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Pickel in der Pubertät – der Albtraum aller Jugendlichen. Bild: shutterstock.com

Pickel lieben Zucker: Auf diese Nahrungsmittel lohnt es sich zu verzichten

jörg zittlau / ch media



«Wird schon vorübergehen.» Es ist genau dieser Spruch, der für Akne-Patienten kein Trost ist. Denn sie sind meistens jung, entdecken ihre Sexualität, und da können sie keine hässlichen Pickel im Gesicht gebrauchen. Ihr Leidensdruck ist hoch. Bei Akne-Patienten steigt das Depressionsrisiko um bis zu 60 Prozent. Akne ist psychisch keine Bagatellerkrankung.

Die Betroffenen probieren daher die unterschiedlichsten Therapien aus. Einige versuchen es mit Medikamenten. Andere mit Tipps, die aus ihrem Familien- und Freundeskreis kommen. Auch Teebaumöl wird empfohlen, und das kann – aufgrund seiner antibiotischen Wirkung – durchaus funktionieren. Doch was klingt schon verheissungsvoller als eine Impfung, die das körpereigene Immunsystem mobilisiert?

Impfstoff noch nicht am Menschen getestet

Wissenschaftler der Hochschulen und Pharma-Unternehmen suchen daher seit einigen Jahren nach Akne-Impfstoffen. Ein Forscherteam der University of California scheint nun fündig geworden zu sein. Ausgegangen ist man von der Tatsache, dass die Entzündungen der Haarfollikel vor allem durch Bakterien der Art Propionibacterium acnes ausgelöst werden.

Man kann sie zwar durch Medikamente wie Antibiotika und die vom Vitamin A abgeleiteten Retinoide in den Griff bekommen, doch diese Mittel sind riskant, können beispielsweise sonnenempfindlich machen, die Haut austrocknen und sogar zu (noch mehr) Depressionen führen.

Das Forscherteam um Chun-Ming Huang hat einen Antikörper gefunden, der verhindert, dass die Akne-typischen Entzündungsprozesse entstehen. Würde man nun einen Patienten mit diesem Antikörper impfen, hätte er zwar noch die Bakterien in seiner Haut, doch die könnten keine Entzündungen mehr auslösen. Im Tierversuch funktionierte das, beim Menschen wurde es noch nicht ausprobiert. Bis zur Zulassung eines Impfstoffes dürften also noch Jahre vergehen. Sofern es bei Menschen überhaupt klappt.

Für zwischendurch: Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.

Leichtes Spiel für Bakterien

Weswegen Patienten erst mal fokussieren sollten, was der Akne-Therapie bereits zur Verfügung steht. Wie die Umstellung der Ernährung: Ein Forscherteam um Jennifer Burris von der New York University hat Befunde zum Zuckergehalt der Nahrung und ihrem Bezug zu Akne gefunden.

Genauer gesagt geht es um den glykämischen Index (GI). Er gibt an, wie stark und schnell der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit ansteigt und wieder abfällt. Ist er hoch, besteht offenbar ein besonders hohes Akne-Risiko. Der Grund: Ein hoher GI lässt mehr Hormone und Wachstumsfaktoren im Körper kursieren, die gerade im jugendlichen Körper dazu führen, dass sich die Talgdrüsen an den Haarfollikeln verstopfen – und dann haben die Bakterien ein leichtes Spiel.

Besser also, man verzehrt Lebensmittel mit niedrigem GI. Dazu zählen neben eiweissreichen Tierprodukten wie Fleisch, Fisch, Käse und Ei auch Vollkorn, Gemüse und Obstsorten wie Nüsse, Äpfel und Pfirsiche. Zu vermeiden sind Cornflakes, Pommes, Kräcker und Toast, weil sie den Blutzuckerspiegel kurz und heftig nach oben treiben. Soft-Drinks sind für Akne-Patienten ein absolutes No-Go. Am schlimmsten sind demzufolge die gesüssten Tees: Sie steigern das Akne-Risiko auf das 2,5-Fache.

Ungesüsster Grüntee kann dagegen ein Segen für die Patienten sein. Denn seine Polyphenole hemmen nicht nur Entzündungen, sondern auch die Talgproduktion in der Haut. Grüntee vermag sowohl äusserlich, in Form einer Creme, als auch innerlich, in Gestalt des altbekannten Aufgusses, die Akne-Pickel mengen- und grössenmässig zu reduzieren.

Mit dem Essen spielt man doch!

