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Kosmische «Seifenblase»: Hier stirbt ein Stern 

Wie der Geist eines Sterns: Der Planetarische Nebel ESO 378-1. 
Wie der Geist eines Sterns: Der Planetarische Nebel ESO 378-1. Bild: European Southern Observatory

Kosmische «Seifenblase»: Hier stirbt ein Stern 

Was aussieht wie eine Seifenblase, ist die abgestossene Hülle eines sterbenden Sterns. Dessen UV-Strahlung lässt das Gas leuchten.
05.08.2015, 13:0805.08.2015, 13:13

Das spektakuläre Bild des sterbenden Sterns hat die Europäische Südsternwarte (ESO) veröffentlicht, an der auch die Schweiz beteiligt ist. Die Aufnahme zeigt den Südlichen Eulennebel im Sternbild Wasserschlange (Hydra), wie die Südsternwarte am Mittwoch in Garching bei München mitteilte.

Bei der rot und blau schimmernden Gasblase handelt es sich um die abgestossene Hülle eines alten Sterns, der sich dem Ende seiner Existenz nähert. Das Foto sei das bislang beste von diesem Himmelsobjekt, das die Katalognummer ESO 378-1 trägt.

Die abgestossene Gashülle legt den heiss glühenden Kern des alternden Sterns frei, der intensive UV-Strahlung aussendet. Diese Strahlung bringt das Gas zum Leuchten. Da die leuchtenden Gasblasen in früheren Teleskopen wie schwach schimmernde Gasplaneten aussahen, tauften Astronomen sie Planetare Nebel.

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Kurzlebig wie Seifenblase

Planetare Nebel sind nach kosmischen Massstäben ein rasch vergängliches Phänomen: Schon nach einigen zehntausend Jahren verblassen sie, wenn das Gas auseinandertreibt. Im Verhältnis zu seinem Stern sei ein Planetarer Nebel damit so kurzlebig wie eine Seifenblase verglichen mit einem Menschen, erläuterte die Eso.

Planetare Nebel sind reich an Kohlenstoff, Stickstoff und schwereren Elementen, die bei der Kernfusion in Sternen gebacken werden. Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Anreicherung des Weltalls mit Baumaterial für neue Sterne und Planeten. 

Wie der Zentralstern des Südlichen Eulennebels wird auch unsere Sonne einmal ihre Gashülle abstossen und als sogenannter Weisser Zwerg allmählich ausglimmen. (sda/dpa)

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