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Schweizer Börse setzt Sinkflug fort – seit Kriegsbeginn minus 11 Prozent

Schweizer Börse setzt Sinkflug fort – seit Kriegsbeginn minus 11 Prozent

19.03.2026, 18:2719.03.2026, 18:27

Am Schweizer Aktienmarkt ist es am Donnerstag deutlich bergab gegangen. Es zeigt sich laut Händlern immer mehr, dass die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten wesentlich dramatischer seien als anfangs erwartet.

A person fuels their vehicle at a gas station Thursday, March 19, 2026, in Baltimore. (AP Photo/Stephanie Scarbrough)
US Iran Oil
Der Ölpreis steigt durch den Krieg im Iran.Bild: keystone

Der Konflikt verlagere sich nun auf die globale konjunkturelle Ebene, kommentierte ein Marktbeobachter. Vor dem Iran-Krieg hätten viele institutionelle Investoren lediglich mit einer «ein paar Tage dauernden militärischen Eskalation» gerechnet. Doch der Iran handle bewusst mit Blick auf den wirtschaftlichen Druck und durchkreuze damit die Pläne der USA und Israels.

Nach Angaben aus dem Golfstaat vom Donnerstag wurden etwa Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt. Das habe zu Bränden und weiteren schweren Schäden geführt, teilte der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mit.

Die Turbulenzen an den Energiemärkten sorgen für weiter steigende Ölpreise. Das wiederum würden die Ängste der Anleger vor einer steigenden Inflation und einer Beeinträchtigung der Wirtschaft verstärken, hiess es am Markt. Die Stimmung werde von Risikoscheu dominiert.

Seit Kriegsbeginn minus 11 Prozent

Der Schweizer Leitindex SMI ging mit einem Minus von 2,4 Prozent auf 12'459 Punkten aus dem Handel. Zum Allzeithoch einige Tage vor Kriegsbeginn bei 14'064 Zählern summiert sich der Einbruch damit auf 11 Prozent.

An anderen wichtigen europäischen Märkten ging es ähnlich stark runter, wobei der deutsche Dax etwa noch mehr abgab.

Unter den hiesigen Blue Chips wurden konjunkturanfällige Werte sowie Titel aus energieintensiven Sektoren wie Sika (-6,6 Prozent), Geberit (-4,1 Prozent), Amrize (-4,0 Prozent) und Holcim (-3,3 Prozent) abgestossen. Auch die Schwergewichte Roche (-2,9 Prozent), Novartis (-2,2 Prozent) und Nestlé (-1,7 Prozent) kamen unter die Räder. (hkl/sda/awp)

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