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Erster Raketenstart von Russlands neuem Weltraumbahnhof Wostotschny

Erster Raketenstart von Russlands neuem Weltraumbahnhof Wostotschny

28.04.2016, 05:0028.04.2016, 09:32

Erstmals ist von Russlands neuem Weltraumbahnhof Wostotschny im Fernen Osten eine Rakete ins All gestartet. Das russische Staatsfernsehen zeigte am Donnerstagmorgen, wie die Sojus-2.1a mit drei Satelliten an Bord um 4.01 Uhr MESZ (11.01 Uhr Ortszeit) abhob.

Lift off!
Lift off!
Bild: AP/AFP POOL

Gespannt verfolgten Experten auf dem Kosmodrom nahe der chinesischen Grenze die Flugbahn und die technischen Daten. Die Rakete flog zunächst über das kaum besiedelte Nordsibirien und sollte später die Satelliten in die Erdumlaufbahn bringen.

Der russische Präsident Wladimir Putin war zum Erststart eigens aus dem rund 8000 Kilometer entfernten Moskau angereist. Ursprünglich sollte die Rakete schon am Mittwoch abheben, ein defektes Ventil verhinderte dies aber.

Zu Ehren des russischen Raumfahrtpioniers Juri Gagarin hatten die Hersteller der Sojus die Rakete mit einem riesigen Konterfei des ersten Menschen im All verziert. Das Porträt des Kosmonauten, der vor 55 Jahren – am 12. April 1961 – gestartet war, klebte als schemenhaftes blau-weisses Logo auf der Aussenwand der Rakete.

Die Inbetriebnahme von Wostotschny gilt nicht nur für die russische Raumfahrt als Meilenstein. Künftig sollen von dort auch Astronauten der US-Raumfahrtbehörde NASA und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA starten.

An Wostotschny hatte Russland gut sechs Jahre lang gebaut. Es ist der erste zivile Weltraumbahnhof auf russischem Territorium. Die Raumfahrtnation will sich damit auch unabhängig machen von ihrem Kosmodrom Baikonur, das sich seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in der Republik Kasachstan befindet. Russland zahlt für Baikonur noch bis 2050 jährlich rund 100 Millionen Euro Pacht. (sda/dpa)

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