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Rubio: USA kurz vor Handelsabkommen mit Indien

U.S. Secretary of State Marco Rubio waits to greet his counterpart from Japan, India and Australia, on the sidelines of the Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) Foreign Ministers' Meeti ...
Aussenminister Marco Rubio wartet darauf, seine Amtskollegen aus Japan, Indien und Australien zu begrüssen.Bild: keystone

Rubio: USA kurz vor Handelsabkommen mit Indien

20.10.2026, 17:1020.10.2026, 17:10

Die USA stehen nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio kurz vor ihrem seit längerem erwarteten Handelsabkommen mit Indien. «Es gibt noch ein paar wenige Punkte zu klären, aber ich gehe davon aus, dass das in Kürze geschehen wird», sagte Rubio vor Gesprächen mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar vor Reportern in Mumbai. Details nannte er nicht.

Mit Blick auf Indiens massive Importe von russischem Öl betonte Rubio, die USA seien froh darüber, dass das bevölkerungsreichste Land der Erde «wesentliche Fortschritte» bei den Bemühungen erkennen lasse, seine Öl-Bezugsquellen zu erweitern. Es sei nicht einfach, das von einem Tag auf den anderen zu bewerkstelligen.

Bedeutender strategischer Partner

Für die USA ist Indien, das auch gute Beziehungen zu Russland unterhält, ein bedeutender strategischer Partner. Das Verhältnis war jedoch durch die Verhängung von Strafzöllen gegen Indien stark belastet. Im Februar hatte US-Präsident Donald Trump die Zölle, mit denen er indirekt Russlands milliardenschweren Ölhandel schwächen wollte, schliesslich wieder gestrichen.

U.S. Secretary of State Marco Rubio participates in the C5+1 ministerial meeting in Samarkand, Uzbekistan Monday, Oct. 19, 2026. (Kylie Cooper/Pool Photo via AP)
Uzbekistan US Rubio Central Asia
US-Aussenminister Marco Rubio.Bild: keystone

Die Verhandlungen zwischen Washington und Neu-Delhi über ein Handelsabkommen stocken seit Monaten. Ein von beiden Seiten bereits vereinbarter Rahmen für ein vorläufiges Abkommen sieht unter anderem eine Reduzierung zusätzlicher Einfuhrzölle der USA auf indische Waren vor.

Bei seinem Treffen mit Jaishankar in Mumbai äusserte Rubio die Erwartung, ein verstärkter Energiehandel mit den Vereinigten Staaten könne «eine transformative Rolle bei der Diversifizierung der indischen Lieferketten spielen und zugleich den beträchtlichen Verbraucherbedarf decken». Er würdigte zudem die jüngsten Fortschritte in der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung und bei der zivilen Nutzung der Kernenergie.

Besuch von Ölraffinerie

Nach den Gesprächen in Mumbai reist er in die Stadt Jamnagar im westlichen indischen Bundesstaat Gujarat. Dort ist nach Berichten indischer Medien unter anderem ein Besuch der Ölraffinerie von Reliance Industries geplant. Der dortige Industriekomplex des vom indischen Milliardär Mukesh Ambani geführten Mischkonzerns gehört zu den grössten Raffineriestandorten der Welt. (sda/dpa)

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