Wirtschaft
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Bundespraesident Didier Burkhalter, EDA, eroeffnet das Swiss Economic Forum (SEF), am Donnerstag 5. Juni 2014 in Interlaken. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Swiss Economic Forum

Schweizer Wirtschaft erörtert am SEF anstehende Umwälzungen



1350 Schweizer Wirtschaftsführer, Politiker und Wissenschaftler sind in Interlaken beim Swiss Economic Forum (SEF) zusammengekommen. Leitthema ist «The Big Shift», womit vor allem die Verlagerung wirtschaftlicher Macht von West nach Ost gemeint war.

Bei der Eröffnungsrede von Bundespräsident Didier Burkhalter dominierten allerdings die Zukunft der Bilateralen Verträge und die Ukraine-Krise. Am Freitag fliege er wieder in die Ukraine, sagte Burkhalter, der gegenwärtig auch Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist.

Er forderte am SEF erneut die sofortige, bedingungslose Freilassung der in der Ostukraine gefangen gehaltenen und vermissten OSZE-Beobachter. Die Ukraine sei ein Beispiel dafür, wie schnell sich die Lage ändern könne, habe doch das Land noch 2012 zusammen mit Polen erfolgreich die Fussball-Europameisterschaft ausgetragen. Die OSZE wolle dem Land helfen, zur Stabilität zurückzukehren.

«Es wird knallhart sein in den nächsten Jahren.»

Bundespräsident Didier Burkhalter

Die Schweiz müsse auch die Beziehungen mit den Nachbarn pflegen. In letzter Zeit seien dort die nationalen Interessen stärker geworden: «Es wird knallhart sein in den nächsten Jahren», sagte Burkhalter vor dem Hintergrund der angenommenen Masseneinwanderungs-Initiative.

Dass die Personenfreizügigkeit für die EU absolut unverhandelbar ist, glaubt Burkhalter offenbar nicht: Man solle sich nicht von jedem Signal aus der Ruhe bringen lassen. «Am Ende des Spieles weiss man das Resultat, nicht am Anfang.»

Technologiewandel und Regulierungsdichte als Herausforderung 

Obwohl die EU weiterhin der weitaus wichtigste Handelspartner der Schweiz ist, dominieren die Bilateralen Verträge nicht die Sorgen der SEF-Teilnehmer. In einer Umfrage bezeichneten die Unternehmer den Technologiewandel und die Regulierungsdichte in der Schweiz als grösste Herausforderung. Erst an dritter Stelle folgen die Abkommen mit der EU, knapp dahinter Chancen und Gefahren in Asien.

An dem bedeutendsten Forum der Schweizer Wirtschaft finden noch bis Freitagabend Vorträge, Podiumsgespräche und Workshops statt zu erwarteten Umwälzungen und wie sich die Schweizer Wirtschaft darauf einstellen kann. Dazu zählen neben der Verlagerung in die Schwellenländer die Alterung der Bevölkerung, die Urbanisierung, die Feminisierung und Gesundheitsfragen. (pma/sda)

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