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Symbolbild für rund 50 Prozent der 15-jährigen Schweizerinnen und Schweizer, wenn ihnen jemand vorschlägt, sie sollen doch mal wieder was lesen. bild: shutterstock

6 Punkte, die bei der neusten Pisa-Studie (leider) auffielen

Die Pisa-Studie 2019 meint es nicht gerade gut mit uns. 15-jährige Schülerinnen und Schüler in der Schweiz sind meist biederer Durchschnitt. Vor allem die Lesekompetenz nahm in den letzten Jahren immer mehr ab.



Die aktuelle Pisa-Studie ist ernüchternd: Die Schweiz liegt meist im Durchschnitt. Der Fokus lag in der alle drei Jahre durchgeführten Studie auf der Lesekompetenz. Und dort – müssen wir feststellen – hört der Spass wortwörtlich auf.

Immer mehr Probleme mit Lesen

Wir bewegen uns bei der Lesekompetenz von 15-Jährigen zwar auf einem mehr oder weniger stabilen Niveau in diesem Jahrtausend. Aber während die Schweiz 2012 noch deutlich über dem OECD-Durchschnitt lag, ist sie 2018 nicht nur drunter, sondern muss auch den tiefsten Punktewert der letzten sieben Studien hinnehmen.

Entwicklung der Lesekompetenz in der Schweiz

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Entwicklung der Lesekompetenz. Achtung: Die Y-Achse beginnt erst bei 400 Punkten. bild: watson

Die Schweiz liegt mit diesem Wert auf Platz 27 aller 79 Nationen und damit im Bereich von Österreich, Italien oder den Niederlanden. Aber: Rund ein Viertel der 15-Jährigen in der Schweiz kann einen Text, den sie gelesen haben, nicht einmal in den Grundzügen verstehen.

Immer weniger Freude am Lesen

Ein Grund, dass die Lesekompetenz seit zwei Pisa-Studien sinkt, ist wohl auch die fehlende Lesefreude. Hier mussten die 15-jährigen Schüler diverse Fragen zur emotionalen Bedeutung des Lesens beantworten. Die vierstufige Ratingskala reichte dabei von «stimme überhaupt nicht zu» bis «stimme völlig zu».

Die Abnahme ist zwar schon seit 2000 im Gang. Aber bis 2009 war diese statistisch noch nicht signifikant, wie die Studienleiter berichten. 2018 ist dies aber der Fall. Insbesondere bei den Mädchen gab es eine deutliche Abnahme. Im internationalen Vergleich sieht es gar richtig düster aus: Einzig in Belgien ist die Lust auf Lesen noch kleiner.

Lesefreude der 15-jährigen Schweizer seit 2000

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Lesefreude bei 15-jährigen Schweizern. Achtung: Die Skala beginnt bei 2.0 (Maximalpunktzahl: 4). bild: watson

Fast die Hälfte liest nicht mehr freiwillig

Mit Punkt 2 geht auch dieser Punkt einher: Freiwilliges Lesen ist immer weniger beliebt. Lasen 2000 noch rund 35 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler nichts freiwillig, sind es 18 Jahre später 51,1 Prozent. Vor allem bei Knaben ist die Abneigung mit rund 60 Prozent hoch.

15-Jährige in der Schweiz, die nicht zum Vergnügen lesen

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Achtung: Die Skala beginnt bei 20%. bild: watson

Eine ähnliche Entwicklung geht in den weiteren OECD-Staaten vor sich. In Deutschland und Österreich sind die Daten vergleichbar.

Daten und Quellen

Die Daten für diesen Artikel stammen von der aktuellen Pisa-Studie. Hier gibt es alle Details dazu.

Wissen über die richtige Lernstrategie nimmt ab

Was in den letzten Jahren ebenfalls abnahm, ist die richtige Strategie zu finden, um Texte zu verstehen. Hierzu gaben Schüler und Experten Punkte für die Nützlichkeit verschiedener Strategien. Stimmten die beiden Parteien überein, gab es die Maximalpunktzahl 9.

Verstehen und Erinnern von Texten

Lernstrategien Pisa

Auch hier schneiden die 15-Jährigen Knaben in der Schweiz schlechter ab als die Mädchen. Dieser Trend zieht sich praktisch durch alle OECD-Länder.

