Schweiz
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Liveticker

USA: Striktere Massnahmen könnten wieder nötig sein ++ Zweite Bieler Kita mit Covid-Fall



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Team watson
21:43
Trotz steigender Zahlen will Mexikos Präsident möglichst bald lockern
Trotz der weiter grassierenden Corona-Pandemie will Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. «Wir müssen uns jetzt mental darauf vorbereiten, wieder rauszugehen, unsere Freiheit wiederzuerlangen und Verantwortung zu übernehmen», sagte der Staatschef am Freitag. Damit widersprach er direkt den Empfehlungen der Gesundheitsexperten des lateinamerikanischen Landes. «Die Covid-19-Epidemie ist noch nicht vorbei. Deshalb können und sollten wir nicht auf die Strassen gehen», sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, in einer Videobotschaft.
MEXICO PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
In Mexiko haben sich bislang rund 134'000 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, fast 16'000 Patientinnen und Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahlen steigen von Tag zu Tag noch immer kräftig an.

Die Corona-Krise hat auch die mexikanische Wirtschaft hart getroffen. Über eine Million Arbeitsplätze gingen bislang verloren, im April brach die Industrieproduktion um rund 30 Prozent ein. Besonders leiden die Millionen Beschäftigten im informellen Sektor unter dem Stillstand. (sda/dpa)
21:17
In den USA könnten striktere Corona-Massnahmen wieder nötig werden
USA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Angesichts anhaltender Coronavirus-Neuinfektionen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC alle Bewohnerinnen und Bewohner der USA dazu aufgerufen, die Situation weiter ernst zu nehmen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte der bei der CDC für Infektionskrankheiten zuständige Jay Butler am Freitag bei einer telefonischen Pressekonferenz. Auch neue strikte Ausgangsbeschränkungen «könnten wieder nötig werden». Das müsse auf lokaler Ebene je nach Infektionsgeschehen entschieden werden.

CDC-Direktor Robert Redfield rief alle US-Amerikaner dazu auf, sich weiter an Abstands- und Hygieneempfehlungen zu halten. «Wir machen echte Fortschritte, aber es bleibt noch viel Arbeit.» In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben sich nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore bereits mehr als zwei Millionen Menschen seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Landesweit starben bisher knapp 113'000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 - mehr als in jedem anderen Land der Erde.

Nachdem so gut wie alle Bundesstaaten als Reaktion auf die Pandemie Beschränkungen angeordnet hatten, gab es zuletzt fast überall Lockerungen. In zahlreichen Bundesstaaten stieg die Zahl der Neuinfektionen jedoch an. Die CDC verfolge das genau und sei «sehr besorgt», sagte Butler. «Wir verstehen, dass wir alle keine Lust mehr darauf haben, zu Hause zu bleiben, und das Leben zurückhaben wollen, dass wir im Dezember hatten.» Die Rückkehr dazu müsse aber «so sicher wie möglich» geschehen. (sda)
21:01
Wegen Corona gestrandete Seefahrer bereiten der UNO Sorgen
Virus Outbreak France
In der Coronavirus-Krise machen sich die Vereinten Nationen Sorgen um Hunderttausende auf den Weltmeeren gestrandete Seefahrer. Aufgrund von Reisebeschränkungen hätten Hunderttausende der insgesamt rund zwei Millionen Seefahrende weltweit seit bis zu 15 Monaten ihre Schiffe nicht verlassen können, sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag laut Mitteilung in New York.

Das sei «eine sich vergrössernde humanitäre Krise und eine Sicherheitskrise». Guterres rief alle Länder dazu auf, die Arbeit der Seefahrer als systemrelevant anzusehen und sicherzustellen, dass Crews sicher ausgetauscht werden könnten. (sda/dpa)
20:50
Ukraines Präsident ist wegen Corona-Infektion seiner Frau eingeschränkt
urn:newsml:dpa.com:20090101:200610-99-379565
In der Ukraine ist Präsident Wolodymyr Selensky wegen einer Coronavirus-Infektion seiner Ehefrau Olena zu einem «besonderen Arbeitsregime» übergegangen. Da das Staatsoberhaupt gemäss der Verfassung seine Vollmachten nicht delegieren könne, werde es keine komplette Selbstisolation sein, teilte das Präsidentenbüro am Freitag in Kiew mit. Dennoch werde der 42-Jährige auf Dienstreisen verzichten und physische Kontakte auf seine Berater und Leibwächter beschränken. Zudem werde er täglich auf das Virus getestet. Ob der Präsident von zu Hause arbeitet, wurde nicht mitgeteilt.

Wenige Stunden zuvor hatte sich seine 42-jährige Ehefrau nach dem Bekanntwerden ihrer Infektion in Selbstisolation begeben. Tests bei Selenskyj und den beiden Kindern des Paares seien negativ gewesen. In dem osteuropäischen Land sind bisher etwa 30'000 Infektionen nachgewiesen worden. Knapp 900 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19. (sda/dpa)
19:37
Mütter sollen ihre Babys auch bei Corona-Infektion stillen, sagt WHO-Chef
SWITZERLAND JET EAU FOUNTAIN
Mütter sollen ihre Neugeborenen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auch bei vermuteter oder bestätigter Corona-Infektion stillen. «Die Vorteile des Stillens überwiegen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf.

Kinder hätten nach aktuellem Forschungsstand der WHO ein geringeres Risiko, sich mit Corona anzustecken. Allerdings seien sie deutlich anfälliger für andere Krankheiten, wenn sie nicht gestillt werden. «Frauen sollten in keinem Fall von ihren Babys getrennt werden», so Tedros.

Kinder und Jugendliche seien in der Pandemie besonders gefährdet. Viele Heranwachsende hätten nur in der Schule Zugang zu einem Arzt und würden dort dringend benötigtes Essen bekommen. Durch die Schliessung der Bildungseinrichtungen sei das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen bedroht. Teenager hätten in der Isolierung auch ein höheres Risiko, Depressionen oder Angstzustände zu entwickeln. Deshalb müsse Therapie bei psychischen Probleme verfügbar sein. (sda/dpa)
19:34
Nordmazedonien verlängert Corona-Notstand nicht, trotz steigender Neuinfektionen
POLAND NORTH MACEDONIA DIPLOMACY
Der nordmazedonische Präsident Stevo Pendarovski wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht mehr verlängern. Dieser wird infolgedessen am Sonntag auslaufen, teilte der Politiker am Freitag in der Hauptstadt Skopje mit. Das kleine Balkanland hatte die Massnahme nach Ausbruch der Corona-Pandemie Mitte März eingeführt und dann um jeweils zwei beziehungsweise vier Wochen verlängert.

Nordmazedonien ist mit seinen zwei Millionen Einwohnern von der Pandemie nicht besonders hart betroffen. Bis zum Freitag waren dort 3701 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Zahl der akuten Fälle wurde mit 1836 angegeben, die der Toten mit 171.

