf den Plakaten steht es ja in einem Satz. Was soll man selber denken? Bashen ist eh viel schöner.
    • whu 07.04.2014 20:16
      Highlight Highlight @rasta: genau das meinte ich. vergleichen Sie Ihren Text mit der Realität. Bitte auf Fakten und +/- pro Argument. Und bitte auch auf die nächste(n) Generationen gerichtet. Ist schwierig aber nicht unmachbar.
  • Wolfsblut_2 07.04.2014 09:50
    Highlight Highlight Es ist nicht Hass oder Dummheit, es ist das Misstrauen gegenüber der fortschreitenden politischen und wirtschaftlichen Machtkonzentration. Die EU ist eine davon.

    Doch wer oder was ist die EU eigentlich? Ein zentrales Gebilde, an dem, örtlich bequem, die jeweiligen Interessengruppen lobbyieren können? Eine riesige Verwaltung, in der viele Beamte Gesetze ausarbeiten, die von einem (Schatten)kabinett oder wem auch immer vorgekaut wurden? Die Herrschaft Deutschlands hinter der EU-Maske?

    Denn ohne Zustimmung Deutschlands läuft da nichts. Merkel, verhinderte in letzter Minute strengere Abgaswerte und erhält kurz darauf eine Millionenspende von BMW. Merkel fördert mit Erfolg die EU-Zulassung von Genmais. Produziert Deutschland einen riesigen Exportüberschuss, genügt der EU eine kleine Rüge. Schliesslich verkörpert dieses Mitglied die stärkste Wirtschaftsmacht. Diese Logik, bzw. dieses Demokratieverständnis ist beängstigend.

    Helmut Schmidts Generation träumte von einem vereinten Europa, in dem nie mehr Krieg herrscht. In diesem Punkt ist der Traum bis dato in Erfüllung gegangen. Ob das so bleibt, scheint so fraglich wie lange nicht mehr. Die EU ist zu schnell zu gross geworden und ihr fehlt jedes föderalistische Verständnis. Menschen scheinen nur in Zahlen und Statistiken vorzukommen. Zu sagen haben sie jedenfalls nichts. Ein Kreuzchen alle paar Jahre malen zu dürfen, muss ihnen genügen. Zu direkt darf ihr Mitspracherecht laut Gauck ja auch nicht sein, weil der Plebs zu blöd ist, um zu begreifen, worum es geht. Doch wer in einer Kultur aufgewachsen ist, in der flache Hierarchien und Mitsprache normal sind oder mal waren, tut sich schwer mit dem stillen Befolgen und willigen Ausführen von Diktaten. Sei es in der Politik oder am Arbeitsplatz.

    Die Globalisierung hat die Grossen noch grösser, die Reichen reicher und die Systeme durch weltumspannende Verknüpfungen intransparent gemacht. Wer behauptet, er könne die Komplexität der Problemstellungen noch begreifen und kenne ein Rezept gegen die immer grösser werdenden Ungleichgewichte, belügt sich und andere. Ob ein Ja für oder ein Nein gegen Europa das Schwert ist, das den gordischen Knoten löst, kann niemand mit Sicherheit sagen. Doch eines ist sicher: Noch haben wir Davids die Wahl, uns den Goliaths zu beugen oder uns ihnen entgegenzustellen. Wer weiss, vielleicht wiederholt sich ja die Geschichte auch bei der.
    • whu 07.04.2014 16:12
      Highlight Highlight Machtkonzentration: da haben Sie Recht. Bloss, in der einen mischen wir doch mit und in der anderen beiseite stehen und zuschauen? Die Hände über den Kopf schlagen und beten? Ich glaube, dabei sein ist immer gut. Das Wie ist seit eh verhandelbar. Vielleicht würde ohne EU eine globale Firma uns lenken. Vielleicht ohne jede Rücksicht. Wäre für ein paar wenige echt ein Traum.
  • Zeit_Genosse 07.04.2014 09:19
    Highlight Highlight Ja, da schiessen die Kommentare tief aus den Bäuchen hervor ohne eine Runde durch den Kopf gemacht zu haben. Da werden Reflexe und Gegenreflexe bedient und der Artikel hat es geschafft zu zeigen, dass die Debatte in der Schweiz über Europa emotional bis irrational auf beide Seiten geführt wird. Warum reagieren gebildete Menschen derart unbesonnen oder sogar unbeherrscht bei diesem Thema? Mir kommt da nur Angst als treiber in den Sinn. Wir könnten als selbstbewusste Schweiz etwas mehr Coolness an den Tag legen. Wir vergleichen das für uns wichtige Erfolgsmodell Schweiz mit anderen Staaten und Staatengemeinschaften und sehen die Deffizite vor allem im Ausland. Die EU ist eine junge Staatengemeinschaft, die ihren Platz in der Welt und bei der eigenen Bevölkerung sucht. Statt sie von aussen herablassend zu prügeln, sind wir doch daran interessiert, dass sich die EU weiter entwickelt. Ob mit oder ohne Schweiz ist ein schweizerisches Problem und nicht jenes der EU, die ja genug mit sich zu tun hat. Die Schweiz könnte aber als Modell der EU dienen, da sie ja Jahrhunderte Entwicklungsvorsprung in der direkten Demokratie und im Föderalismus hat. Dafür sollten wir aber nicht das Äussere hassen, sondern lieben lernen ohne darin aufzugehen.
    • Alfio 07.04.2014 10:54
      Highlight Highlight Das ist leider so, um Neutral zu sein müsste man meiner Meinung nach auch offen und konstruktiv bleiben. Doch auch die Schwez zeigt sich je länger je mehr, aus unerklärlichen Angst Gründen von Ihrer Extremer Seite.

