Wirtschaft
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Achtung! Lesben verdienen 33 Prozent mehr als andere Frauen



Eine australische Studie hat wieder einmal das Thema Lohndiskriminierung unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit der amerikanischen San Diego State University hat die University of Melbourne Daten der letzten zwanzig Jahre ausgewertet. Und Erstaunliches herausgefunden. Erstens, dass schwule Männer im Vergleich zu heterosexuellen weniger verdienen. Ganz genau 20 Prozent weniger. Schwule sind damit quasi die Frauen unter den Männern. 

Zweitens haben sie analysiert, wie gross denn eigentlich die Diskrepanz zwischen lesbischen und heterosexuellen Frauen in Sachen Lohn so ist. Der Unterschied beträgt ganze 33 Prozent. Zugunsten der Lesben. 

(L-R) Mia Kirshner as Jenny, Laurel Holloman as Tina, Katherine Moennig as Shane, Pam Grier as Kit, Leisha Hailey as Alice, Sarah Shahi as Carmen, Rachel Shelley as Helena, Jennifer Beals as Bette and Erin Daniels as Dana
Photo: Max Vadukal/Showtime
Photo ID: THEL3_003_MD

Reiche Lesben in Designerkleidern: Die Serie «The L-Word». Bild: Showtime

Und wieso? Die Autoren der Studie haben dafür eine einfache Erklärung: Lesben sei relativ früh im Leben klar, dass sie selbst die Haupternährerin sein werden. Sie würden härter studieren, eher karriereorientierte Entscheidungen treffen und sich viel seltener auf Dinge wie Familienplanung und Mutterschaft konzentrieren. Sie seien überhaupt viel tougher in jenem Prozess, der sich «Lean in», also «Häng dich rein!», nennt und von Facebook-CEO Sheryl Sandberg seit zwei Jahren als die einzig richtige weibliche Karriere-Strategie verkauft wird. 

Sandbergs Manifest wird aktuell übrigens ganz direkt von der jungen britischen Feministin, Bloggerin und Autorin Laurie Penny angegangen. Sie hat Theorien wie jene von Sandberg als ultraneoliberalen Wolf im feministischen Schafspelz enttarnt und wünscht sich eine «Generation fauler Frauen».

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 25.06.2015 11:16
    Highlight Highlight Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es nicht so einfach ist die grosse Karriere mit Kindern zu vereinbaren. Meistens haben Lesben aber keine Kinder und damit steht der Karriere auch nichts im Weg. Warum braucht es da eine Studie?
    • 8004 Zürich 25.06.2015 12:03
      Highlight Highlight Mit diesem Einwänd hättest Du Recht, wenn es nicht den Fakt mit der Lohnschere zwischen homo- und heterosexuellen Männern gäbe. Viel eher liegt es wohl am Willen zur Konfrontation im Durchsetzungsvermögen, was sich sich in Lohnverhandlungen extrem auswirkt. Und wer hinter diesen Zahlen pure Diskriminierung ortet, muss sich bewusst machen, dass sich Diskriminierung eher im Übergehen bei Beförderungen äussert und viel weniger in einer Lohndiskrepanz unter gleichgestellten Mitarbeitern.
    • 8004 Zürich 25.06.2015 12:13
      Highlight Highlight Die Frage ist jetzt, wie die Wirtschaft und die Gesellschaft Rücksicht nimmt auf die ((nicht nur?) hormonell bedingte?) grössere "Sanftheit" und Harmoniebedürftigkeit von heterosexuellen Frauen und homosexuellen Männern, ohne dass dabei die (aggressive) Fähigkeit Zielstrebigkeit und "sich selbst verkaufen und durchsetzen" untergraben wird und so letztendlich beiden ((nicht nur?)körperlich bedingten?) charakterlichen Ausprägungen gerecht wird. Wer sich mehr "reinhängt", soll dafür belohnt werden, wer das nicht kann, soll nicht dafür bestraft werden. Schwierig, schwierig; Rubiks Cube...
  • qumquatsch 25.06.2015 11:01
    Highlight Highlight Danke, ich persönlich sehe darin die Bestätigung, dass das Geschlecht als solches keine Rolle spielt beim Lohn sondern die Person dahinter (Attitude, Commitment und ganz wichtig: Ziele&Vorstellungen).

    Ja es kann sein, dass teils Systematik dahinter steckt, jedoch glaube ich, dass dies max 10-15% (ja 10-15% zuviel) ausmacht. Wäre dann spannend zu sehen wie unter diesen Gruppen dann die Verteilung ist (Lesben<->Schwule, Lesben<->Hetero Männer etc...)
  • Okabe Rintarou 25.06.2015 10:56
    Highlight Highlight Ich hoffe diese 33% sind schon im Verhältnis gerechnet sonst ist es fast logisch mit der oben erwähnten Zielstrebigkeit und der Tatsache das es weniger Lesben gibt :)
    Aber es gibt sicher auch eine Studie die das Gegenteil herausgefunden hat so wie immer
  • stadtzuercher 25.06.2015 10:55
    Highlight Highlight müsste man, mit blick auf letzten abschnitt, nicht eher eine generation fauler männer anstatt fauler frauen fordern? weil wenn die frauen jetzt auch noch ganz faul abhängen, dann steigt die lohnschere noch viel mehr an, und dann? wird wieder gejammert.

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

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