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Mysteriöse Signale zur Mittagszeit: Astronomen lösen das Rätsel der «Perytonen», sie kamen aus der Küche

Mysteriöse Signale zur Mittagszeit: Astronomen lösen das Rätsel der «Perytonen», sie kamen aus der Küche

Mysteriöse Signale, die von grossen Radioteleskopen beobachtet wurden, stellten Astronomen vor ein Rätsel. Doch nun lüftet ein Team des australischen Parkes Observatorium ihre reichlich profane Quelle: Die Observatoriums-Küche.
14.04.2015, 12:1714.04.2015, 12:20

In den letzten Jahren haben Radioteleskope immer wieder spezielle, nur wenige Millisekunden kurze Radiosignale gemessen, die sogenannten «Perytonen». Ihre Ursache war ein Mysterium, schien aber aufgrund der Nähe irdisch zu sein, zum Beispiel Kugelblitze.

Da die Perytonen jedoch stark den sogenannten «fast radio bursts» (FRB) glichen, die ähnliche Spuren im Radioteleskop hinterlassen, wurden Zweifel am Ursprung der FRB ausserhalb unseres Sonnensystems laut.

Zur Mittagszeit und vor allem werktags

Den Astronomen vom Parkes Observatorium fiel auf, dass die Perytonen jeweils zur Mittagszeit gehäuft auftraten und dies vorwiegend an Wochentagen, wie sie auf der öffentlichen Wissenschaftsplattform «Arxiv.org» berichten.

Sie spürten also den möglichen Ursachen für drei Perytonen-Signale auf einer Frequenz von 2,5 Gigaherz nach – die gleiche, die Mikrowellenöfen benützen, um Esswaren zu erhitzen. Tatsächlich liessen sich die drei Signale im Radioteleskop reproduzieren, indem die Türe des Ofens geöffnet wurde, bevor die Zeit zum Erhitzen abgelaufen war. 

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27 Jahre alte Mikrowellen-Öfen

Die FRBs seien aber wohl trotzdem aussergalaktischer Herkunft, betonen die Forscher. Sie konnten nachweisen, dass FRBs unabhängig von Essenszeiten und dem Betrieb von Mikrowellenöfen auftreten. Astronomen vermuten, dass sie etwas mit implodierenden Neutronensternen oder Ausbrüchen auf Magnetaren zu tun haben.

Beide Öfen, die die Forscher genarrt hatten, stammten vom gleichen Hersteller und arbeiteten trotz ihres fortgeschrittenen Alters von 27 Jahren noch «zuverlässig», berichten die Forscher. (whr/sda)

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