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Die chinesische Raumfahrtbehörde erwartet den Absturz von «Tiangong-1» am Montag

FILE - In this June 13, 2013, file image released by China's Xinhua News Agency, the Shenzhou-10 manned spacecraft is seen while conducting docking with the orbiting Tiangong-1 space module. Chin ...
Bild: AP/Xinhua

Chinesische Raumstation «Tiongang-1» wird zwischen 1 und 5 Uhr auf die Erde stürzen

01.04.2018, 09:0501.04.2018, 21:51

Teile des chinesisches Raumlabors «Tiangong 1» werden in der Nacht zum Ostermontag zwischen 1 Uhr und 5 Uhr (Mitteleuropäischer Zeit) auf die Erdoberfläche fallen. Am wahrscheinlichsten sei ein Absturz gegen 3.00 Uhr, teilte die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) am Sonntagabend in ihrer letzten Prognose mit.

Die chinesische Raumfahrtbehörde hatte zuvor den Absturz für Montag angekündigt, ohne eine genaue Zeit zu nennen. Sie bekräftigte, dass für Menschen keine Gefahr bestehen werde.

Das acht Tonnen schwere Raumlabor «Tiangong-1» ist ausser Kontrolle geraten. Im März 2016 brach der Funkkontakt ab – «Tiangong-1» liess sich nicht mehr steuern und auch nicht mehr kontrolliert in die Erdatmosphäre manövrieren.

IXV – die wiederverwendbare Raumfähre der ESA

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IXV – die wiederverwendbare Raumfähre der ESA
Voilà, das IXV. Mit ihm testet die ESA Technologien, die den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erlauben.
quelle: esa / jacky huart
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China, das ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm unterhält, hatte «Tiangong-1» im September 2011 im Weltall ausgesetzt. Auf dem Aussenposten im All koppelten mehrere bemannte und unbemannte Raumschiffe an, doch seit 2013 hat kein Taikonaut mehr die Raumstation betreten.

Im September 2016 schickte China den Nachfolger «Tiangong-2» ins All. Bis 2022 soll daraus eine grosse, ständig bemannte Raumstation entstehen.

«Prächtiger Sternschnuppenregen»

Die Raumfahrtbehörden weltweit verfolgen den Sinkflug von «Tiangong-1» genau. Der grösste Teil der ursprünglich samt Treibstoff 8,5 Tonnen schweren Raumstation wird demnach verglühen. Etwa 1,5 bis 3,5 Tonnen können als kleine Teile auf Land oder Meer treffen, wie Esa-Experte Holger Krag im Vorfeld sagte.

Die Zone, in der Trümmerteile niedergehen könnten, liegt zwischen dem 43. Grad nördlicher und dem 43. Grad südlicher Breite. Die Schweiz liegt nördlich davon. Experten vermuten, dass die meisten Teile ins Meer stürzen.

Bereits vor einigen Tagen hatte die chinesische Raumfahrtbehörde beteuert, niemand müsse befürchten, dass die Station «wie in einem Science-Fiction-Film wild auf die Erde stürzen wird». Vielmehr werde sie sich in einen «prächtigen Sternschnuppenregen verwandeln, der durch den sternenklaren Himmel zur Erde braust».

«Die Wahrscheinlichkeit für ein Individuum, von einem Trümmerteil verletzt zu werden, ist so hoch wie die Möglichkeit, von einem Blitz zweimal in einem Jahr getroffen zu werden», sagte Esa-Experte Krag. In der Geschichte der Raumfahrt gab es bisher noch keinen bestätigten Fall, in dem ein Mensch von herabfallendem Weltraumschrott verletzt wurde. (viw/sda/afp/dpa)

Weltraum-Schrott

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