      Ich weiss nur, das dank einer sogenannter Volkspartei mal ein Röstigraben entstanden ist und sich in eine definitive Teilung der Schweiz etabliert hat (was die Meinung anbelangt).

      Was mal eine Zauberformel oder ein *Kompromiss* war ist heute *Nationalismus* und *Populismus* geworden.
      Sehr schwade diese Schwarz/Weisse denkart....gar nicht typisch Schweizerisch!
  • Beasty 07.04.2014 08:09
    Highlight Highlight Gratulation zu diesem Artikel. Nationalismus muss laut angeprangert werden und ich bin froh, traut sich Watson das. Wir werden vor lauter EU-Angst die Schweiz an die Wand fahren, weil einige tatsächlich glauben, ein 8 Mio. Land könne sich alleine durchschlagen, obwohl sogar 80 Mio. Länder Partnerschaften suchen. Ich befürchte, viele könnten die EU nicht erklären (Aufbau, Parlament, Abläufe) aber alle scheinen Experte im Hassen der EU zu sein. Ist das nicht das wirklich Beängstigte?
    • goschi 07.04.2014 08:54
      Highlight Highlight schön zusammengefasst, danke!
  • kaiser 07.04.2014 00:57
    Highlight Highlight "Sind wir alle masochistische Vollidioten?" Nein, aber ich muss hier trotzdem meinen Kommentar abgeben, obwohl ich diesen Artikel nicht ernst nehmen kann. Von einem Profi Journalisten aufreisserisch geschrieben. Behauptungen ohne Argumente dazwischengeworfen "besteht in der neuen Weltordnung kein Bedarf mehr für die neutrale Schweiz". Zusammenhänge wo keine sind, wie die Globale Konkurrenz und das politische System der EU. Und selbstverständlich erleben wir ein blühendes Europa von Griechenland bis Spanien ohne Technokraten und Basisdemokratisch geführt. Reflektion finde ich sehr wichtig, wenn ich am Ende eines Beitrages etwas davon mitnehmen kann. Leider ist dies hier nicht gegeben. Trotzdem gibt der Erfolg des Artikels diesem agressiven Stil recht. Das könnte man hier also "die hässliche Fratze des Journalismus" nennen.
    • whu 07.04.2014 13:07
      Highlight Highlight Früher hat man in den Staaten die Eisenbahn verteufelt und was ist passiert?
      Die Lehre ist: In die Zukunft schauen ist eben besser. Alleine ist je länger je schwieriger. Innovationen wie EU brauchen Zeit.
    • kaiser 08.04.2014 00:57
      Highlight Highlight @whu. Ich wollte eigentlich nur die reisserische Aufmachung des Artikels kritisieren. Aber zum Thema EU: Sie haben recht! In die Zukunft schauen ist besser! Alleine waren wir nie und werden wir hoffentlich nie sein. Wir sind ein Teil von Europa, ein Teil der Welt. Das EU-Parlament wird nur alle 5 Jahre gewählt. Die Wahlbeteiligung war 43% 2009 - Tendenz abnehmend. Mitbestimmung ansonsten? Der ganze Aparat EU ist undurchsichtig organisiert zB. Ausschüsse und deren Massnahmen sprich Gesetze und Verordnungen. Wie soll eine Debatte bei 766 Parlamentariern stattfinden? Ich finde die Idee eines Staatenbunds grundsätzlich richtig. Aber nicht so! Wo ist diese aufblühende Kultur in der EU? Die Nationalisten sind im Vormarsch und dafür hat die Organisation EU seinen Beitrag geleistet. Auch in der Schweiz tut die EU alles dafür unbeliebt zu sein und reagiert mit Repression auf demokratische Volksentscheide zur Selbstbestimmung. Innovationen brauchen Zeit, dann seien wir doch nicht so ungeduldig und geben der EU die Zeit die sie braucht um funktionierende Strukturen zu schaffen.
  • Christian Kälin 06.04.2014 22:53
    Highlight Highlight auf einer cd würde stehen: attention - explicit lyrics
  • Wally Malone 06.04.2014 22:22
    Highlight Highlight Frage: Möchten alle Schweizer EU-Sympathisanten in der EU leben, so wie alle Schweizer Sympathisanten der Linken in Russland leben möchten? ... wohlgemerkt, ich bin kein "Rechter"!
    • goschi 07.04.2014 08:53
      Highlight Highlight Ich glaube Sie verkennen die Lage.
      Nicht jeder, der gegen Isolationismus und gefährlich arrogante Selbstherrlichkeit ist, die gewisse nationalistische Subjekte gerade zeigen befürwortet einen EU-Beitritt.
      Ich zB bin gegen einen EU-Beitritt, sehe den gangbaren Weg aber in soliden bilateralen Abkommen.
      Dieser Weg, der es unserer Wirtschaft auch ermöglicht, am EU-Markt zu prosperieren (und ja, unsere Wirtschaft ist auf den EU-Markt angewisen, daran gibt es keine Zweifel) wird aber gerade durch solche Initiativen wie der MEI und dem Reduit-Gebaren zu vieler hier verunmöglicht, weil der basiert auf Gegenseitigkeit, das heisst auch wir, die Schweizer müssen etwas dazu leisten und zutun und uns evtl. an einigen Orten anpassen.
      Das ist einfach eine Realität, ob sie einem passt oder nicht, man muss sich damit abfinden, nur durch Verleugnung wird diese Tatsache nicht verschwinden.
      Und hierauf spielt dieser Artikel an.
    • Wally Malone 07.04.2014 21:40
      Highlight Highlight Sie glauben, ich würde die Lage verkennen? Ja, dann glauben Sie am besten einfach weiter ... da ich ja nicht Ihrer Meinung bin. Gerade Sie, der allen anderen Engstirnigkeit vorwirft - zuweilen grotesk (schmunzel).
  • mak 06.04.2014 21:46
    Highlight Highlight schade für watson....
  • mope 06.04.2014 20:47
    Highlight Highlight Zeigt Watson mit diesem Artikel seine Ausrichtung? Oder wird von Seiten mieser Abstimmungs-Unterlegener gut geschmiert und gesalbt?
    • goschi 07.04.2014 08:49
      Highlight Highlight Jetzt sind Abstimmungs-Unterlegene schon mies?
      ich möchte daran erinnern, dass Journalismus frei sein muss, sich nicht "dem Volkswillen" zu unterwerfen hat und keiner Mehrheit verpflichtet ist.
      Erst recht gilt dies, wenn diese Mehrheit derart knapp ist, dass es sehr heikel ist, darauf basierend derart zu poltern, wie es aktuell die Abstimmungs-Gewinner tun, die sich gerade als schlechte Gewinner zeigen und mit ihrem Gebaren gerade eine Spaltung vorantreiben, dies es zu verhindern gälte.
    • Roland Rutz 07.04.2014 13:27
      Highlight Highlight @Andreas Kunz