In den vergangenen Tagen verzeichnete das Land allerdings wieder kräftigere Anstiege der Erkranktenzahlen. So wurden von Donnerstag zum Freitag 164 neue Fälle bekannt. Die Anstiege werden auf grosse Familienfeiern in den albanisch bevölkerten Landesteilen am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan zurückgeführt.
19:30
New York installiert 74 000 Klimaanlagen für Senioren
Angesichts der Corona-Pandemie will die Stadt New York besonders gefährdeten Senioren 74'000 Klimaanlagen zur Verfügung stellen. In den ersten Wochen des Programms seien mit rund 4500 Geräten acht Mal so viele verbaut worden, wie im gesamten letzten Jahr, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio am Freitag.

Die Klimaanlagen sollen Risikogruppen dabei helfen, zu Hause bleiben zu können. In der Millionenmetropole New York herrscht besonders im Juli und August oft schwüles Wetter mit Temperaturen über 40 Grad. Die Stadt ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Die Maschinen sollen grösstenteils in Projekten im sozialen Wohnungsbau zum Einsatz kommen. Die dazugehörige Behörde NYCHA verwaltet insgesamt rund 170'000 Wohnungen in der Stadt, viele davon an Senioren. Ausserdem wolle die Stadt die Energiekosten von rund 440'000 Familien in den kommenden Monaten mit rund 70 Millionen Dollar bezuschussen, versprach de Blasio. (sda/dpa)
19:10
Positiver Corona-Fall verzögert Neustart in Rumänien
Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes im rumänischen Profifussball wird aufgrund positiver Coronavirus-Tests nicht wie geplant stattfinden. Das für Freitag geplante Erstligaspiel zwischen Universitatea Craiova und FC Botosani wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, weil beim Mannschaftsarzt von Botosani eine Infektion festgestellt wurde. Aufgrund des positiven Befundes müssen sämtliche Spieler des Klubs nun für zwei Wochen in Quarantäne.

Verschoben wurde zudem das für Samstag geplante Spiel von Dinamo Bukarest gegen Chindia Targoviste. Der Grund: Ein Mitarbeiter von Dinamo aus dem Bereich Logistik ist mit dem Coronavirus infiziert.

Der unterbrochene Spielbetrieb wird somit einen Tag später als geplant am Samstag aufgenommen, es stehen die Spiele zwischen FC Voluntari und Academica Clinceni sowie Sepsi OSK gegen FC Hermannstadt an. (sda/dpa)
18:20
Weitere Bieler Kita von Covid-Fall betroffen
SCHWEIZ ZUERICH CORONAVIRUS GFZ KINDERTAGESSTAETTE
In Biel ist eine weitere Kita-Betreuungsperson positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie der Kanton Bern am Freitag mitteilte. Die Betroffene und die Kinder ihrer Gruppe befinden sich bis am 22. Juni in Quarantäne.

Ein Zusammenhang mit dem am Donnerstag bekanntgewordenen Covid-Fall in einer anderen Kita sei nicht ersichtlich, heisst es in der Mitteilung. Ob eine weitergehende Quarantäne angeordnet werden muss, werde derzeit abgeklärt. Das Kantonsarztamt führe mit Hochdruck das Contact-Tracing durch und gehe betroffene Personen aktiv an.

Die andere Bieler Kindertagesstätte war geschlossen worden, weil sich eine Person aus dem Betreuungsteam mit dem Coronavirus infiziert hat. Diese Kita bleibt während der Quarantänezeit geschlossen. Diese dauert bis zum 15. Juni.

Die beiden Bieler Coronafälle hätten nach heutigem Kenntnisstand keinen ersichtlichen Zusammenhang, schreibt der Kanton. In Biel sei kein sprunghafter Anstieg an Covid-19-Erkrankungen festzustellen.

Jede Kita müsse über ein Schutzkonzept verfügen und dieses einhalten. Alle Kitas im Kanton seien gebeten zu prüfen, ob ihr Schutzkonzept aktuell sei und strikt befolgt werde. Musterschutzkonzepte für Kitas stehen auf der Webseite von Kibesuisse zur Verfügung. (sda)
16:47
Corona-Notkredite von KMU zu weniger als der Hälfte beansprucht
Die Schweizer KMU haben in der Coronakrise rasch und unkompliziert durch den Bund garantierte Überbrückungskredite erhalten. Wie eine Umfrage bei Banken zeigt, haben die Unternehmen die gesprochenen Kredite über insgesamt gut 15 Milliarden Franken bisher noch zu weniger als der Hälfte genutzt. Erste KMU zahlen die Kredite bereits zurück.

Die Beanspruchung der erteilten Covid-19-Kredite durch die Unternehmen beziffern fast alle der befragten Banken gegenüber der Nachrichtenagentur AWP mit Werten unter 50 Prozent. Darüber liegt nur die Aargauische Kantonalbank (AKB), welche die Nutzung auf 60 Prozent beziffert. Befragt wurde eine Reihe von Bankinstituten, die - gemessen an der Kreditsumme - gemeinsam deutlich mehr als die Hälfte der Überbrückungskredite vergeben haben.

Zahl der Kredite leicht rückläufig
Eingeführt wurden die Covid-19-Überbrückungskredite am 26. März mitten im «Corona-Lockdown». Seither haben die am Programm beteiligten Bankinstitute an insgesamt 128'616 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Überbrückungskredite in der Höhe von 15,2 Milliarden Franken gesprochen, wie den neusten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu entnehmen ist.

Der grosse «Ansturm» auf die Corona-Kredite mit tausenden Kreditanträgen pro Tag war Ende März und in der ersten Aprilhälfte erfolgt, noch im Mai gab es teilweise schweizweit mehrere hundert Anträge. In den vergangenen beiden Tagen war nun die Zahl der täglichen Kreditanträge - nach Abzug der zurückgewiesenen Anträge - nun gar erstmals wieder leicht rückläufig. (awp/sda)
16:44
Schweizer Corona-Warn-App gilt als sicher und robust
Die Schweizer Corona-Warn-App ist sicher. Das bescheinigen ihr zwei Cybersicherheits-Organe des Bundes. Die Stellen begleiteten die Entwicklung eng.
SWITZERLAND CORONAVIRUS OUTBREAK TRACING APP
Dabei wiesen sie immer wieder auf Sicherheitsprobleme hin, wie das Computer Security Incident Response Team des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) und die Stelle Govcert-ch (Swiss Government Computer Emergency Response Team) in einem am Freitag veröffentlichten Bericht festhielten.

Das ganze System weise nun einen hohen Grad an Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre auf. Das von der ETH Lausanne entwickelte Protokoll sei durchdacht und sehr robust. Es habe den richtigen Ansatz zur Feststellung der Annäherung an eine mit dem Coronavirus infizierte Person.

