Neue Nukleartechnologien könnten laut Studie Stromlücke verringern
Neue Nukleartechnologien könnten die Schweiz unabhängiger von Stromimporten machen. Das zeigt eine Studie der Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-Swiss). Den Ausbau erneuerbarer Energien ersetzen sie demnach jedoch nicht.
Die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung zeigt Bedingungen auf, unter denen neue Nukleartechnologien einen Beitrag zur Schweizer Energieversorgung leisten könnten: Dazu gehören laut TA-Swiss unter anderem, dass diese neuartigen Reaktoren rechtzeitig verfügbar sind, ihre Kosten nicht zu hoch ausfallen und die regulatorischen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Als Chance könnten neue Reaktoren die Winterstromlücke mildern und Treibhausgase reduzieren. Ein Neubau wäre jedoch teuer und ohne staatliche Hilfe kaum finanzierbar.
Erschwerend kommen eine gespaltene Haltung in der Bevölkerung, drohende Wissenslücken in der Industrie sowie auf kleine modulare Reaktoren (SMR) schlecht ausgerichtete Bewilligungsverfahren hinzu. Auch Fragen zur Entsorgung von Brennstoffen müssten geklärt werden. (hkl/sda)
