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Weltkarte der Homosexualität

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Weltkarte der Homosexualität

Das oberste Gericht in Nairobi muss entscheiden, ob Homosexualität legalisiert werden soll. Wir nehmen die unterschiedlichen Regelungen dieser Welt unter die Lupe.
21.02.2019, 19:5902.05.2023, 14:25

Gleichgeschlechtliche Liebe ist in Kenia verboten. Bis zu 14 Jahre Gefängnis drohen Schwulen in dem Land – sexuelle Handlungen unter Frauen sind hingegen nicht strafbar. Das Gesetz stammt von 1930, aus der britischen Kolonialzeit. Es wurde damals dem indischen Gesetz nachempfunden, welches wiederum aus dem Jahr 1860 stammt, wie die NZZ berichtet. Indien allerdings hat den Homosexuellen-Artikel vergangenes Jahr – nach jahrelangem Rechtsstreit – aus dem Gesetz gekippt.

Gleiches soll nun auch in Kenia geschehen. Der «High Court» entscheidet über das umstrittene Gesetz und darüber, dass Homosexualität legalisiert wird.

In 29 Ländern Subsahara-Afrikas ist Homosexualität immer noch illegal. In einigen steht darauf sogar die Todesstrafe. In anderen Ländern wiederum dürfen Homosexuelle bereits seit Jahren standesamtlich heiraten, in manchen auch Kinder adoptieren.

Welches Land hat welche Regeln? Eine Übersicht:

Weltkarte der Homosexualität

In Afrika und Asien sind die Gesetze für gleichgeschlechtliche Liebe am strengsten. Im Sudan, Iran, Jemen und Saudi-Arabien droht bei sexuellen Handlungen unter Männern die Todesstrafe.

So ist Homosexualität in den verschiedenen Ländern geregelt.
So ist Homosexualität in den verschiedenen Ländern geregelt. grafik: watson, basierend auf material von wikipedia / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auch wenn die Akzeptanz in Europa grösstenteils vorhanden ist: Die «Ehe für Alle» ist längst nicht in allen Ländern erlaubt.

In vielen osteuroäischen Ländern wie Polen, Ungarn oder der Ukraine ist die Ehe in der Verfassung nur als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert.

Europa:

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Situation in der Schweiz

In der Schweiz können Homosexuelle nicht im klassischen Sinne heiraten. Seit 2007 haben sie jedoch die Möglichkeit, eingetragene Partnerschaften zu schliessen.

Im Gegensatz zur Heirat ermöglicht die eingetragene Partnerschaft beispielsweise keine erleichterte Einbürgerung für den ausländischen Partner und die Adoption oder die künstliche Befruchtung ist untersagt.

Erst kürzlich kam die «Ehe für alle» hierzulande aber einen grossen Schritt weiter. Die Rechtskommission des Nationalrats will die Ehe für homosexuelle Paare öffnen. Die Kommission hat zwei Varianten zur Umsetzung ausgearbeitet. Eine davon sieht weiter die Legalisierung der künstlichen Befruchtung für lesbische Paare vor.

Laut einer Umfrage der Organisation «Pink Cross» steht eine Mehrheit der Bevölkerung hinter der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare: 70 Prozent sind laut ihnen dafür. Bis die «Ehe für alle» die Räte und allenfalls eine Volksabstimmung durchlaufen hat, dürfte es aber noch mehrere Jahre dauern.

Miese Zustimmungswerte in Kenia

Von einer solchen Zustimmung ist man in Kenia weit entfernt. Zahlen aus dem Jahre 2014/2015 zeigten, dass sich bloss 14 Prozent der Bevölkerung vorstellen kann, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schwulen oder Lesben zu leben. Das ist selbst unter dem gesamtafrikanischen Durchschnitt von 21 Prozent.

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Hoffnung gibt es für die kenianische Schwulen- und Lesben-Szene trotzdem: Die kenianischen Richter gelten als relativ Fortgeschritten. 2018 erklärte ein Gericht Rektaluntersuchungen für illegal. Die Untersuchungen wurden jeweils vorgenommen, um Schwule des Geschlechtsverkehrs zu überführen. Zudem entschied ein anderes Gericht, dass schwul-lesbische Organisationen nicht die formelle Registrierung verweigert werden darf.

Sollten die Richter auch am Freitag progressiv entscheiden, dürfte der Kampf um mehr Rechte aber nicht vorbei sein. Das Urteil kann an zwei höhere Instanzen weitergezogen werden.

Mit kleidertragenden Männer gegen Homophobie

Video: srf/SDA SRF

Pride 2018 in Zürich

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Pride 2018 in Zürich
Tausende haben am Samstag unter dem Motto «Same Love – Same Rights» in Zürich demonstriert. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
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