Entwicklung Naturwissenschaften

Weg von der Lesekompetenz, hin zu den Naturwissenschaften. Dort schneiden die 15-jährigen Schweizer noch immer leicht besser ab als der OECD-Durchschnitt. Die Schweiz liegt auf Rang 23. Die Leistungen sind vergleichbar mit Altersgenossen aus Deutschland, den USA, Frankreich und Österreich. Deutlich besser haben 15-Jährige aus Ländern wie China, Japan, Finnland oder Kanada abgeschlossen.

Entwicklung der Kompetenz für Naturwissenschaften in der Schweiz

Pisa Naturwissenschaften

Achtung: Die Y-Achse beginnt erst bei 400 Punkten. bild: watson

Entwicklung Mathematik

Zum Abschluss der beste Teilbereich: Mathematik. Die Schweiz büsst hier zwar gegenüber 2015 drei Plätze ein, liegt aber noch immer auf dem 11. Rang.

Entwicklung der Kompetenz für Mathematik in der Schweiz

Pisa Mathematik

Achtung: Die Y-Achse beginnt erst bei 400 Punkten. bild: watson

Die Leistungen sind vergleichbar mit Altersgenossen aus Kanada, Dänemark und den Niederlanden. Deutlich besser haben 15-Jährige aus asiatischen Ländern wie China, Japan oder Südkorea abgeschlossen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Windir 04.12.2019 21:15
    Highlight Highlight Eventuell könnte man aufhören bei der Bildung immer weiter zu sparen. Wir riskieren hier die Zukunft unseres Landes.
  • wolge 04.12.2019 06:13
    Highlight Highlight Eigentlich müsste dieser Artikel als Video erscheinen.... Lesen kann offenbar ja keiner mehr..
  • Las Niklas 03.12.2019 23:48
    Highlight Highlight Kann mir mir jemand eine Kurzfassung des Artikels geben. Ist mir zuviel Text. 🤷‍♂️
  • Wolkenlos 03.12.2019 22:25
    Highlight Highlight 4. "Was in den letzten Jahren ebenfalls abnahm, ist die richtige Strategie zu finden, um Texte zu verstehen. Hierzu gaben Schüler und Experten Punkte für die Nützlichkeit verschiedener Strategien."

    Was für Strategien, abgesehen vom Lesen, sind hier gemeint? 🤔
    • Shikoba 05.12.2019 07:05
      Highlight Highlight Evtl mit Leuchtstift markieren, daneben Notizen machen, Zusammenfassungen schreiben, etc. 🤷‍♀️
  • mrgoku 03.12.2019 19:18
    Highlight Highlight auf insta und snap si d ja rechtschreibefehler egal....daher verblöded die jugend und kennt ausser lit, bro, brate, myluv und co. keine anständigen worte mehr
  • Badummtsss 03.12.2019 18:24
    Highlight Highlight Ich sage schon lange: Die Menschheit verblödet seit dem Internet🤷‍♂️.
  • Dan Rifter 03.12.2019 18:16
    Highlight Highlight Lesen heisst, sich über längere Zeit auf ein und dasselbe zu konzentrieren.

    Immer mehr Kinder (und surprise: Erwachsene) haben eine Aufmerksamkeits- und Lustspanne im einstelligen Minutenbereich ..

    Das beisst sich brutal..

    Dito beim Lehrplan, viel mehr verlangt als früher.. obschon die Voraussetzungen schlechter geworden sind.

    Zuwanderung ist sicher ein Faktor, aber nicht nur. In den ländlichen Gebieten mit weniger Migrationshintergrund gibts auch viele schwache Schweizer Kinder.

    Ursachen? Schwierig.

    Fortnite und Tiktok helfen aber käumlich

    • Shikoba 05.12.2019 07:08
      Highlight Highlight Als 15jährige musste ich damals extrem viel für die Schule lesen. Da hatte ich tatsächlich keine Lust, in der Freizeit auch noch zu lesen. Danach war das aber kein Problem mehr.