Schweizer Süssgetränke besonders süss

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 09.04.2019 15:42
    Highlight Highlight Für ärgerliche Zickereien: Milchprodukte, Soja, rotes Fleisch weglassen, stattdessen eher Fisch, viel grünes Gemüse (Paprika, Sellerie etc.), Reis essen, Grüntee hilft auch. Das Hausrezept für Pickel (ausser für Leute mit Blutgerinnungsstörung): Aspirin (Salicyl, baby) und/oder Backsoda zerstampfen (ca. 1/2 Teelöffel), mit ein paar Tropfen Wasser mischen, auf die Pickelareale auftragen (Mund, Augen natürlich nicht). Abwaschen nach 1-2 min. oder eher. Gesichtswasser mit hauttypischem Ph-Wert nutzen, Feuchtigkeitscreme. Leute mit Aktentaschenakne gehen zum Hautarzt. Da hilft kein Hausmittelchen.
  • hämpii 09.04.2019 14:05
    Highlight Highlight Da schein ich eine Ausnahme zu sein.... Ich glaube es frisst selten jemand so viel Schokolade wie ich und trotzdem habe ich (fast) nie Pickel. Und das Beste, dick bin ich auch nicht ^^ Aber ok, Ausnahmen bestätigen die Regel
  • Calvin Whatison 09.04.2019 11:36
    Highlight Highlight Warum kriegt man eigentlich von Senf (roh) Pickeln??? 🤔
  • Dong 09.04.2019 11:03
    Highlight Highlight Gemäss Wikipedia gibt’s zwei Studien, welche einen Zusammenhang zwischen Glykämischem Index und Akne suggerieren. Eine hatte 32 Teilnehmer, die andere 43. Ist das bei der im Artikel erwähnten Studie auch so?
  • Niliya Vontülen 09.04.2019 08:53
    Highlight Highlight Okey, ich bin auch nicht immer mit mir und meinem Äusseren zufrieden. Aber wenn ich so daran denke, was man alles macht, erfindet, um sämtliche äusseren 'Makel' zu beseitigen, dann frage ich mich, ob wir nicht besser all dieses Geld in irgendetwas investieren täten, das uns allen ein gesundes Selbstvertrauen lehrt. Verständnis und Versöhnung für allfällige 'Unebenheiten', welche dann eben nicht mehr als solche, sondern als normales menschliches Dasein betrachtet würde.

    (Ich glaube, in meinem Satz stimmt einiges grammatikalisch nicht ganz :) aber ihr habt schon verstanden? Okey, super)
    • pinex 09.04.2019 09:25
      Highlight Highlight Ich kann dich sehr gut verstehen, vorallem je älter ich werde aber versteheauch die andere seite sehr gut, da ich seit 15 jahren akne (nicht nur ab und zu ein pickel!) habe... es ist nicht leicht
    • M. mit P. 09.04.2019 10:10
      Highlight Highlight Niliya, du hast recht, dass wir lernen sollten mit unserem Äußeren zufrieden zu sein, aber hier geht es nicht um ein, zwei Pickelchen, sondern um Akne. Ich war in der Pubertät auch davon betroffen und es war schrecklich. Du fühlst dich unwohl, deine Haut tut weh, die Behandlungen sind schmerzhaft und auch nicht unbedenklich (Hormontabletten, Säurepeelings, scharfe Cremes, usw.). Heute ist meine Haut alles andere als perfekt, aber es stresst mich einfach nicht mehr. Das Älterwerden bringt also doch Vorteile! 😂
    • Satox 09.04.2019 14:58
      Highlight Highlight Wir sprechen nicht von einem oder zwei Pickeln, sondern von Akne - einer Erkrankung! Dein Kommentar ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Betroffenen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Little J 09.04.2019 08:38
    Highlight Highlight Ich hatte mehrere Monate richtig übele unterirdische Pickel auf beiden Backen. Hab alles ausprobiert und nichts hat genützt. Dann kam ich auf Schüsslersalze. Dachte nicht dass es viel ändern würde- flasch gedacht! Nach 5 Tagen Kur waren alle weg und habe seit dem keine neuen mehr bekommen. Einfach Schüsslersalze 3+8 mit etwas Wasser zu einer Paste verrühren, aufs Gesicht geben und eintrocknen lassen über Nacht. Kann ich echt nut empfehlen :)
    • Devante 09.04.2019 09:44
      Highlight Highlight flash gedacht!

5 Punkte, die zeigen, wie es um die psychische Gesundheit in der Schweiz steht

Knapp ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung leidet an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Das kann von Ess- über Angststörungen bis zu Depression reichen. Ein Überblick.

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