Die Möglichkeit einer Nutzer-Identifizierung sei ausreichend ausgeschlossen. Die Anonymität einer Nutzerin bzw. eines Nutzers, der sich eine Infektionsmeldung herunterlade, sei ebenfalls genügend gewährleistet. (sda)
16:11
Weitere Museen öffnen in Berlin öffnen
Nach der Öffnung der ersten staatlichen Museen sollen in Deutschlands Hauptstadt Berlin noch im Juni fünf weitere Häuser ihre Türen nach der Corona-Pause wieder aufschliessen. Besucherinnen und Besucher können dann auch wieder Nofretete im Neuen Museum auf der Museumsinsel bewundern.
DEUTSCHLAND MUSEUM "NEUES MUSEUM"
Das Neue Museum, einer der touristischen Höhepunkte Berlins, wird wie das Kupferstichkabinett und die Kunstbibliothek am 19. Juni wieder offenstehen, wie die Staatlichen Museen am Freitag mitteilten. Es folgen das Museum für Fotografie (25. Juni) und das Museum Europäischer Kulturen (27. Juni).

Für alle Besuche gelten Maskenpflicht und die üblichen Vorgaben für Hygiene und Abstände. Um Schlangen wartender Besuchenden zu vermeiden, sollen zudem Tickets nur mit Zeitfenster verkauft werden, die zuvor auch online gebucht werden können.

Die ersten Museen hatten vor einem Monat wieder geöffnet. Dabei wurden auf der Museumsinsel die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum und das Pergamon-Panorama für Besucherinnen und Besucher aufgeschlossen. Am Kulturforum eröffnete die Gemäldegalerie. Alle Museen der Stiftung waren wegen der Pandemie seit dem 14. März geschlossen. (sda)
15:09
Putin feiert ohne Maske und Distanz Russlands Unabhängigkeit
Kremlchef Wladimir Putin hat sich am 30. Jahrestag der russischen Unabhängigkeit überzeugt gezeigt, dass die umstrittene Verfassungsänderung bei der Volksabstimmung am 1. Juli besiegelt wird.

Die Mehrheit der Russen halte die Änderungen für notwendig, sagte Putin in Moskau am «Tag Russlands». Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Wochen trug er am Freitag – anders als in Moskau wegen der Corona-Pandemie vorgeschrieben – keine Maske. Viele Gäste der Zeremonie mit einem feierlichen Hissen der Staatsflagge hatten weder Handschuhe an noch einen Mund- und Nasenschutz. Niemand wahrte die soziale Distanz, wie selbst Staatsmedien hervorhoben.

Der 67-jährige Putin umarmte Russlands Ärztepräsidenten Leonid Roschal, der in Maske und mit Handschuhen erschien. Der 87-Jährige wurde als «Held der Arbeit» ausgezeichnet. Die Zahlen der Corona-Infektionen steigen in Russland täglich um mehr als 8000. Bis Freitag waren 511 423 Erkrankungen gemeldet.

Russland stimmt ungeachtet der hohen Zahlen am 1. Juli über eine neue Verfassung ab. Das neue Grundgesetz beinhaltet neben sozialen Versprechen auch eigens eine Annullierung der bisherigen Amtszeiten Putins. Damit könnte er 2024 und 2030 noch einmal zur Wahl antreten – und mit Stand heute noch etwa 16 Jahre regieren. Vor mehr als 20 Jahren wurde Putin erstmals Staatschef. Nach der Verfassung sind zwar nur zwei Amtszeiten erlaubt. Für Putin gilt einem Sonderpassus zufolge aber eine Ausnahme. Kritiker werfen ihm deshalb vor, die Verfassung für den eigenen Machterhalt zu missbrauchen.

Russlands Marine nahm zum Feiertag das ultramoderne Atom-U-Boot «Knjas Wladimir» offiziell in ihren Bestand auf. Benannt ist das mit Interkontinentalraketen und Atomsprengköpfen bestückbare U-Boot nach Fürst Wladimir. Die russisch-orthodoxe Kirche verehrt ihn als Heiligen, weil er vor mehr als 1000 Jahren die Christianisierung des ostslawischen Reiches eingeleitet haben soll. Das Atom-U-Boot ist die modernste Ausgabe der riesigen Borej-Klasse und kann mit 16 Bulawa-Atomraketen bestückt werden. Staatsmedien feierten den 170 Meter langen Kreuzer als das «tödlichste» aller Atom-U-Boote. (sda/dpa)

RUSSIA GOVERNMENTN PUTIN DAY OF RUSSIA
14:25
Schweizer Bevölkerung meidet wegen Corona noch immer Zug und Bus
Gymnasien und Berufsschulen führen seit Montag wieder Präsenzunterricht. Aber die Züge und die Postautos sind nur zur Hälfte voll - die Frequenzen sind nicht annähernd so hoch wie vor der Corona-Pandemie.

Nach und nach habe das Passagieraufkommen wieder zugenommen, um ungefähr 55 Prozent in den Regionalzügen und 45 Prozent auf den grossen Schnellverbindungen zu erreichen, sagte am Freitag SBB-Sprecher Frédéric Revaz. Zur Spitzenzeit der Pandemie war das Passagieraufkommen um etwa 90 Prozent gesunken.

Auch Postauto ist noch weit entfernt von den Frequenzen vor der Krise, wie Sprecher Urs Bloch sagte. Aber zunehmend mehr Personen benützten die Busse der Post.

Ausnahmen gibt es im Kanton Graubünden, etwa auf den Postauto-Linien Chur-Lenzerheide oder Chur-Flims, Eigenthal. Dort waren an Auffahrt und an Pfingsten so viele Menschen unterwegs wie in den früheren Jahren.

Wie bei den SBB sind die Passagierzahlen bei Postauto im März und April um 80 bis 90 Prozent gesunken. Seither benützen nunmehr fast die Hälfte der Fahrgäste wieder die Postautos.

Nur eine kleine Minderheit der ÖV-Benützer trägt eine Hygiene-Maske. Bei Postauto schätzt man fünf Prozent, die SBB nennen keine Zahlen. (sda)

SCHWEIZ CORONAVIRUS VERKEHR SBB
13:15
Zivilschützer erhalten Lohnausfall teilweise vom Bund zurück
Ab März und bis Mitte Mai waren wegen der Corona-Pandemie pro Woche im Mittel 5000 bis 6000 Zivilschützer im Einsatz, hauptsächlich im Gesundheitswesen. Der Bundesrat will ihnen die Differenz zwischen dem Lohn und der EO-Entschädigung teilweise ausgleichen.

Dieselbe Regelung gilt bereits für Armeeangehörige, die wegen der Pandemie für den Assistenzdienst aufgeboten worden sind. Wer beim Militär oder im Zivilschutz Dienst leistet, erhält normalerweise eine Vergütung von 80 Prozent ihres Einkommens aus der EO.

