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Gleichstellungsforscherin Katja Rost nach langer Krankheit gestorben

Katja Rost
Soziologieprofessorin Katja Rost.Bild: zvg, Karin Hofer/NZZ

Gleichstellungsforscherin Katja Rost nach langer Krankheit gestorben

Die Zürcher Soziologieprofessorin Katja Rost ist im Alter von 50 Jahren gestorben. Rost erlag einer langjährigen Krebserkrankung. Mit Studien zu Frauenquoten, Karrierewegen und Geschlechterrollen löste sie wiederholt öffentliche Debatten aus.
22.06.2026, 22:5022.06.2026, 22:50

Katja Rost gehörte zu den bekanntesten Soziologinnen der Schweiz. An der Universität Zürich forschte sie zu Gleichstellung, Karrierewegen von Frauen und gesellschaftlichen Rollenbildern. Mit ihren Studien und öffentlichen Stellungnahmen sorgte sie immer wieder für Diskussionen, weil ihre Ergebnisse verbreiteten Annahmen widersprachen. Am vergangenen Samstag ist Katja Rost im Alter von 50 Jahren gestorben, wie die «NZZ» berichtet

Rost litt seit mehreren Jahren an einem multiplen Myelom, einer Form von Knochenmarkkrebs. Sie hinterlässt einen Ehemann sowie einen zwölfjährigen Sohn.

Neues Buch erschien erst Anfang Juni

Erst Anfang Juni erschien mit «Bumerang Frauenquote» ihr neues Buch. Darin vertreten Rost und ihre Mitautorinnen die These, dass Frauenquoten in Schweizer Unternehmen zwar mehr Frauen in Führungspositionen gebracht hätten, inzwischen aber auch Nachteile verursachen könnten.

Neben ihrer Forschung engagierte sich Rost an der Universität Zürich für Gleichstellungsfragen. Als Präsidentin der Gleichstellungskommission setzte sie sich unter anderem für bessere Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.

Auch als Interviewpartnerin war Rost gefragt. Im Interview mit CH Media im Dezember 2025 erklärte sie den Trend zu Hotels, Restaurants und Campingplätzen mit wirtschaftlichen Überlegungen und gesellschaftlicher Individualisierung. (cam) (schweizheute.ch)

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