DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Arbeitslosenquote steigt im Mai weiter an – aber nur leicht

09.06.2020, 08:06

Der Schweizer Arbeitsmarkt hat im Mai die Folgen der Coronakrise weiter zu spüren bekommen. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3.4 von 3.3 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Um saisonale Faktoren bereinigt lag sie bei ebenfalls 3.4 Prozent nach 3.1 Prozent im Vormonat.

Die Quote erreichte damit den höchste Wert seit Februar 2017. Allerdings war der Anstieg nicht mehr so drastisch wie im Vormonat, als die Arbeitslosenquote auf 3.3 von 2.9 Prozent gesprungen war.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Vor der Krise – im Februar – hatte sie noch bei 2.5 Prozent gelegen, im letzten Sommer war sie sogar auf ein Mehrjahrestief von 2.1 Prozent gesunken.

Ökonomen hatten im Vorfeld für den Mai zum Teil mit einem noch höheren Wert gerechnet. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Experten hatten Werte zwischen 3.4 und 3.8 Prozent geschätzt.

Anstieg bei vielen Untergruppen

Insgesamt waren Ende Mai 155'998 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das waren 2585 mehr als noch im Vormonat.

In vielen Untergruppen stieg die Arbeitslosenquote leicht an, bei den Jugendlichen (15-24-Jährige) auf 3.4 von 3.3 Prozent und bei den 25- bis 49-Jährigen auf 3.7 von 3.6 Prozent. Sie nahm bei den Ausländern (5.9% nach 5.8%) zu sowie bei den Frauen (3.2% nach 3.1%). In den anderen Untergruppen blieb sie stabil.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 232'982 Stellensuchende gezählt, das waren 1786 mehr als im Vormonat. Die Zahl der als offen gemeldeten Stellen nahm auf der anderen Seite um 1714 auf 16'701 ab.

Kurzarbeit schon im März angestiegen

Wie üblich wurden auch Angaben zur Kurzarbeit gemacht. Offiziell liegen allerdings erst die Werte für den März vor. Damals waren laut den Angaben 782'436 Personen von Kurzarbeit betroffen. Die Anzahl der betroffenen Betriebe lag bei 97'205 und die ausgefallenen Arbeitsstunden bei 36.48 Millionen.

Hier gab es in den letzten Tagen jedoch neuere Angaben. So beantragten bis Mitte Mai ungefähr 190'000 Firmen für rund 1.94 Millionen Personen Kurzarbeitsentschädigung. Das entspricht 37 Prozent der Angestellten im Land.

Kurzarbeit gilt als ein Instrument gegen die sonst drohenden Massenentlassungen. Entsprechend ist der Hauptzweck dieser Massnahme, Arbeitsplätze zu erhalten. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

1 / 59
Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So wirkt sich eine Maske auf die Verbreitung von Viren aus

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Müssen Migros und Coop zittern? Der mexikanische Valora-Käufer hat grosse Expansionspläne
Die Übernahme des Kioskkonzerns ist ein Paukenschlag im Schweizer Detailhandel. Doch beim Deal gibt es einige Fragezeichen. Es könnte sogar noch zu einer spektakulären Wende kommen.

Das war's dann wohl. Der traditionsreiche Schweizer Kioskkonzern Valora mit Sitz in Muttenz dürfte schon bald in mexikanische Hände übergehen. Der südamerikanische Detailhändler Femsa hat den Baselbietern ein Angebot gemacht, das sie offenbar nicht ablehnen können. Rund 1.1 Milliarden Franken in bar - oder 260 Franken pro Aktie - liegen auf dem Tisch. Der Verwaltungsrat empfiehlt dem Aktionariat das Angebot anzunehmen.

Zur Story