Wirtschaft
Schweiz

US-Zölle: Economiesuisse fordert zügige Fortsetzung der Gespräche

Bundesrat Guy Parmelin, links, spricht neben seinem Kommunikationschef Urs Wiedmer, rechts, an einer Medienkonferenz ueber die US-Zoelle auf Schweizer Waren, am Mittwoch, 10. Dezember 2025, im Medienz ...
Bundesrat Guy Parmelin (l.) befindet sich zurzeit in den USA.Bild: keystone

US-Zölle: Wirtschaftsverband Economiesuisse fordert zügige Fortsetzung der Gespräche

30.06.2026, 08:4430.06.2026, 08:44

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse sieht die Erklärung des Bundesrats vom Vorabend als weiteren Schritt zur Stabilisierung der bilateralen Beziehungen Schweiz-USA. Zentral bleibe nun aber, dass die Gespräche mit der US-Administration zügig weitergeführt werden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Ziel müsse es sein, bestehende Handelshemmnisse abzubauen und die Rahmenbedingungen für Schweizer Unternehmen nachhaltig zu verbessern. «Für die Schweizer Exportwirtschaft bleibt entscheidend, dass das Joint Statement eingehalten wird und eine maximale Zollhöhe von 15 Prozent erreicht werden kann», so das Communiqué. Positiv wertet der Verband, dass die Verhandlungen über ein verbindliches Handelsabkommen weitergeführt werden.

Bundespräsident Guy Parmelin hatte an einer Pressekonferenz in der Schweizer Botschaft am Montagabend keinen Durchbruch in den Verhandlungen um ein Handelsabkommen mit den USA ankündigen können. Das Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamesion Greer sei aber in freundschaftlicher Atmosphäre verlaufen, so Parmelin.

Verhandlungen auf Grundlage der Gegenseitigkeit

Er habe dem US-Handelsvertreter eine bundesrätliche Absichtserklärung vorgelegt. Diese legt fest, wie die Schweiz die im Joint Statement der beiden Nationen vom November 2025 festgehaltenen Vereinbarungen umsetzen will. Das «Joint Statement» läuft gegen Ende Juli ab.

Parmelin betonte ausserdem: «Die Vereinigten Staaten halten ihre Verpflichtungen bislang ebenso ein wie wir die unseren. Auf dieser Grundlage der Gegenseitigkeit verhandeln wir.»

Man führe die Gespräche, um sicherzustellen, dass die Joint Declaration in ihrer heutigen Anwendung weiterhin gelte – und respektiert werde, was vereinbart worden war. «Das heisst maximal 15 Prozent Zölle, all-in; und Gleichbehandlung im Vergleich zu unseren Hauptkonkurrenten», so der Bundespräsident. (sda/awp)

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