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Die Schweizerische Nationalbibliothek hat die erste Bildersammlung des Schweizer Ballon- und Fotopioniers Eduard Spelterini auf Wikimedia Commons hochgeladen – endlich können wir diesen Mann und seine wunderschönen Schwarz-Weiss-Fotografien gebührend feiern. Im Bild: Mönch Bild: Wikicommons

Spelterinis Fotos online

Das sind die ersten Luftbilder der Schweiz – als «Dichtestress» noch Zukunftsmusik war

Vor mehr als 120 Jahren schrieb ein Schweizer Geschichte: Luftfahrtpionier Eduard Spelterini überquerte erstmals mit einem Ballon die Alpen und fotografierte sein Land von oben. Nun wurden die imposanten Aufnahmen von anno dazumal digitalisiert.



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Gspaltenhorn. Bild: Wikicommons

Eduard Spelterini wurde im Jahre 1852 in Bazenheid, St. Gallen, geboren. Eigentlich hiess er Schweizer, aber in den 70er Jahren liess er sich umtaufen. Angeblich hat ihn eine Frau dazu inspiriert, die ebenfalls keine Höhenangst hatte: Maria Spelterini, die 1867 als erste Frau über die Niagarafälle wandelte.

Eduard Spelterini, 1882-1931, Archivbild aus dem Verkehrshaus, war einer der beruehmtesten Ballonfahrer seiner Zeit. (PHOTOPRESS/Verkehrshaus)

Eduard Spelterini 1912 in Mürren vor der Fahrt nach Turin. Bild: Wikicommons

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1876: Maria Spelterini tanzt auf einem Seil über die Niagara Fälle. Bild: Wikicommons

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Eduard Spelterini vor dem Ballon Stella anno 1904. Die Aufnahme wurde an der Station Eiergletscher auf der Kleinen Scheidegg am Fuss von Eiger, Mönch und Jungfrau gemacht.  Bild: Wikicommons

Spelterini kam eigentlich durch einen Zufall zu seiner ersten eigenen Ballonfahrt: Ein ängstlicher Passagier überliess dem späteren Helden der Lüfte seinen Platz. 570 Mal sollte er in seinem weiteren Leben noch in die Höhe steigen.

Jungfrau, September 1904. Bild: Wikicommons

Sein erstes Fluggerät war gelb, aus leinölgetränkter Seide und hiess Urania. 1891 stieg er das erste Mal auf. Die Menschen versammelten sich beim Pfauen in Zürich, um dem Luftfahrtpionier in seinem Ballon zuzuwinken. 

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Blüemlisalp 1908/10 aus 4600 Metern Höhe betrachtet. Bild: Wikicommons

Basel. Bild: Wikicommons

Ferdinand Graf von Zeppelin sass einst in Spelterinis Korb und machte sich die ersten ernsthaften Gedanken über ein lenkbares Luftschiff. Auch Offiziere waren interessiert an seinem Ballon, eine Luftschifferkompanie sollte gegründet werden. 

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St. Gallen. Bild: Wikicommons

Genf. Bild: Wikicommons

Der Schweizer Pionier zeigte seinen Landsleuten ihre Welt erstmals aus der Vogelperspektive. «Spelterini ist ein Tausendskerl», befand die NZZ: Seine Bilder würden «dem trunkenen Auge unauslöschbar bleiben». 

Zürich Hauptbahnhof. Bild: Wikicommons

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Hauptbahnhof und Limmat. Bild: Wikicommons

Limmat. Bild: Wikicommons

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Ein letzter Blick auf Zürich. Bild: Wikicommons

Albert Heim brachte Spelterini dazu, das bis anhin scheinbar Unmögliche zu wagen: Das Überfliegen der Alpen. Der Luftfahrer trotzte den Bergen und ihren gefürchteten Fallwinden mit seinem neuen, viel robusteren Ballon Wega, der ihn in die geplanten 6'000 Meter Höhe bringen sollte. 

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Monte Rosa, Walliser Alpen. Bild: Wikicommons

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Petersgrat. Bild: Wikicommons

Ortstock, Glarner Alpen. Bild: Wikicommons

Am 2. Oktober 1898 startete Spelterini seinen Flug für die Ewigkeit. Von Sitten im Kanton Wallis aus brauchte er fünfeinhalb Stunden, um nach 229 Kilometern heil auf einer Wiese in Besançon, Frankreich, zu landen. Es war die erste Alpenüberquerung per Ballon, die dieser mutige Schweizer in seiner «gewaltigen, goldbraunen Kugel» vollbracht hat. 

1926 wollte er zum letzten Mal seinen Ballon besteigen, doch sein Körper war zu alt und zu schwach. Er war den Anstrengungen nicht mehr gewachsen und fiel während des Fluges in Ohnmacht. Der führerlose Ballon strandete auf einem Vorsprung vor einer Felswand des Hohen Ipfen in Voralberg auf 2000 Metern Höhe. Obwohl dichter Nebel Spelterini einhüllte, konnte er gerettet werden. 

Matterhorn Bild: Wikicommons

Spelterini verstarb schliesslich am Boden, nicht in der Luft. Er segnete im Alter von 79 Jahren das Zeitliche, nur zwei Wochen nach seinem Geburtstag in Zipf. 

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Zürich. Bild: Wikicommons

Und falls Sie sich noch nicht satt gesehen haben: Auf Wikimedia Commons finden Sie weitere Fotografien Spelterinis. 

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