Für Zivilschützer gilt die Rückzahlung teilweise. Lohneinbussen werden für seit dem 21. März und bis Ende Juni geleistete Einsätze ausgeglichen. In Anlehnung an die Armee gilt die Regelung erst ab dem 20. geleisteten Diensttag und wenn der Dienst nicht freiwillig geleistet wird, wie der Bundesrat am Freitag mitteilte.

Aufwand von bis 6 Millionen
Der finanzielle Aufwand wird mit höchstens 6 Millionen Franken beziffert. Er könne aus dem dem gesprochenen Kredit für den Zivilschutz gedeckt werden. Der Bundesrat hat die Verordnung über die Entschädigung der Angehörigen der Armee im Assistenzdienst zur Bewältigung der Corona-Krise nun mit dem Zivilschutz ergänzt.

Im März hatte die Landesregierung wegen der Pandemie den Kantonen bis 850'000 Schutzdienst-Tage zur Verfügung gestellt. Ausgehend von der Tagespauschale von 27.50 Franken wurde mit Kosten von 23,4 Millionen Franken gerechnet. Diesen Betrag bewilligten National- und Ständerat in der ausserordentlichen Session Anfang Mai.

Armeeangehörigen im Corona-Einsatz wird die Differenz zwischen EO-Entschädigung und Lohn seit dem 6. März ausgeglichen. Im Zusammenhang mit der Pandemie bewilligte der Bundesrat den Einsatz von bis zu 8000 Armeeangehörigen im Assistenzdienst.

5000 Armeeangehörige wurden aufgeboten, davon 3800 im Sanitätsdienst, 750 im Grenzwachkorps und der Rest in Stabsdiensten des Bundes. Der Einsatz im Gesundheitswesen wurde Ende Mai beendet. Rund 1000 Personen blieben noch im Dienst, zu Unterstützung bei Grenzkontrollen und in Stäben. (sda)

SCHWEIZ CORONAVIRUS LUZERN
12:17
BAG meldet 19 neue Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 19 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31'063 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitagmittag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Am Donnerstag wurden 33 neue Fälle gemeldet, am Mittwoch 23, am Dienstag 16 und am Montag 7. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner entfielen 362 Fälle.

Bisher starben in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gemäss BAG 1677 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Freitagmorgen übermittelt hatten.

Nach einer wöchentlichen Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aufgrund der Daten auf den Internetseiten der Kantone starben in Zusammenhang mit Covid-19 bis Freitag 1937 Personen.
Vor Wochenfrist hatte die Zahl bei 1921 gelegen.

Das BAG erklärt den Unterschied zwischen den Zahlen damit, dass es nur laborbestätigte Covid-19-Todesfälle publiziert. Zudem dürfte ein weiterer Unterschied darin bestehen, dass das Amt vor dem 16. April keine Todesfälle erfasste, für die keine Laborbestätigung bestand und die sich ausserhalb von Spitälern ereigneten.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, belaufen sich bisher insgesamt auf 447'617. Das waren knapp 6000 Tests mehr als am Vortag und damit der dritte Tag in Folge mit diesem Zuwachs. Bei 8 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus. (sda)
11:56
Ab Montag ist der Einkaufstourismus wieder erlaubt
Wie vergangene Woche bereits angekündigt, öffnet die Schweiz am Montag ihre Grenzen gegenüber den EU- und Efta- Staaten sowie Grossbritannien. Die Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raumes werden aufgehoben, und der Einkaufstourismus wird wieder erlaubt. Ab Montag (15. Juni) um Mitternacht gilt wieder die volle Personenfreizügigkeit gegenüber den EU- und Efta-Staaten sowie Grossbritannien.

Nun dürfen Schweizerinnen und Schweizer wieder zum Einkaufen über die Grenze.
Sämtliche Grenzübergänge, die wegen der Corona-Pandemie im März geschlossen wurden, werden wieder geöffnet.

Eine Ausnahme gilt allerdings für Bulgarien, Irland, Kroatien, Rumänien, Zypern und Grossbritannien. Diese sechs Länder, die nicht zum Schengen-Raum gehören, bleiben vorerst auf der Liste der Risikostaaten. Für Drittstaaten-Angehörige aus diesen Ländern bleibt die Einreise in die Schweiz weiterhin eingeschränkt.
11:40
Bundesrat verlängert Corona-Sonderregeln bei Asylverfahren
Anhörungen per Video- oder Telefonkonferenz und längere Rekursfristen: Damit das Asylsystem auch in Zeiten der Corona-Krise aufrechterhalten werden kann, hat der Bundesrat Anfang April verschiedene Massnahmen getroffen. Diese werden nun bis Anfang Oktober verlängert.

Zunächst waren die Schutzmassnahmen auf drei Monate bis Anfang Juli befristet. Zum heutigen Zeitpunkt könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie trotz stark gesunkener Ansteckungszahlen noch länger berücksichtigt werden müssten, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Freitag.

Das gelte insbesondere bei den Massnahmen zum Gesundheitsschutz. Auch sei unklar, wie sich die Grenzöffnung von kommender Woche auf die Entwicklung der Asylgesuchszahlen auswirkten. Deshalb sollen militärische und zivile Anlagen weiterhin schneller und unkomplizierter für den Asylbereich umgenutzt werden können, falls dies nötig sein sollte.

System nicht gestoppt
Die seit Anfang April geltenden Regelungen haben sich laut dem Bundesrat in der Praxis bis anhin bewährt. Deshalb hat die Landesregierung beschlossen, die Geltungsdauer der Covid-19-Verordnung Asyl um drei Monate zu verlängern.

Neu kann eine Befragung ausnahmsweise auch dann durchgeführt werden, wenn sich die asylsuchende Person und die Befragerin oder der Befrager in separaten Räumen des Staatssekretariats für Migration (SEM) aufhalten. Die Befragung wird dann gemäss Verordnungserläuterungen mittels technischer Hilfsmittel durchgeführt.

Das Asylsystem läuft während der Corona-Krise weiter.
Schutzbedürftige Menschen erhalten weiterhin Asyl. Personen, die keinen Anspruch auf Asyl haben, verlassen die Schweiz nach einem ablehnenden Entscheid wenn möglich. Der Bund weist den Kantonen auch weiterhin Asylsuchende zu. (sda)
11:37
Nach Tod von Virus-"Whistleblower": Frau bringt Kind auf die Welt
Vier Monate nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, hat seine Frau einen Jungen auf die Welt gebracht. Nach chinesischen Medienberichten wurde das Kind am Freitagmorgen in der zentralchinesischen Stadt Wuhan geboren.

Mutter und Kind gehe es gut. Seine Frau schrieb in sozialen Medien an ihren Mann: «Hast Du es vom Paradies aus gesehen? Dein letztes Geschenk für mich ist heute geboren worden, und ich werde ihn ganz sicher sehr lieben.»

Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Ende selbst an der Lungenkrankheit gestorben war, hatte grosse Anteilnahme ausgelöst. Das Schicksal des «Whistleblowers» symbolisierte für viele Chinesen die Folgen der langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch der Lungenkrankheit. In Wuhan war das Virus Anfang Dezember zuerst entdeckt worden, auch war die Elf-Millionen-Metropole in China am schwersten betroffen.

Schon am 30. Dezember hatte Li Wenliang online in einer Diskussionsgruppe von Medizinern und Studenten unter Hinweis auf eine wachsende Zahl mysteriöser Virusfälle vor einer Rückkehr des Sars-Virus gewarnt, das vor 17 Jahren zu einer Pandemie mit 8000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte. Die Polizei hatte ihn und andere Teilnehmer der Chatgruppe danach wegen der Verbreitung von «Gerüchten» vorgeladen und verwarnt. Sie mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen. Einige Tage später infizierte sich der Arzt selbst bei einer Patientin. (sda/dpa)

CHINA HEALTH CORONAVIRUS LI WENLIANG MOURNING
11:21
Indien überholt Grossbritannien bei Zahl der Corona-Infektionen
Indien hat Grossbritannien bei der Zahl der bekannten Corona-Infektionen überholt. Am Freitag gab es in Indien nach offiziellen Angaben mehr als 297 000 nachgewiesene Fälle.

Das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt mit 1,3 Milliarden Einwohnern liegt damit weltweit auf Platz vier - hinter den USA, Brasilien und Russland. Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Indien ist in den vergangenen Tagen rasch angestiegen - mit wiederholt rund 10 000 neuen Fällen pro Tag. Trotzdem lockert das Land die Massnahmen zusehens - inzwischen sind Büros, religiöse Stätten, Restaurants und Shoppingzentren wieder offen. Durch den Lockdown wurden Millionen Menschen arbeitslos. Viele haben Angst, zu verhungern.

In der Hauptstadt Neu Delhi und der reichsten Stadt Mumbai gehen die Krankenhausbetten aus, und Berichten zufolge werden Menschen mit Covid-19-Symptomen abgewiesen. Experten gehen davon aus, dass die Fallzahlen in Indien in den kommenden Wochen weiter schnell zunehmen werden. (sda/dpa)

Virus Outbreak India
10:58
Japans Regierung verabschiedet weiteres Milliardenpaket
Die japanische Regierung sieht die weltweit drittgrösste Volkswirtschaft nach den Corona-bedingten Einbrüchen auf Erholungskurs. «Wie stark die Belebung ausfallen wird, hängt nicht nur von den Bedingungen im Inland, sondern auch von den Entwicklungen in Übersee ab», sagte Finanzminister Taro Aso am Freitag vor dem Parlament. Die Konjunktur habe ihren Tiefpunkt hinter sich. Es sei gelungen, den Abschwung zu stoppen.

Das Parlament stimmte einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 31,9 Billionen Yen (281 Milliarden Franken) zu. Mit dem Geld soll die Wirtschaft angeschoben werden. Ein drittes Paket lehnt der Minister vorerst ab. «Wir müssen erst einmal sehen, wie sich die Massnahmen, die wir bisher ergriffen haben, auf die Wirtschaft auswirken», sagte Aso.

Die Regierunge hatte Ende Mai den zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand aufgehoben. Dennoch erwarten Experten, dass das Bruttoinlandsprodukt im zu Ende gehenden zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um mehr als 20 Prozent abstürzen wird. Bereits im ersten Quartal ist Japan in die Rezession gerutscht. (awp/sda/reu)

Japan Tokyo 2020 Advisers
10:54
Uni Zürich testet schnelles und günstiges Corona-Testverfahren
Mit einem neuen Verfahren der Universität Zürich sollen Hunderttausende von Corona-Tests innert Tagen möglich sein. Die Methode wird bereits für die DNA-Analyse angewendet. Die Tests sollen nur noch ein paar Franken kosten.

Bereits heute analysieren moderne Sequenziertechnologien innert Stunden Milliarden von DNA-Bausteinen. Mediziner können mit dieser DNA-Analyse zum Beispiel einen genetischen Fingerprint von krankhaften Zellen erstellen, um Therapien besser abzustimmen.

Eine Gruppe von Forschenden am Zentrum für funktionelle Genomik der Universität Zürich und ETH (FGCZ) unter Ralph Schlapbach zeigten nun, wie diese Technologie für Corona-Reihentests nutzbar gemacht werden kann, wie die Universität Zürich am Freitag mitteilte.

Mit der parallelen Sequenzierpower sollen so viele Rachenabstrichen gleichzeitig getestet werden können. Hunderttausende von Menschen könnten innert Tagen hinsichtlich einer Covid-19-Infektion analysiert werden.

2 Franken Materialkosten
Schlapbach rechnet mit rund zwei Franken Materialkosten pro Testprobe, wobei die Gewinnung der RNA aus dem Rachenabstrich dabei noch nicht enthalten ist. Trotz all diesen Vorteilen dürfte es aber noch etwas dauern, bis das High-Tech-Verfahren zum Einsatz komme, so die Universität Zürich. (sda)

Virus Outbreak COVID Testing
9:19
Kind an Coronavirus erkrankt – doch der Kindergarten kann offen bleiben
Im Kanton Bern ist ein Kindergärteler am Coronavirus erkrankt. Der betroffene Kindergarten in Lyssach kann jedoch offen bleiben. Schliessen muss am Freitag dagegen eine Kita in Biel, weil eine Betreuerin erkrankte.

Wie das Regionaljournal Bern-Freiburg-Wallis von Radio SRF am Freitag berichtet, wird die Kita am Montag allerdings bereits wieder öffnen können. Dies, weil die Quarantänefrist dann laut dem Sprecher der kantonalen Gesundheitsdirektion bereits wieder vorüber sein wird.

Die erkrankte Betreuerin hatte den Betrieb Anfang Monat verlassen. Dass der von einer Erkrankung betroffene Kindergarten nicht schliessen muss, hat laut einer Mitteilung des Kantons Bern vom Donnerstagabend der Kantonsarzt entschieden. Kinder und Lehrpersonen, die Symptome einer akuten Atemwegserkrankung entwickeln, sollen jedoch zu Hause bleiben. (sat/ch media)
7:17
Glückskette sammelt 40 Millionen für Hilfsprojekte
Die Glückskette hat im Rahmen der Spendensammlung «Coronavirus» seit dem 23. März nach eigenen Angaben knapp 40 Millionen Franken für die Hilfe in der Schweiz gesammelt. Davon wurden bisher 23,3 Millionen Franken für Hilfsprojekte eingesetzt.

Obwohl der Bundesrat die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie schrittweise gelockert habe, fänden nicht alle Menschen gleich schnell zur Normalität zurück, schreibt die Organisation in einer Mitteilung. «Viele leiden weiterhin stark unter den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise.»

