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Diese Karte zeigt genau, wie wenig Wald es auf der Erde noch gibt

Grün: Wald, Blau: Meer, Weiss: Rest.
Grün: Wald, Blau: Meer, Weiss: Rest.Bild: zvg/dlr

Diese Karte zeigt erstmals genau, wie wenig Wald es auf der Erde noch gibt

07.05.2019, 11:4607.05.2019, 11:46

Mit einer globalen Waldkarte aus dem All wollen Forscher die Entwicklung der Wälder weltweit besser beobachten. Die Karte aus Satellitendaten liefere erstmals einen einheitlichen Überblick der Regenwälder in Südamerika, Südostasien und Afrika und schliesse so frühere Lücken.

Ein Drittel der Landmasse auf der Erde ist von Wald bedeckt. Dabei fehlt vor allem wegen der Abholzung seit Mitte des 20. Jahrhunderts schon mehr als die Hälfte des Bestands, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München mit.

Noch viel Grün in der Schweiz:

Waldkarte
Bild: zvg/dlr

Die Karte bilde nun eine Grundlage zur Beobachtung von weiteren Veränderungen, etwa im Amazonasgebiet, so das DLR. Die Erkenntnisse seien für Behörden und Wissenschaftler bedeutsam, da die Gebiete vor illegaler Abholzung geschützt und als Kohlenstoff-Speicher erhalten werden müssten. Die Karte mit einer Auflösung von 50 Metern sei auch in der Regionalentwicklung, in der Land- und Forstwirtschaft von Nutzen.

Die Karte zeigt genau, was Wald ist und was nicht:

Waldkarte
Bild: zvg/dlr

Radarsatelliten der Mission TanDEM-X lieferten die Daten unabhängig von Wetter oder Tageszeit – ein Vorteil bei der Kartierung von tropischen Wäldern, die meist von Wolken bedeckt sind.

Hauptziel der Mission TanDEM-X war ein weltweit einheitliches dreidimensionales Abbild der Erde und ihrer Geländeformationen. Dazu umkreisten die Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt die Erde und ermöglichen so die gleichzeitige Aufnahme des Geländes aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Mehr dazu im Video:

Video: other_external/DLR

Nach dem Höhenmodell werden die Daten nun für andere Fragestellungen genutzt, etwa für die Erfassung von Wäldern, Schnee und Eis sowie für die Beobachtung von Vulkanen, urbanen Gebieten und Meeresströmungen. (sda/dpa)

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