      Bin soweit Ihrer Meinung. Die Medienfreiheit ist nur noch mehr oder weniger ein geschriebenes Wort. Thema Krim: da wurde uns nur gezeigt, was gezeigt werden wollte. Aber die hässliche Gegenseite, welche jedoch wahr, Menschenrechtswidrig und absolut intolerant war, verbrochen durch die Opposition (möchte Janukovitsch überhaupt nicht verteidigen), wurde uns schön vorenthalten, nur um der 'besseren' Seite beizustehen.
      Medienfreiheit ist richtig, sollte aber definitiv der Wahrheit entsprechen.
      Nun aber jeden EU-Gegner als EU-Hasser hinzustellen, das geht nun gar nicht. Und da enttäuscht mich in diesem Artikel watson, wie auch unsere Euro-Turbos und die EU-Politiker. Wir sagen nicht nein zu den Bilateralen. Aber wir sagen NEIN zur Fremdkontrolle und zu Drohungen.
      Dass wir auf die EU angewiesen sind, stimme ich teils bei. Jedoch würde die Schweiz ohne EU nicht untergehen, da wir auch ausserhalb der EU Handelspartner haben, mit denen wir die Wirtschaft weiter ausbauen könnten.
      Aber eben: die Befürworter der MEI haben ja anscheinend die Schweiz zu Grabe getragen... Hört doch mal auf mit diesem Schwachsinn!
  • Rondi 06.04.2014 19:49
    Highlight Highlight Ein sehr guter Artikel. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
  • Piti 06.04.2014 17:01
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist wie die EU, absolut nicht neutral. So sieht kein Journalismus aus. Meine Meinung, und die ist ja hoffentlich noch frei.
  • Donald 06.04.2014 16:09
    Highlight Highlight Natürlich ist die EU nicht einfach nur schlecht. Sie hat aber das gleiche Problem wie viele andere Gebilde. Leute die oben sind, wollen immer mehr Entscheidungen treffen und meinen natürlich, sie sind die besten Leute, um dies zu tun. Ähnlich ist es übrigens auch bei uns. Immer mehr Kompetenzen werden den Kantonen weggenommen. Da hilft nur ein System, welches dies so gut wie möglich verhindert. So wie dies beispielsweise die direkte Demokratie ist. Natürlich kann auch ein Trotz-System, welches im Artikel beschrieben wird. Ich weiss aber nicht, ob dies über lange Zeit Erfolg haben wird. Übrigens gelüstet die EU immer mehr nach militärischer Macht, dies ist nur noch eine Frage der Zeit. Schlussendlich muss man sagen, dass Föderalismus und Subsidiarität jedem noch so tollen zentralistischen System langfristig überlegen sind.
  • ChPetrus 06.04.2014 14:29
    Highlight Highlight zss bei aller Objektivität, was soll dieser Artikel. So töipele sollte ein Profi nicht wirklich. Hilfreich ist das Geplapper eh nicht.
  • Celtico 06.04.2014 13:43
    Highlight Highlight Die FIFA ist seit 1932 in Zürich, hat also mit dem kalten Krieg und EU gleich mal gar nichts zu tun. Und das man aus Omeletten keine Eier mehr machen kann ist eine physikalische Tatsache und taugt demzufolge überhaupt nicht als Vergleich mit einer 'elitenhaften' Konstruktion à la EU. Und das Schottland von England weg will hat auch nichts mit der EU zu tun, dito die Katalanen. Schlecht begründete EU Lobhudelei unter Verkennung der Wünsche der Menschen in den betroffenen Länder.
    • goschi 07.04.2014 08:46
      Highlight Highlight Auch 1932 war die Schweiz bereits ein neutrales Land zwischen zwei grossen Blöcken, nur waren diese Blöcke damals anders beschaffen, deswegen stimmt die Aussage des Autors hier durchaus.