      Btw, Fortnite setzt auch hohe Konzentrationsfähigkeit voraus, daran allein kann es nicht liegen.
    • foxtrottmikelima 05.12.2019 12:25
      Highlight Highlight @Shikoba Fortnite schon, ja. Aber TikTok, Insta, Snapchat und Konsorten sind definitiv nicht förderlich für Konzentration und Leseverständnis.
  • Rainbow Pony 03.12.2019 17:20
    Highlight Highlight Was bei allen Grafiken auch auffällt: die Tendenz ist generell, also auch über die OECD gesehen, abnehmend. Wieso?
  • DanielaK 03.12.2019 17:19
    Highlight Highlight Mich würde brennend interessieren, was das für ein Text war. Kann man den irgendwo nachschauen?
  • heinzelman 03.12.2019 17:09
    Highlight Highlight Sind die Unterschiede über die Zeit überhaupt signifikant? Einzig bei der Lesefreude findet sich ein Hinweis darauf, dass die Abnahme nun tatsächlich signifikant sei - heisst dies auch, dass alle anderen Daten nicht signifikant, und darum eigentlich gar keine interpretierbare Entwicklung zeigen? Könnt da mal ein Statistiker was zu sagen?
  • Kaspar Floigen 03.12.2019 16:31
    Highlight Highlight "Verstehen und Erinnern von Texten": Wer muss sich denn heute noch an etwas erinnern können? Man kann doch eh alles abspeichern und dann später....jetzt hab ich vergessen, was ich eigentlich sagen wollte.
  • Mikey51 03.12.2019 16:24
    Highlight Highlight Die meisten jungen Menschen im Umfeld unserer Töchter (28 und 23), sowie sie selbst, schreiben und lesen sehr sehr viel..... SMS, WhatsApp usw. und diese meistens in Schweizerdeutsch verfasst. Da kann keine Kompetenz in der Schriftsprache entstehen. Ich denke bei den Schüler*Innen wird es auch so sein.
    • Ribosom 03.12.2019 16:50
      Highlight Highlight Diese Behauptung würde ich so nicht unterschreiben.
      Auch ich, ebenfalls im Alter Ihrer Töchter, schreibe Kurznachrichten im Dialekt, was aber nicht bedeutet, dass ich in der Schriftsprache minder kompetent bin.

      Aber ich lese keine Bücher mehr, obwohl ich als Kind sehr viel gelesen habe. Für mich wurden andere Medien interessanter. Ich lese heute lieber wissenschaftliche Artikel oder schaue Dokus.

      Ich denke, dass eher die Medienvielfalt die Kinder lesefaul macht und nicht die Whatsapp auf Schweizerdeutsch.
    • Mikey51 03.12.2019 19:15
      Highlight Highlight Ich gebe Ihnen absolut rech betr. der grossen Auswahl an Medien und Filme schauen ist voraussichtlich weniger anstrengend als lesen. Meine Ansicht nach hat lesen den Vorteil, dass meine eigene Fantasie noch zusätzliche Bilder schaffen kann. Schön, dass Sie lesen und besondere, zusätzliche Sprachkompetenz entsteht bestimmt beim lesen und verarbeiten von wissenschaftlichen Artikeln.
    • Palpatine 03.12.2019 20:33
      Highlight Highlight Und ich sage: Es ist beides!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zat 03.12.2019 16:24
    Highlight Highlight Wie wohl wir Erwachsene bei einem solchen Test abschneiden würden?
    • Toltec 05.12.2019 13:46
      Highlight Highlight Ich hab einen Eindruck gewonnen anlässlich der Jahre, in denen ich einer Nachbarin Nachhilfe geleistet habe in Mathe und Deutsch, von 5. Klasse bis 2. Sek A.
      Ich musste mich jedesmal vorbereiten auf den Stoff. So ausm Gedächtnis meiner eigenen Schulzeit war nicht mehr sehr viel präsent.
  • Zat 03.12.2019 16:23
    Highlight Highlight Was weiss man schon über die Gründe, was das Lesen betrifft? Kann ja auch sein, dass ein Teil der Schüler gerade nichts freiwillig liest, weil die Zeit dafür fehlt? Ich als Leseratte kam in den anstrengendsten Zeiten der Schule auch nicht mehr dazu, erst später wieder. Gerade mit 15 J. ist man ja mit Lernen sowie Berufswahl und Schnuppermöglichkeiten beschäftigt.
    Kommt auch darauf an, wie die Frage gestellt wurde und welche Antwort-Auswahl es gab, darüber wissen wir nichts.
    Etwas anderes ist der Teil der Schüler, welcher die Grundzüge eines Textes nicht verstehen. Das gibt mir mehr zu denken.
    • Arts 03.12.2019 16:57
      Highlight Highlight Keine Zeit? Es ist immer eine Frage der Priorität; nicht der Zeit.
    • Zat 03.12.2019 17:27
      Highlight Highlight @Arts, das stimmt schon bis zu einem gewissen Grad, aber das hat so mancher 15-jähriger noch nicht so im Griff, denke ich. Wie auch so mancher Erwachsene.
      Ich würde mich selbst da auch nicht rausnehmen. Es gibt so Phasen, da müssen die obligatorischen Sachen vor den freiwilligen stehen, da nicht alles gleichzeitig reinpasst. Prioritäten eben.
    • Kruk 03.12.2019 21:23
      Highlight Highlight Ja, nur wenn man einmal ein Jährchen keine Zeit zum lesen hat, verliert man dadurch nicht seine ganze Lesekompetenz. Sie wurde gar nie erworben.
      Der Text wird ja wohl dem Alter entsprechen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 03.12.2019 16:02
    Highlight Highlight Der Mix von Handy-Kultur plus beschleunigter Einwanderung von mehrheitlich nicht angemessen (aus-) gebildeten Menschen zeigt sich nun schleichend aber explizit. "Lesen" ist nur die Spitze des Eisberg...
    • who cares? 03.12.2019 16:22
      Highlight Highlight Kinder sollen nicht genügend ausgebildete Einwanderer sein? ich denke mehr, das Problem ist hausgemacht.
    • landre 03.12.2019 17:37
      Highlight Highlight @who cares?

