Wirtschaft
Schweiz

SBB wollen Verbindungen zwischen Zürich und Bern streichen

SBB wollen Verbindungen zwischen Zürich und Bern streichen

18.05.2022, 12:5519.05.2022, 12:43
ZU DEN JAHRESZAHLEN 2016 DER SBB, AM DIENSTAG, 21. MAERZ 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Pendler im Zug anlaesslich einer Medienkonferenz zum Thema "SBB Strategie 2020 und aktuelle  ...
Bild: KEYSTONE

Der Fahrplanentwurf 2023 der SBB sieht einen Ausbau beim Freizeitverkehr vor. Im Gegenzug sollen laut Mitteilung einzelne Verbindungen auf Pendlerstrecken weggespart werden, etwa auf der Linie Bern–Zürich.

Konkret wollen die SBB das Angebot während der Hauptverkehrszeiten reduzieren. Geplant ist der Verzicht auf die Verbindungen mit Abfahrt in Bern um 07.10 Uhr und 16.10 Uhr sowie Abfahrt in Zürich um 06.49 Uhr.

Wie aus der SBB-Mitteilung vom Mittwoch weiter hervorgeht, sind auch zwei Morgenverbindungen auf der Strecke Luzern–Zürich von den Sparplänen betroffen. Die Nachfrage im Pendlerverkehr liege noch nicht auf Vor-Corona-Niveau, heisst es zur Begründung.

Weggespart werden sollen aber auch Verbindungen ausserhalb der Pendlerzeiten. Wegen geringer Nachfrage möchten die SBB etwa auf einzelne Züge in der Nebenverkehrszeit zwischen Zürich und Arth-Goldau sowie auf den Frühzug am Sonntagmorgen von Bellinzona nach Zürich verzichten.

Tourismusregionen profitieren

Der Fahrplanentwurf 2023 sieht indes auch einen Ausbau des Angebots vor, insbesondere für den Freizeitverkehr. Neu soll es etwa am Wochenende zwei IC-Direktverbindungen zwischen Genf und Chur geben. Damit sei das Bündnerland erstmals direkt aus der Westschweiz erreichbar, so die SBB.

Neue Direktverbindungen sind zudem auf der Strecke Romanshorn–Interlaken geplant. Damit seien die Tourismusdestinationen des Berner Oberlands besser an die Ostschweiz und den Grossraum Zürich angeschlossen.

Mit dem Nachtzug nach Leipzig

Neben Ausflüglerinnen und Ausflügler profitieren auch Auslandsreisende von den Plänen der SBB. Im Fahrplanentwurf vorgesehen ist etwa ein zusätzlicher Nachtzug nach Prag, der über Deutschland fährt. Damit können künftig laut Mitteilung auch Leipzig und Dresden mit dem Nachtzug erreicht werden. Zudem werde das Platzangebot in den Nachtzügen nach Hamburg, Berlin, Wien und Graz sukzessive ausgebaut.

In den Regionen sieht der Fahrplanentwurf vor allem zusätzliche Früh- und Spätverbindungen vor. So entstehe etwa eine neue Verbindung um Mitternacht ab Zürich Hauptbahnhof nach Grenchen und Biel.

Bald öffentlich einsehbar

Am nächsten Mittwoch startet das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Vernehmlassung zum Fahrplanentwurf. Ab dann wird er auch im Internet abrufbar sein. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
SBB kauft 286 neue Regionalzüge vom Typ Flirt
1 / 6
SBB kauft 286 neue Regionalzüge vom Typ Flirt
Die SBB hat 286 neue Flirt-Züge bei Hersteller Stadler Rail bestellt.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Hört auf, Zürcher als arrogant zu beschimpfen!»
Das könnte dich auch noch interessieren:
Fast jeder zweite Schweizer hat nur geringe finanzielle Reserven
Die Schweizer Bevölkerung spart zwar fleissig, doch bei vielen sind die finanziellen Reserven einer Umfrage zufolge begrenzt. Fast die Hälfte könnte bei einem Einkommensausfall ihren bisherigen Lebensstandard höchstens drei Monate aufrechterhalten.
Zur Story