      Die Schweiz war als neutraler Standort damals sehr wichtig, nur heute ist eine Neutralität nicht mehr in der damaligen Form möglich, auch wenn dies die SVP nicht einsehen will, wir sind heute ein global vernetzter Staat und die heutige Wirtschaft erlaubt es einfach vielfach nicht mehr, sich komplett neutral zu verhalten.
      Das bedeutet nicht, dass wir nicht trotzdem bestrebt sein sollen, uns aus grossen Blöcken herauszuhalten und uns der sachlichen Neutralität zu verpflichten, aber dies ist eben nicht mehr als absolutes Credo möglich.
  • Lowend 06.04.2014 13:38
    Highlight Highlight Herzlichen Dank für diese klaren Worte. Wir müssen diesen EU-Hassern endlich Paroli bieten, denn diese finsteren Kräfte Versuchen seit Jahrzehnten Europa zu destabilisieren und träumen insgeheim schon von einem 3. Weltkrieg.
    • Stratosurfer 06.04.2014 16:03
      Highlight Highlight Was für ein Quatsch. Die heutige EU hat rein gar nichts mehr mit dem ursprünglichen Friedensgedanken zu tun. Sie ist zu einem reinen Wirtschaftsunion mit zentraler Geldpresse und einer tönernen Finanzpolitik degeneriert. Die Schweiz sollte in erster Linie gemolken werden, um die realitätsfremden Ziele der EU Fuktionäre zu finanzieren. Ich war früher EU-Befürworter aber die unbedachte Osterweiterung war der Todesstoss für den Retorten-Koloss.
      Ausser einem scheinbaren finanziellen Vorteil werden die heutigen EU Staaten nie einen Konsens, geschweige denn eine gemeinsame Identität finden. Genau dies war jedoch das ursprüngliche Ziel der Europäischen Gemeinschaft.
    • papparazzi 06.04.2014 17:14
      Highlight Highlight Ach ja, und Sie sind demzufolge Luke Skywalker? ut (dp)
  • Jol Bear 06.04.2014 13:07
    Highlight Highlight Autor Löpfe idealisiert die EU - Schönfärberei versus Realität: Enorme Arbeitslosigkeit, besonders eine ganze Generation Jugendlicher, wirtschaftlicher Niedergang in Südeuropa. Ökonomische Zustände, herbeigeführt von einer EU-Zentrale, mit demokratisch nicht legitimierten Entscheiden und richtig: ohne Armee oder Polizeigewalt wurden wirtschaftliche Verhältnisse wie in krigsgeplagten Ländern herbeiregiert. Die EU muss schnellstens Macht abgeben, die Staaten und Regionen müssen mehr Verantwortung erhalten, vor allem bzgl. Steuern und Finanzhaushalten, sonst steht sie am Beginn ihres Endes, so wie andere abstrakte Staatsgebilde.
  • Affi 06.04.2014 12:54
    Highlight Highlight Die Gedanken sind frei und so soll es auch bleiben. Aber mit solchen Pro-Euro-Artikeln macht ihr euch keine Freunde!
    Hätte man diesen Artikel etwas anders verpackt wäre er auch sehr spannend! Aber mit dieser Art und Weise ist doch fraglich ob watson oder seine Journalisten nicht zu sehr von unserer Politik geprägt sind.
    Für mich ist eine neutrale Aussage in den Medien sehr wichtig, damit ich mir auch meine eigene Meinung bilden kann .... aber ganz sicher nicht so!
    • goschi 06.04.2014 13:16
      Highlight Highlight Man macht sich vielleicht Sie nicht als Freund, wenn man einmal nicht Anti-EU ist, aber wenn sie den Artikel gelesen und auch verstanden hätten, würden sie erkennen, dass er kein Pamphlet zum EU-Beitritt ist, sondern einfach einmal schildert, dass nicht alles an der EU schlecht ist und wir nicht einfach gegen die globale Lage agieren können.

