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Seit 1944 verschollen: Deutsches U-Boot im Ärmelkanal entdeckt

Taucher vor einem U-Boot des Typ VIIC (Archivbild): Überraschend wurde ein Schiff der gleichen Bauart vor England entdeckt.
Taucher vor einem U-Boot des Typ VIIC (Archivbild): Überraschend wurde ein Schiff der gleichen Bauart vor England entdeckt.Bild: imago

Seit 1944 verschollen: Deutsches U-Boot im Ärmelkanal entdeckt

Tauchern ist vor der Küste Englands ein kleiner Coup gelungen: Sie entdecken ein U-Boot, das sich eigentlich an einem ganz anderen Ort befinden sollte.
28.10.2026, 06:4828.10.2026, 06:48
Konstantin Hitscher / t-online
Ein Artikel von
t-online

Nach 82 Jahren haben Taucher vor der Küste Englands das Wrack eines U-Boots gefunden – obwohl es eigentlich an einer ganz anderen Stelle liegen sollte. Wie mehrere Medien jetzt berichten, handelt es sich bei dem U-Boot um ein Kampfschiff der Deutschen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Das Wrack wurde bereits im August von einem Taucherteam entdeckt – in einer zweiten Tauchmission wurde es dann von der Tauchermannschaft «Gasperados» als das deutsche Schiff U-627 identifiziert – ein U-Boot der Bauart VII C.

Das Wrack liegt etwa 30 Kilometer vor der Küste Englands im Ärmelkanal, in einer Tiefe von rund 70 Metern. Laut der Medienberichte war das Schiff dort im Juli 1944 gesunken, nach einer britischen Attacke.

Zum Zeitpunkt des Angriffs soll das Boot voll besetzt gewesen sein – es befanden sich also 52 Personen an Bord. Die komplette Mannschaft habe überlebt: Die Insassen seien von dem britischen Militär gefunden worden – sie landeten in Kriegsgefangenschaft.

U-Boot: Schreibfehler macht Wrack zu Überraschungsfund

Eigentlich sind die meisten deutschen U-Boote im Ärmelkanal längst verzeichnet. Dass das U-Boot erst vor Kurzem entdeckt wurde, liegt an einem Kartierungsfehler. Wie ein Historiker der BBC erklärt, gab es einen Schreibfehler in den Dokumenten. Daher sei das Boot 74 Kilometer von der Stelle entfernt aufgetaucht, an der es eigentlich liegen sollte.

U-Boote wurden von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg gegen Grossbritannien vor allem eingesetzt, um die Versorgungsrouten des Kriegsgegners zu kappen. So sollte das Land von Lebensmitteln, Treibstoff und anderem Kriegsmaterial abgeschnitten werden.

Insgesamt wurden von den U-Booten des Modells VII C etwa 700 Exemplare gebaut – es ist so das meistgebaute U-Boot jemals. Die Boote wurden von Deutschland seit 1940 produziert. Sie waren 67 Meter lang.

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