Wissen
International

Test mit aufblasbarem Wohnmodul «Beam» an ISS abgebrochen

#YearInSpace: Mit diesen atemberaubenden Bildern verabschiedet sich Scott Kelly von der ISS

1 / 19
#YearInSpace: Mit diesen atemberaubenden Bildern verabschiedet sich Scott Kelly von der ISS
#YearInSpace: Nach 340 Tagen verabschiedet sich der Astronaut Scott Kelly von der Internationalen Raumstation ISS mit diesen atemberaubenden Bildern. Hier: La’nga Co, ein Salzwassersee im Westen Tibets, nahe der chinesischen Grenze. Wortwörtlich übersetzt bedeutet der tibetische Name "See der Dämonen".
quelle: scott kelly/nasa
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Fail im Weltraum : Aufblasbares Wohnmodul an der ISS liess sich eben genau NICHT aufblasen

27.05.2016, 05:3827.05.2016, 10:38

Ein Experiment mit einem aufblasbaren Wohnraum-Modul an der Internationalen Raumstation ISS ist fehlgeschlagen. Das neuartige Modul mit dem Namen «Beam», das an die Raumstation angekoppelt ist, blies sich am Donnerstag nicht zur vollen Grösse auf.

Der Versuch wurde nach mehreren Stunden abgebrochen, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. «Beam» wurde vom Privatunternehmen Bigelow Aerospace im Auftrag der NASA zu einem Preis von 18 Millionen Dollar entwickelt und wird nun erstmals im All getestet.

Nach dem ursprünglichen Zeitplan, der nun in Frage gestellt ist, sollten erstmals am kommenden Donnerstag Astronauten in das 1,4 Tonnen schwere rechteckige Modul hineinschweben.

Ein paar Zentimeter

Die NASA will am Freitag näher auf die Probleme eingehen, die zum Testabbruch führten. 
Die NASA will am Freitag näher auf die Probleme eingehen, die zum Testabbruch führten.
Bild: AP/NASA

Während des nun erfolgten zweistündigen Tests, den der US-Astronaut Jeff Williams in Zusammenarbeit mit dem Kontrollzentrum in Houston im US-Bundesstaat Texas vornahm, blies sich das Modul nach Angaben der NASA jedoch gerade einmal ein paar Zentimeter in Länge wie Breite auf. Bei voller Grösse ist «Beam» vier Meter lang und 3,23 Meter breit.

Ein zunächst für Freitag in Aussicht gestellter zweiter Versuch wurde abgeblasen. Stattdessen will die NASA bei einer Pressekonferenz (18.00 Uhr MESZ) die Probleme erläutern, die in der Nacht bei einer Untersuchung des aus der extrem belastbaren Kunstfaser Kevlar bestehenden Moduls genauer festgestellt werden sollen.

Mehr zum Thema

Raumfahrt

Wohnräume auf dem Mars oder Mond

Aufblasbare Module sollen nach den Plänen der NASA und von Bigelow Aerospace in künftigen Jahrzehnten als Wohnräume für Astronauten auf dem Mond oder Mars dienen. Ihr grosser Vorteil besteht darin, dass sie beim Transport nur wenig Raum brauchen.

Allerdings ist noch ungeklärt, ob ein Modul wie «Beam» die Astronauten ausreichend gegen die hochintensive Sonnenstrahlung und die extremen Temperaturschwankungen im All sowie gegen herumfliegenden Weltraumschrott schützen könnte. Im Inneren von «Beam» sind Sensoren installiert, die die Strahlung messen. Diese Messdaten sollen regelmässig von den ISS-Astronauten eingesammelt werden. (trs/sda/afp)

Die Explosion des Space Shuttles «Challenger»

1 / 12
Explosion der «Challenger» jährt sich zum 30. Mal
Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgten am 28. Januar 1986live den 25. Start eines Space Shuttles - und wurden dann Zeugen einer Katastrophe.
quelle: ap/ap / thom baur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Matrixx
27.05.2016 08:25registriert März 2015
Ein noch besserer Titel wäre: Mission abgeblasen, weil Objekt nicht aufgeblasen.
00
Melden
Zum Kommentar
4
Was wir aus dem Zwischenfall auf der ISS lernen können
Teamwork und im Zweifel lieber Vorsicht: Ein Alarm auf der ISS zeigt, was im All zählt – und wo die Schwachstellen des internationalen Projekts liegen.
Plötzlich musste es schnell gehen, 400 Kilometer über der Erde. Wegen neuer Lecks an einem russischen Modul der Internationalen Raumstation ISS zogen sich mehrere Astronauten vorsorglich in das angedockte Dragon-Raumschiff zurück. Druckverlust gehört neben Feuer an Bord zu den ernsten Gefahren auf dem Aussenposten der Menschheit. Für Raumfahrtexperten ist der jüngste Vorfall zwar kein Grund zur Panik - er zeige aber grundlegende Herausforderungen der bemannten Raumfahrt. Hier sind drei Dinge, die wir daraus lernen können:
Zur Story