      Bis zum Beweis des Gegenteil werden Kinder hiesig von mehr oder weniger (aus-) gebildeten bzw kompetenten Eltern oder zumindest Erwachsenen begleitet und folglich geprägt...
    • ingmarbergman 03.12.2019 19:42
      Highlight Highlight Frechheit - diese 17-jährigen besitzen noch keinen ETH-Abschluss und haben auch noch nicht 20 Jahre Berufserfahrung!

      Also ehrlich gesagt, können wir doch froh sein, dass user wie landre nicht an der PISA Studie teilnehmen. Sonst wäre die Schweiz wohl auf dem letzten Platz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Uranos 03.12.2019 15:41
    Highlight Highlight Tipp von einem Statistiker: Auch wenn man unter der Grafik warnt dass der Ursprung willkürlich gewählt wurde, ist die Grafik deswegen immernoch genauso verfälscht. Und bei den Punktgrafiken ist der Hinweis sinnlos, da es hier sowieso keinen sinnvollen Nullpunkt gibt. Die Referenz 500 plus/minus eine Standardabweichung von 100 sind schon eine sinnvolle Unterteilung der Ordinaten.
  • mikemike 03.12.2019 15:34
    Highlight Highlight Das haben wir davon, dass wir unsere Kinder «verhätscheln» und Helikopter-Eltern nur noch den Fehler beim Lehrer als ihrem «ach so perfekten» Kind suchen...

    Und natürlich auch von irgendwelchen Beamten-Sesselpupsern, welche ums verrecken immer wieder neue, tolle Lehrpläne erstellen, ohne aktuell Schule gegeben zu haben oder sich zu hinterfragen, ob man dem alles immer «optimieren» muss...
    • Kruk 03.12.2019 21:28
      Highlight Highlight Haben die verhätschelten Kinder schlechter abgeschnitten als die nicht verhätschelten?


  • Scaros_2 03.12.2019 15:14
    Highlight Highlight Bei all dem Schwachsinn wie Instagram wo man nur noch #Hashtag nutzt und dem dummen Tiktok, Snapchat etc. muss man sich ja nicht wundern, dass die Qualität von Lesen bachab geht.
    • Schrödingers Hund 04.12.2019 12:11
      Highlight Highlight *vom Lesen
  • Super8 03.12.2019 15:13
    Highlight Highlight Das liegt nicht am pösen Handy, die haben die Kinder anderer Länder auch.

    Es liegt wohl eher daran, dass die Kinder die Landessprache nicht gut können. Und das wiederum liegt am hohen Ausländeranteil im Vergleich zu den meisten anderen Länder.

    Ich weiss, ich krieg jetzt wieder massenhaft Blitze, weil "rechtes, populistisches Geschwurbel": Ich wähle links-grün, aber bin nicht auf dem linken Auge blind. Ich finde, man sollte nahestehende Erklärungen nicht einfach aus ideologischen Gründen ignorieren. Ich sage ja nicht, dass Einwanderung schlecht ist, aber es geht nicht ohne Nachteile.

