Wirtschaft
Schweiz

Die Betreiberin des Flughafens Lugano-Agno wirft das Handtuch

Die Betreiberin des Flughafens Lugano-Agno wirft das Handtuch

23.04.2020, 15:3023.04.2020, 15:52
ARCHIVBILD ZUR HEUTIGEN MK DER GEMEINDE LUGANO ZUM VERKAUF DES FLUGHAFENS AGNO, AM DONNERSTAG, 23. MAI 2019 - Flugzeuge auf dem Flughafen Lugano-Agno am Mittwoch, 22. August 2018, in Agno bei Lugano.  ...
Der Flughafen Lugano-Agno.Bild: KEYSTONE

Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) geht in die ordentliche Liquidation. Der Flughafen selber soll jedoch nicht geschlossen werden, sondern wenn möglich in die private Hände übergehen. Die Lasa hat am Donnerstagnachmittag entsprechend informiert.

Eigentlich hätte das Volk über die Zukunft des Flughafens entscheiden sollen, sagte Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi. Doch Ende März sei der «Zusammenbruch» gekommen. Die Coronakrise hätte alle Aktivitäten auf dem Flughafen unmöglich gemacht, hielt der ehemalige CVP-Ständerat fest.

In dieser unsicheren Situation hätte man nicht noch länger nach finanzieller Unterstützung bitten wollen, fuhr Lombardi fort. «Stattdessen bevorzugen wir einen ordentlichen Übergang in eine neue Form.»

Volle Löhne bis Ende Mai

Luganos Stadtpräsident Marco Borradori sagte, es sei bitter, «zu verlieren, ohne gespielt zu haben». Borradori meinte damit die beiden Referenden, über die die Tessiner hätten abstimmen sollen. Sowohl auf kommunaler als auch auf kantonaler Ebene hatte die Linke das Referendum gegen die weitere Finanzierung des Flughafens ergriffen. Über die beiden Vorlagen hätte am 26. April abgestimmt werden sollen.

Die Stadt Lugano sei traurig, hielt Borradori fest, «aber wir haben noch nicht abgedankt!». Dies sei ein Paradigmenwechsel und man wolle den Flughafenbetrieb in private Hände übergeben.

Bis Ende Mai solle die «ordentliche Liquidation» der Beitreiberfirma Lasa vollzogen werden. Bis dann sollen auch die vollen Löhne ausbezahlt werden, versprach Borradori. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Trumps neuer Zollhammer trifft die 10-Millionen-Initiative
Donald Trump droht der Schweiz mit neuen Zöllen. Gleichzeitig leidet die Wirtschaft unter der Unsicherheit wegen des Iran-Kriegs. Beides nützt der Kampagne gegen die SVP-Initiative.
Was einmal funktioniert hat, kann ein zweites Mal klappen. Dies dachte sich wohl die SP. Im Frühjahr warb sie mit Elon Musk und Donald Trump gegen die SRG-Halbierungsinitiative – mit Erfolg. Nun taucht der US-Präsident erneut auf den SP-Plakaten gegen die «SVP-Chaos-Initiative» auf, unter dem Slogan «Ausgerechnet jetzt mit Europa brechen?».
Zur Story