      Nicht alles was nicht Anti-EU ist, ist gleich "böse Pro-EU".
    • Wally Malone 06.04.2014 15:32
      Highlight Highlight Lieber Goshi und alle anderen EU-Jünger (diese Anrede ist nicht petsönlich und nur rein provokativ gemeint), wahrscheinlich ist es für jemanden in der Schweiz so oder so schwierig zu verstehen, wie es in wirklichkeit ist, wahrhaftig in einem EU Staat zu leben und nach deren Regeln zu spielen.
    • Affi 07.04.2014 12:33
      Highlight Highlight Ach "goschi" ... sobald Ihnen die Reaktion Ihrer Leser nicht passt, heisst es man hätte die Sache (oder den Artikel mit Ihren Worten ausgedrückt) nicht verstanden. Es ist doch schon irgendwie ein Armutszeugnis in dieser Weise zu argumentieren! Wie schon geschrieben ... schade ...
  • Bansky 06.04.2014 12:42
    Highlight Highlight sehr schlechter artikel
    !
    • Kamil B. 06.04.2014 13:15
      Highlight Highlight Sehr schlechter Kommentar.
  • Bebr 06.04.2014 12:18
    Highlight Highlight Ausgezeichnet geschrieben! Ich stimme weitgehend zu.
    Aber aus meiner Sicht haben die "Europa-Hasser" (oder lieber EU-Kritiker, ist neutraler) auch noch andere Beweggründe für ihre Einstellung. Beispielsweise ein gesundes Misstrauen gegenüber einem gigantischen politischen Konstrukt, welches leider eben so instabil wie mächtig ist.
  • goschi 06.04.2014 12:15
    Highlight Highlight Guter Artikel, danke dafür!