    • ebädrum 03.12.2019 17:32
      Highlight Highlight Vielleicht ist die einfachste Erklärung in diesem Zusammenhang, dass unsere eigentliche Landessprache eben nicht die Schriftsprache ist? Hochdeutsch also für alle eine Art Fremdsprache ist und nicht nur für die pösen Ausländer bzw deren Anteil?
    • Snowy 03.12.2019 18:29
      Highlight Highlight Danke Super-8.

      Wähle auch Mitte bis links/grün und teile Deine Meinung.
    • Palpatine 03.12.2019 20:37
      Highlight Highlight Ein Hauptproblem liegt doch eher darin, dass die Kinder und Jugendlichen heute praktisch nur noch Mundart schreiben und das Hochdeutsche als "böse Arbeitssprache" benutzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glücksbringer 03.12.2019 14:59
    Highlight Highlight Das liegt wohl am Handy und Tablet. Ich (65 j.) habe früher 1 bis 2 Bücher pro Woche gelesen. Heute sind es noch 3 bis 5 pro Jahr. Ich lese noch viele Texte im Internet, informiere mich aber vor allem über Youtube. Wahrscheinlich ist es bei den Kindern auch so.
    Beides hat seine Vor- und Nachteile. Durch das Internet ist mein Wissensspektrum viel breiter geworden, weil man leichten Zugriff auf vieles hat.
  • goalfisch 03.12.2019 14:56
    Highlight Highlight ... und wie hat heute so schön ein anderes onlinemedium "einfliessen" lassen?
    die lehrer sind schuld!!!
    • goalfisch 04.12.2019 07:48
      Highlight Highlight war eigentlich ironisch ...
  • LooTerror 03.12.2019 14:56
    Highlight Highlight Interessant wäre auch eine Studie über die Qualität der Lehrpersonen. Den die nimmt glaub ich auch ab.. Habe 4 Freunde die sind allesamt Lehrer geworden. Ihn ihrem Studium drehte sich alles um Studentenpartys und auch heute reden sie meist schon am Dienstag vom nächsten Wochenende und an welche Party sie diesmal gehen...
    • Lioness 03.12.2019 15:37
      Highlight Highlight Der junge Lehrer meiner Tochter ist toll. Gibt sich viel Mühe beim Lernmaterial, hat das Klassenzimmer ansprechend dekoriert und eine Leseecke mit kleiner Klassenbibliothek geschaffen. An jedem Schulmorgen dürfen/sollen die Kinder 10min in einem Buch lesen. Ausserdem geht die ganze Schule alle 2 Wochen in die Bibliothek.
    • Magnum44 03.12.2019 15:39
      Highlight Highlight Stell dir vor, viele Studenten, egal ob Medizin, Ius oder Chemie gehen gerne an Parties und geniessen die Zeit während dem Studium, ohne als Versager ins Berufsleben zu scheiden.
    • cocorumo 03.12.2019 16:16
      Highlight Highlight 1/2
      Bin selbst Junglehrperson und habe die Ausbildung von 2015-2018 gemacht. Die Ausbildung ist - wie viele andere Ausbildungen - das was man selbst draus macht. Wer reinsitzt und nur fordert, anstatt sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und neues Wissen in Bekanntes zu integrieren, der hat eine schlechte Ausbildung, ja. Liegt aber nicht an der Ausbildung, sondern daran, dass einige einfach denken, dass wenn sie an eine Schule zugelassen werden, sie automatisch auch ein Anrecht auf den Abschluss haben.

      Trotzdem finde ich das Argument, Lehrerqualitäten zu überprüfen, wichtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3-blettligs-chleeblatt 03.12.2019 14:55
    Highlight Highlight Netflix ist halt besser 😉. Da muss man sich nicht anstrengen beim Storykonsum und kann gleichzeitig dazu auf dem Handy 'soschaleisen' (sry k. A. wie man das schreibt).

    Naja egal, ich finde, man darf es nie übertreiben mit dem Vergleichen. Die machen ihre Sache sicher schon gut die 15-Jährigen, pisa-hin, pisa-her.
    • Ribosom 03.12.2019 16:54
      Highlight Highlight soschaleisen = socialize (verb), socializing (nomen)

      Ich stimme dir zu. Ich ertappe mich immer wieder, wie ich auf dem Handy rumdrücke, obwohl ich Netflix o.ä. schaue.