Die 103 von der Glückskette finanziell unterstützten Organisationen könnten das Leid dank Lebensmittelhilfe, sozialer und finanzieller Unterstützung lindern. Die Hilfe sei effizient und effektiv, auch wenn die etablierten Organisationen durch den enormen Zuwachs an Hilfesuchenden selber stark gefordert seien und Ausserordentliches leisteten, schreibt die Glückskette. (sda)
6:15
Käser: Es braucht auf Ebene Bundesrat einen Krisenstab
SCHWEIZ KKJPD PRAESIDENT DEBATTE KORAN-VERBOTDie Schweiz sollte nach Ansicht von Hans-Jürg Käser, Leiter der Sicherheitsverbundsübung 2019 und alt-Regierungsrat des Kantons Bern, Lehren aus der Coronakrise ziehen. Es brauche sicher auf Ebene Bundesrat eine Stabsorganisation, die den Bundesrat berate.

Das gelte nicht nur für einen Aspekt der Krise, sondern übergreifend über verschiedene denkbare Konsequenzen, sagte Käser in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Es brauche ferner die Einbindung der Kantone in solche Stäbe.

In der Schweiz sei ohne die Kantone keine Krise zu bewältigen. Persönlich habe er den Eindruck, es gebe in der Schweiz etwas gar viele Stabsorganisationen; vielleicht sogar zu viele. Er sei gerne bereit, darüber nachzudenken, welche Stäbe es wirklich brauche und wie diese strukturiert sein sollten. (sda)

>> Hier geht es zur ausführlichen Meldung
4:28
Coronakrise droht Armut auf der Welt massiv zu verschärfen
Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie könnten laut Uno-Forschern weitere 395 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen. Die Zahl der Menschen, die weltweit von weniger als 1,90 Dollar pro Tag leben, könne damit auf mehr als eine Milliarde steigen.
4:01
Kuba kündigt baldige Lockerungen von Corona-Massnahmen an
Kuba will seine Anti-Corona-Massnahmen in Kürze lockern. Das kündigte Staatspräsident Miguel Díaz-Canel am Donnerstag (Ortszeit) an, ohne konkrete Termine zu nennen. Unter anderem soll demnach der für die Wirtschaft wichtige Tourismus wieder angekurbelt werden - aber zunächst nur für inländische Urlauber. Díaz-Canel kündigte allerdings bereits an, dass ausländische Touristen nur in All-Inclusive-Resorts unterkommen könnten, wenn der sozialistische Karibikstaat seine Grenzen wieder öffnet. Den ausländischen Besuchern werde ausserdem bei Ankunft die Temperatur gemessen, und sie würden auf das Coronavirus getestet. (sda)
3:03
Trump-Rally nur auf eigene Gefahr
Virus Outbreak TrumpWer trotz der Corona-Pandemie einen Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump besucht, tut dies auf eigene Gefahr. Im Falle einer Ansteckung können die Veranstalter nicht für eine Covid-19-Erkrankung und mögliche Folgen haftbar gemacht werden, wie aus einem Hinweis bei der Online-Registrierung für den Wahlkampfauftritt kommende Woche Freitag in Tulsa (Oklahoma) hervorgeht. Wer sich registriere, erkenne an, dass an jedem öffentlichen Ort, an dem Personen anwesend sind, Ansteckungsgefahr bestehe.
1:16
100 symbolische «Gräber» am Strand von Copacabana
epaselect BRAZIL PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19Mit der symbolischen Aushebung von 100 «Gräbern» am Strand von Copacabana haben Aktivisten gegen den Umgang der brasilianischen Regierung mit der Corona-Pandemie protestiert.

Am Strandabschnitt direkt vor dem berühmten Hotel «Copacabana Palace» schaufelten sie am Donnerstag Reihen von rechteckigen Löchern. Darauf steckten die Aktivisten schwarze Kreuze mit kleinen brasilianischen Fahnen.

Mit der Aktion solle der brasilianischen Opfer der Pandemie gedacht und zugleich die «Inkompetenz» der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro in ihrer Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus angeprangert werden, erklärten die Aktivisten. (sda)

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22:51
US-Leitindex im freien Fall – Corona-Angst und Konjunktursorgen
APTOPIX Financial Markets Wall Street
Eine düstere Konjunktureinschätzung durch die US-Notenbank Fed und die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle haben die Anleger an der Wall Street in die Flucht getrieben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial brach am Donnerstag um 6,90 Prozent ein.

Mit 25'128,17 Punkte fand er sich damit auf dem Niveau von Ende Mai wieder ein. Dies war der grösste prozentuale Tagesverlust auf Schlusskursbasis seit März. Zwischenzeitlich wäre der Dow fast unter die Marke von 25'000 Punkten gesackt. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Ende um 5,89 Prozent auf 3002,10 Punkte nach unten.

Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell hatte bereits zur Wochenmitte angesichts der schweren Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie klare Worte gefunden. Er sagte, dass ein erheblicher Teil der Jobverluste dauerhaft sein könnte. Hinzu kamen neue Infektionszahlen: In einigen südlichen US-Staaten wie Florida und Texas stiegen die Neuinfektionen wieder. «Wir erwarten die Wiedereinführung einiger Corona-Beschränkungen in einigen Städten oder Staaten in den kommenden Wochen», teilte das britische Analysehaus Pantheon mit.

In diesem Umfeld machten viele Anleger weiter Kasse. So war der Dow erst zum Wochenstart mit 27'580 Punkte auf den höchsten Stand seit Ende Februar klettert. Das war ein Plus von mehr als 50 Prozent seit dem Corona-Crashtief im März. Nicht weniger Börsianer hatten bereits von einer Überhitzung des Marktes wegen der Billiggeldflut der Notenbanken gesprochen, die nichts mehr mit den realen Wirtschaftsperspektiven zu tun habe.

Der techwerte-lastige Nasdaq 100 war sogar auf ein Rekordhoch gestiegen und knickte nun um 5,01 Prozent auf 9588,48 Punkte ein. Die Powell-Äusserungen scheinen die Anleger nun ein Stück weit in die Realität zurückgeholt zu haben. (sda/dpa)
22:07
USA können Wirtschaft wegen Corona nicht erneut stilllegen, sagt der Finanzminister
USA GOVERNMENT CONGRESS
Die USA können nach Worten von Finanzminister Steven Mnuchin im Fall einer zweiten Welle an Coronavirus-Infektionen nicht erneut ihre Wirtschaft herunterfahren. «Wir haben gelernt, dass wenn man die Wirtschaft stilllegt, man mehr Schaden anrichtet - und nicht nur wirtschaftlichen Schaden», sagte Mnuchin am Donnerstag dem Sender CNBC. Inzwischen gebe es auch mehr Kapazitäten in Krankenhäusern und bei Tests. «Das ist etwas, das das grosse Problem und der Grund dafür war, warum der Präsident Teile der Wirtschaft schliessen musste.»

