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Darum glauben wir, unser Akzent klingt bei Fremdsprachen besser



In this photo taken Friday, Feb. 14, 2014, kindergarten teacher Thao Tran teachers kindergartners in a dual immersion language class at White Center Heights Elementary School in Seattle. In a handful of schools across the country, kindergartners aren’t being taught just in English, but also in Vietnamese. The move to add Vietnamese to the growing list of languages featured in dual immersion education classes comes as the American born children of Vietnamese immigrants are striving to preserve their family’s heritage for the next generation. (AP Photo/Elaine Thompson)

Bild: AP/AP

Der eigene Akzent beim Sprechen von Fremdsprachen klingt für uns offenbar besser als jener von anderen. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der Fachzeitschrift «Plos One» veröffentlichte Studie.

Dafür wurden Studentinnen verfremdete Aufnahmen mit von ihnen beziehungsweise von anderen Probandinnen gesprochenen Sätzen auf Englisch vorgespielt. Die Testpersonen mochten die eigene – für sie nicht erkennbare – Sprechweise besser als die der Kolleginnen.

Für die Untersuchung nahmen die Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der University of Malta 24 deutschsprachige Studentinnen auf, als diese einfache englische Sätze vorlasen – etwa «The family bought a house», «The jug is on the shelf» oder «They heard a funny noise».

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Video: YouTube/newsumfrage

Dann wurden die Stimmen verfremdet und von Frauen- in Männerstimmen umgewandelt. «Durch die Verfremdung blieben alle akustischen Merkmale des Akzents erhalten, aber die Stimmen wurden nicht mehr als die eigenen erkannt», so Eva Reinisch vom Institut für Schallforschung der ÖAW und der LMU München in einer Mitteilung.

Was der Bauer nicht kennt ...

Nach einigen Wochen wurden die Probandinnen dann gebeten, die Aussprache der vermeintlichen Männer zu bewerten. Jede hörte sich dabei vier verfremdete Stimmen an, darunter immer auch die eigene. Resultat: Die Studentinnen bewerteten die eigene verfremdete Stimme besser als diese von anderen bewertet wurde – ohne dass sie aber als eigene erkannt wurde.

«Wir haben nur Frauen untersucht, damit die Verfremdung der Stimme immer ähnlich blieb. Es gibt aber keinen Grund anzunehmen, dass unsere Ergebnisse mit Männern anders gewesen wären», betonte Reinisch.

Als Erklärung verwies die Phonetikerin auf frühere Studien: Demnach sind Akzente, die man gut kennt, einfacher zu verstehen. Ein anderer möglicher Ansatz ergibt sich aus dem sogenannten «Mere-Exposure-Effekt»: Menschen schätzen Dinge, die sie kennen, als angenehmer ein. «Wenn uns etwas vertraut ist, dann natürlich unser eigener Akzent.»

Mehr Selbstkritik wird empfohlen

Für das Fremdsprachenlernen bedeutet das, dass man sich selbst gegenüber etwas kritischer sein sollte, empfiehlt Reinisch: «Solange wir denken, dass wir eigentlich schon ganz gut sind, können wir uns nicht verbessern. Daher brauchen wir externes Feedback, das uns unsere Fehler bewusst macht.» In einem möglichen Folgeprojekt will man nun untersuchen, wie man diese Rückmeldung etwa durch Apps bekommen kann und dadurch seine Fremdsprachenkenntnisse verbessert.

Mehr Informationen gibts hier

(aeg/sda/apa)

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