    Jetzt müssten unsere ganzen Geranien-Schweiz-Träumer dies nur auch noch verstehen und nicht in ihrem fast fundamentalen Weltbild einfach als "linke Lüge" abtun
    • Lumpirr01 06.04.2014 12:53
      Highlight Highlight Das habe ich mir gedacht, Dass Du Goschi diesen Artikel toll findest. Der typische Europa - Hasser existiert doch gar nicht. Wir alle sind gerne Europäer, und haben überall unsere ausländischen Freunde, aber müssen wir denn uns wirklich alles von diesen Technokraten von Brüssel vorschreiben lassen, was bei uns schon bestens geregelt ist und funktioniert?
    • goschi 06.04.2014 13:14
      Highlight Highlight Darum geht es doch gar nicht und auch in diesem Artikel geht es nicht darum.
      Würden sie nicht einfach reflexartig alles, was nicht gleich Anti-EU ist als EU-Fan abstempeln, ergo in ein rein schwarz-weisses Weltbild abdriften, würden Sie dies auch merken.

      Es geht darum, dass sich gerade die Lage der Schweiz in einer globalisierten Rolle verändert hat, dass Abschottungsmentalitäten schädlich sind, immer, dass die EU nicht einfach per Definition böse ist, sondern eben auch enorm viel gutes gebracht hat, usw.
      In unserem Wahn, "den Grossen da oben!" eins auszuwischen, Gesslers hut eben nicht zu grüssen, schaden wir Schweizer uns sehr oft selber, weil wir dem irrationalen traum nachhängen, dass wir gefälligst immer alles kriegen müssen, was wir wollen und wenn wir es nicht kriegen, lehnen wir ab und dann, ein paar Jahre später müssen wir unter zugzwang dann sehr oft viel schlechteren Bedingungen zusagen, weil wir in unseren Stolz und unserer Arroganz die realitäten verkannten.
      und gerade die MEI ist ein Beleg dafür, die Beweggründe der Zustimmer mögen sehr verschieden gewesen sein, der grundsätzliche Gedanke dahinter war aber stark obiges Wetbild.
  • Alnothur 06.04.2014 11:59
    Highlight Highlight Was für ein schrecklich undifferenzierter, grässlicher und nutzloser Hetzer-Beitrag. Schön, bin ich nun als EU-Kritiker gleich als "beschissener Nationalist" abgestempelt. Der Zitatemissbrauch ist auch ein Graus. Die Alternative zur heutigen EU ist übrigens auch ganz einfach: Eine neue EU. Nach Schweizer Vorbild.
  • papparazzi 06.04.2014 11:45
    Highlight Highlight Göbbels hätte seine Freude gehabt an solchen Headlines...Und wenn ihr so weiter schreibt kommt dann irgendwann auch ein Artikel darüber "Warum die linken stinken und versinken"? Also hallo... genug ist genug... wenn ihr so weiter schreibt dann hat das bestimmt noch Echoreaktionen der bürgerlichen zur Folge... wir werden sehen. Für mich beginnt bei dieser Grenze der emotionale, subjektive und irrelevante Journalismus. ut (dp)
    • goschi 06.04.2014 13:07
      Highlight Highlight Und schon im zweiten Kommentar wurde Gowdins-Law bestätigt und ihr Kommentar mit dem ersten Wort direkt diskussionsunwürdig, gratuliere andere brauchen dafür wenigstens einen Absatz.
  • Romeo 06.04.2014 11:42
    Highlight Highlight Wo ist hier der "like" Knopf ? Bin kein Linker; aber das haben wir der SVP zu verdanken. Der Schweiz zuliebe... ha ha ha

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