Infolge der rasanten Ausbreitung der Pandemie hatten die meisten US-Bundesstaaten strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt. Das öffentliche Leben kam in weiten Teilen zum Erliegen. Die Wirtschaft stürzte in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg sprunghaft an. In den USA liegt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mittlerweile bei mehr als zwei Millionen. (sda/dpa)
21:30
Bulgarien erlebt zweite Corona-Welle
In Bulgarien breitet sich das Coronavirus in einer zweiten Welle aus. Das zunächst kaum von der Pandemie getroffene Balkanland verzeichnete am Donnerstag mit 104 Covid-19-Neuerkrankungen binnen 24 Stunden einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Krise. Eine ursprünglich bis 14. Juni verhängte «epidemische Ausnahmesituation» soll bis Ende des Monats verlängert werden. Der bisherige Rekord mit 90 Coronavirus-Neuinfektionen an einem Tag war am 24. April gemessen worden.
BULGARIA CORONAVIRUS PANDEMIC COVID19
Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, am Donnerstag im privaten Fernsehsender bTV. Das Virus breite sich jetzt aber vor allem lokal in Netzwerken, sogenannten Clustern, aus. Die Situation könne unter Kontrolle gebracht werden, meinte er.

Regierungschef Boiko Borissow appellierte, weiter Distanz zu anderen Menschen zu halten. Er rief auch zu Disziplin und Desinfektion auf. Die derzeitige Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen soll allerdings ab 15. Juni abgeschafft werden. Die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase gilt dann nur noch für öffentliche Verkehrsmittel.

In Bulgarien mit seinen knapp sieben Millionen Einwohnern wurden insgesamt 2993 Coronavirus-Infektionen identifiziert. 167 Menschen starben. Die Corona-Einschränkungen wurden bereits weitgehend gelockert: Restaurants und Cafés haben wieder geöffnet. Auch Einkaufszentren, Fitnessstudios, Museen, Theater und Kinos dürfen unter hygienischen Auflagen wieder besucht werden. Die Sommersaison am Schwarzen Meer soll für ausländische Urlauber am 1. Juli beginnen. (sda/dpa)
20:44
EU will sich Zugriff auf Covid-Impfstoff mit Vorverträgen sichern
Erst mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus wird das Leben wieder normal, das glauben viele Expertinnen und Experten. Aber wer kriegt die Mittel, wenn sie denn einmal zur Verfügung stehen?
BELGIUM EU COMMISSION
Im globalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff will sich die EU-Kommission durch Vorverträge raschen Zugriff auf ausreichende Mengen für die EU-Bürgerinnen und -Bürger sichern. Das ist Kern einer Impfstoff-Strategie, die EU-Beamte am Donnerstag in Brüssel skizzierten. Zugleich gab die Kommission bekannt, dass die deutsche Firma Biontech für die Impfstoff-Entwicklung bis zu 100 Millionen Euro als Kredit von der Europäische Investitionsbank bekommen soll.

Die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gilt als Schlüssel, die Corona-Pandemie wirklich in den Griff zu bekommen. Die meisten Expertinnen und Experten erwarten eine Entwicklungszeit von mindestens zwölf bis 18 Monaten. Schwierig ist nicht nur die rasche Entwicklung, sondern anschliessend auch die Produktion des Impfstoffs für Milliarden von Menschen weltweit.

Die EU-Kommission deshalb schlägt vor, jetzt Vorverträge mit Pharmafirmen zu schliessen und auch bereits Abschlagszahlungen zu leisten und dafür das Recht zum Bezug erfolgreicher Impfstoffe zu erwerben. Das nehme den Herstellenden einen Teil des Risikos.

Finanziert werden sollen die Impfstoff-Verträge aus einem bereits vorhandenen EU-Topf, dem sogenannten Notfallinstrument mit einem Budget von 2,7 Milliarden Euro. Davon könnte ein erheblicher Teil aufgewendet werden, sagten EU-Beamte. Sie rechnen damit, dass Impfstoffe für 300 Millionen Europäer beschafft werden müssen. Je nachdem, ob ein oder zweimal geimpft werden muss, wären dies 300 bis 600 Millionen Dosen.

Die EU-Staaten könnten trotz der vorgeschlagenen gemeinsamen Beschaffung selbst entscheiden, wer zuerst geimpft werden soll. Die Beamten betonten auch, dass sich die EU trotzdem weiter für eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs einsetzen würde. Es gehe nicht um exklusive Rechte, hiess es. (awp/sda/dpa)
20:22
Bundesrat fasst Verlängerung der Kurzarbeitsentschädigung ins Auge
SCHWEIZ SESSION STAENDERAT
Bundesrat Guy Parmelin hat nach einem Treffen von Wirtschaftsvertretern und Arbeitnehmern am Donnerstag eine mögliche Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigung um ein halbes Jahr angekündigt. Der Bundesrat entscheide bald, teilte der Wirtschaftsminister mit.

«Wir prüfen nun eine Verlängerung der Kurzarbeitsentschädigung von 12 auf 18 Monate», schrieb Parmelin im Kurznachrichtendienst Twitter. Zuvor hat er am zweiten runden Tisch zwischen den Branchen und den Sozialpartnern über das Coronavirus und die wirtschaftlichen Auswirkungen diskutiert.

Seit Beginn des durch das Coronavirus verursachten Stillstandes Mitte März beantragten bis Mitte Mai ungefähr 190'000 Firmen für rund 1,94 Millionen Personen Kurzarbeitsentschädigung. Das entspricht 37 Prozent der Angestellten im Land.

Das Parlament hatte erst vergangene Woche einen Zusatzkredit über 14,2 Milliarden Franken bewilligt. Der grösste Teil geht an die Arbeitslosenversicherung (ALV), welche die Kurzarbeitsentschädigungen finanziert. In der ausserordentlichen Session hatte das Parlament bereits 6 Milliarden Franken für den ALV-Fonds bewilligt. (sda)
20:04
Starker Rückgang bei Asylanträgen wegen Corona-Krise
SCHWEIZ ASYL GESUCHE 2014
Die Corona-Krise hat die Zahl der Asylanträge in Europa auf einen Tiefstand fallen lassen. Wie die EU-Asylagentur Easo am Donnerstag in Valletta, der Hauptstadt Maltas, berichtete, wurden im April nur 8730 Anträge auf Asyl in der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz registriert. Das sei seit mindestens 2008 der niedrigste Wert. Schon für März hatte die Agentur einen starken Rückgang vermeldet, doch da stellten immer noch rund 35'000 Menschen einen Antrag.