      Ist die Serie/der Film aber super mega giga spannend, dann lass ich die Finger vom Natel.

      Trotz allem, ein Buch wäre eigentlich eine schöne Abwechslung.
  • no-limit 03.12.2019 14:46
    Highlight Highlight Haben die Lernstoffverantwortlichen vielleicht auch schon darüber nachgedacht, dass es auch teilweise Ihnen liegen könnte ? Habe auch 2 Kinder in der Schule. Die Präsentation ist teilweise unverständlich mit unnötigem Stoff. Auf Diktate und Kopfrechnen wird verzichtet - was ich nicht nachvollziehen kann, Geographie und Geschichte ein absolutes minimum, dafür Wolkenformen und solcher blödsinn....
    • Okguet 03.12.2019 15:03
      Highlight Highlight Wolkenformen tönt für mich sejr nach Geographie 🤔
    • Beat_ 03.12.2019 15:30
      Highlight Highlight Kopfrechnen kannst Du gut zu Hause mit Jassen üben. Du unternimmst etwas mit den Zwei, und musst selber auch ein bisschen mitdenken, damit Du nicht den falschen Bock raus haust.
    • dan2016 03.12.2019 15:31
      Highlight Highlight geographie? ich nehme an Deine Wolkenformen SIND Geographie. Und so sehr ich Geographie vor 40 Jahren liebte. tatsächlich ist es nützlicher, anhand der Wolke die Wetterentwicklung abschätzen zu können als zu wissen, dass Ulan Bator die Hauptstadt der Mongolei ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Real Deadpool 03.12.2019 14:43
    Highlight Highlight 2012 wurde YouTube mit seinen Influenzern so richtig populär. Danach kamen Instagram, Snapchat, etc.

    Video ist heutzutage King. Kein Wunder, nimmt die Lust, zu lesen, ab.
    • Daniel B (1) 03.12.2019 15:23
      Highlight Highlight Video ist King. Das gilt sogar für Werbung auf Business Platformen.
      Vielleicht sollte die Pisa Studie erörtern, wieviel von einem 10 Minuten Livestream hängen bleibt. Und es dann mit Erwachsenen vergleichen.
    • Aerohead 03.12.2019 22:49
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen, die omnipräsenten Games, gerade bei den Jungs!
    • gaba 04.12.2019 11:13
      Highlight Highlight Es wäre interessant, diese Kompetenzen zu testen. Freude am Video schauen, Video verstehen, ...
  • Lowend 03.12.2019 14:42
    Highlight Highlight Wie sagte es Klaus Schädelin, der alte Pfarrer des Berner Münsters und Autor von mein «Name ist Eugen» bei einer Neujahrsansprache am Radio so schön:

    «Das Mittelmass ist das Mass der Schweiz»

    Dem scheint auch heute noch so zu sein.
  • DerSeher 03.12.2019 14:37
    Highlight Highlight Auch wenn es hier gar nicht ankommt:
    Hat vor allem mit der Zuwanderung zu tun!

    Auf der Strasse in urbanen Gebieten ist ja kaum mehr ein deutscher Satz zu hören... "Ey Brate, gömmer Züri, schwör....!?"
    • Player13579 03.12.2019 14:53
      Highlight Highlight Hat definitiv mehr mit der Digitalisierung zu tun! Welches Kind will schon ein Buch wenn es ein Smartphone hat?
    • 3-blettligs-chleeblatt 03.12.2019 14:59
      Highlight Highlight Alte voll nöd man:), hacked nid immer uf mim geile Slang ume. Egal woher er chunt.

      Ich, w, 33, immerno gangster, blitzgschied (da stuunt sogar de schiefi Turm) 😎😉😊

    • ahaok 03.12.2019 15:06
      Highlight Highlight Ja stimmt 2012 gab es noch keinen einzigen Ausländer und in allen anderen Teilnehmerstaaten gibt es bis heute noch keine Zuwanderung. Die dummen kommen alle in die Schweiz, da bleibt niemand mehr übrig der in den anderen Ländern denn Schnitt runterzieht.🤦
    Weitere Antworten anzeigen

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