Im Jahr 2019 lag die Zahl der Menschen, die in Europa Schutz beantragten, insgesamt bei etwa 714'000. Als Hintergrund des Rückgangs gelten Einreiseverbote und die verschärften Grenzkontrollen wegen des Coronavirus. Besonders stark gingen die Zahlen im Laufe des Frühjahrs 2020 für die Länder Venezuela und Kolumbien zurück. (sda/dpa)
19:59
Schweden meldet Rekord-Anstieg von 1474 Neuinfektionen
Virus Outbreak Sweden
Schweden gab am Donnerstag seine bisher höchste Anzahl Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb eines Tages bekannt, einen Rekord von 1474 neuen Fällen innert 24 Stunden.

Die Zahl der Infektionen stieg am Donnerstag auf 48'300 an, und das obwohl die schwedische Gesundheitsbehörde angab, dass sich die Zahl der Todesfälle verlangsame. Der Anstieg neuer Fälle sei «eine direkte Folge der zunehmenden Tests in den Regionen und der Erfassung von Fällen mit leichten Symptomen», sagte die Ärztin und Leiterin des Departements für Mikrobiologie, Karin Tegmark-Wisell, an einer Pressekonferenz.

Angesichts der wachsenden Kritik der Opposition hat die schwedische Regierung letzte Woche weitere 5,9 Milliarden Kronen (rund 580'000 Schweizer Franken) zugesagt, um die Testkapazität zu steigern und die Rückverfolgung der Infektionsketten im ganzen Land zu erweitern.

Die durch Covid-19 verursachten Todesfälle seien in Schweden leicht rückläufig im Vergleich zu den Höchstständen von Mitte April, sagte Tegmark-Wisell.

Die schwedische Gesundheitsbehörde meldet am Donnerstag zusätzlich 19 neue Todesfälle, womit sich die Zahl der Opfer auf 4'814 erhöht. Das ist ein Vielfaches der Zahl, die Schwedens skandinavische Nachbarländer verzeichnen (pro Kopf), aber immer noch niedriger als in den am stärksten betroffenen Teilen Europas wie beispielsweise Spanien, Grossbritannien oder Italien.

Die Anzahl der Test erreichte letzte Woche einen Rekord von 49'200 gegenüber 36'500 in der Vorwoche, schreibt Reuters.

18:22
98,4 Prozent weniger Passagiere am Flughafen Zürich im Mai
Die Corona-Krise hat am Flughafen Zürich auch im Mai beinahe alles zum Stillstand gebracht: Die Passagierzahlen brachen gegenüber dem Vorjahresmonat um 98,4 Prozent ein.
SCHWEIZ LUFTFAHRT SWISS JAHRESZAHLEN
Es flogen noch 43'852 Passagiere über den Flughafen, wie dieser am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem April stellt diese tiefe Zahl allerdings bereits wieder eine Zunahme von 60 Prozent dar.

Die Anzahl Flugbewegungen sank im Mai im Vergleich zur Vorjahresperiode um 87,5 Prozent auf 3’062 Starts oder Landungen. Zudem waren die Flugzeuge zu zwei Dritteln leer. Die Sitzplatzauslastung sank um 41,5 Prozentpunkte auf 35 Prozent. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 64,3 Fluggästen 48,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Am Flughafen wurden 18’903 Tonnen Fracht abgewickelt. Das ist halb so viel wie im Vorjahresmonat.

Langsame Erholung seit Juni
Nachdem einige Fluggesellschaften den Flugbetrieb teilweise wieder aufgenommen und Geschäfte wiedereröffnet haben, zeichnet sich eine langsame Erholung am Flughafen Zürich ab. Seit Juni steigen die Verkehrszahlen bei den Passagieren und die Anzahl Flugbewegungen.

Für das laufende Jahr könne noch keine Aussage zum erwarteten Verkehrsvolumen gemacht werden kann, hiess es in der Mitteilung. Der Flughafen schätzt, dass das Vorkrisenniveau erst im Jahre 2023 wieder erreicht wird. (sda)
18:15
Berner Kindergartenkind positiv auf Coronavirus getestet
SCHWEIZ SUHR SCHULE UNTERRICHT DEUTSCH ALS ZEITSPRACHE
In einem Kindergarten in Lyssach BE ist ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im Kindergarten wird der Unterricht dennoch normal weitergeführt und eine Quarantäne ist nicht angeordnet worden.

Wie Gundekar Giebel von der bernischen Gesundheits-, Integrations- und Sozialdirektion auf Anfrage sagte, konnten alle Bezugspersonen des Kinds identifiziert werden. Es handle sich um wenige Personen. Das Kantonsarztamt entschied nach Absprache mit der Bildungs- und Kulturdirektion, den Unterricht weiterzuführen.

Sollten in Lyssach Kinder und Lehrpersonen Symptome einer Atemwegserkrankung entwickeln, empfiehlt ihnen die bernische Gesundheitsdirektion laut einer Mitteilung vom Donnerstag, zuhause zu bleiben und mit ihrem Arzt Kontakt aufzunehmen. Auch sollen sie sich testen lassen.

Bieler Kita wird geschlossen
In Biel wurde hingegen am Freitag eine Kindertagesstätte geschlossen, weil sich eine Person aus dem Betreuungsteam mit dem Coronavirus infiziert hat. Die Kita bleibt während der Quarantänezeit geschlossen. Diese dauert bis zum 15. Juni.

Alle Kita-Angestellten, die mit der am Virus erkrankten Person in Kontakt standen, sollen sich testen lassen und bleiben während der vom Kantonsarztamt bestimmten Zeit in Quarantäne. (sda)
16:53
200 000 Corona-Fälle in Afrika - Pandemie beschleunigt sich
Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mehr als 200 000 nachgewiesene Corona-Fälle verzeichnet. Zudem seien mehr als 5600 Menschen gestorben, teilte die WHO am Donnerstag mit.

Südafrika ist demnach mit 25 Prozent der Fälle am stärksten betroffen. Mehr als 70 Prozent der Todesfälle gebe es in nur fünf Ländern: Algerien, Ägypten, Nigeria, Südafrika und im Sudan.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich bislang relativ langsam auf dem Kontinent verbreitet, die Gesamtzahl ist noch gering im Vergleich zu anderen Regionen. Der erste Fall trat in Afrika später auf als andernorts, und die meisten Regierungen haben rasch strenge Massnahmen verhängt. «Aber das Tempo der Ausbreitung wird immer schneller», warnte die WHO-Afrika-Chefin Matshidiso Moeti. Demnach hat es 98 Tage gedauert, bis 100 000 Menschen nachweislich infiziert waren - aber nur weitere 18 Tage bis zur 200 000-Marke.

Da die Gesundheitssysteme in vielen afrikanischen Staaten sehr schwach sind, ist die Sorge gross, wie die Länder mit einem Anstieg der Sars-CoV-2-Infektionen umgehen. Auf der anderen Seite haben die strengen Lockdown-Massnahmen verheerende Auswirkungen auf Menschen und Volkswirtschaften. Dabei die Balance zu halten, ist die wohl grösste Herausforderung für viele Staaten. (sda/dpa)


SOUTH AFRICA PANDEMIC CORONAVIRUS
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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