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HANDOUT - Das undatierte Handout der Eidgenoessischen Forschungsanstalt WSL zeigt ein Maennchen des Asiatischen Laubholzbockkaefers. In einer Holzverpackung aus Asien haben speziell trainierte Spuerhunde eine tote und zwei lebende Larven des Asiatischen Laubholzbockkaefers entdeckt, wie am Montag, 21. Mai 2012 an einer Medienkonferenz in Basel bekannt gegeben wurde. Im letzten Jahr wurde der gefaehrliche Baumschaedling erstmals in der Schweiz nachgewiesen. Befallene Baeume muessen sofort gefaellt und deren Holz verbrannt werden. Die Bevoelkerung wird aufgefordert, bei einem Verdachtsfall sofort die zustaendigen kantonalen Stellen zu informieren. Nuetzlich sei auch, den Kaefer in einem geschlossenen Glasbehaelter oder einer Petflasche aufzubewahren, um ihn den Behoerden abzugeben. (HANDOUT Eidg. Forschungsanstalt WSL/Beat Forster) *** NO SALES, NO ARCHIVES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE UND NUR IM ZUSAMMENHANG MIT DER ERWAEHNTEN MEDIENKONFERENZ VERWENDET WERDEN  ***

Ein Männchen des Asiatischen Laubholzbockkäfers. Bild: Eidg. Forschungsanstalt WSL

Gefährlicher Schädling

Wenn Sie diesen Käfer im Garten antreffen, hat die ganze Umgebung ein massives Problem



In einem Quartier der freiburgischen Gemeinde Marly sind Asiatische Laubholzbockkäfer gefunden worden. Der eingeschleppte Käfer zerstört Laubbäume und gilt als besonders gefährlicher Schädling. Zusätzliche Analysen sollen nun das Ausmass des Befalls aufzeigen.

Über hundert ausgeschlüpfte Käfer seien auf einem Kastanienbaum und einem Ahorn entdeckt worden, teilte die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft des Kantons Freiburg am Freitag mit. Die Bäume seien sofort gefällt geworden.

Ein Asiatischer Laubholzbockkaefer, rechts, und eine Larve des Kaefers, links, aufgenommen am Montag, 23. Juli 2012, in Winterthur. Baeume, welche von dem Kaefer befallen sind, werden sofort gerodet und die Abfaelle geschreddert um das weitere Ausbreiten des Kaefers zu vermeiden. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Eine Larve (links) und ein ausgewachsenes Tier. Bild: Keystone

Präventivfällungen und Kontrollen in einem Umkreis von 100 Metern um die ersten befallenen Bäume wurden durchgeführt, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Kanton habe zudem die Bundesbehörden informiert. Der Asiatische Laubholzkäfer wurde im Jahr 2011 erstmals in der Schweiz in der Gemeinde Brünisried FR nachgewiesen (siehe Box unten). 

Verwechslungsgefahr!

Die Experten des Bundes warnen, dass es in der Schweiz einheimische Bockkäferarten gebe, die dem Asiatischen Laubholzbockkäfer ähnlich sehen. «Manche dieser Arten sind selten, gefährdet und daher geschützt. Sie stellen auch keine Gefahr für den Schweizer Wald dar. Bitte töten Sie deshalb keine verdächtigen Käfer, sondern fangen Sie sie ein und bewahren Sie sie in einem verschliessbaren Glas auf. So können Sie den Käfer auf Verwechslungsmöglichkeiten überprüfen. Melden Sie einen konkreten Verdacht Ihrer kantonalen Fachstelle.» (dsc/sda)

Grösster Befall in Winterthur

Seit 2011

Der Asiatische Laubholzbockkäfer wurde mit Verpackungsholz (Paletten etc.) von China zuerst in die USA und danach auch nach Österreich, Frankreich und Italien eingeschleppt. Im Juli 2011 wurden erste Exemplare in Deutschland nahe der Schweizer Grenze in Weil am Rhein entdeckt. Im Herbst 2011 wurden in den Kantonen Freiburg und Thurgau erstmals einzelne Tiere nachgewiesen. Im Mai 2012 fanden Spürhunde im Hafengebiet bei Basel und Birsfelden Larven und verdächtige Bäume. In den Kantonen Freiburg und Thurgau wurden ebenfalls Verdachtsbäume respektive befallene Holzverpackungen festgestellt. Der bisher grösste Befall tauchte laut Bund im Juli 2012 in Winterthur auf. (Quelle: BAFU)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fruppster 20.07.2014 12:11
    Highlight Highlight Nun jetzt habe ich wohl ein Problem im Garten.
  • Maya Eldorado 12.07.2014 13:29
    Highlight Highlight Da sieht man, wie so ein kleines Insekt mächtig sein kann. Da kann jeder ausgewachsene Diktator neidisch werden.
  • elivi 12.07.2014 09:14
    Highlight Highlight jup ich wohn mitten in ner sperrzone hier ... kein gehölz darf von hier nach draussen gebracht werden ... was nicht mehr wirklich schwirig is da eh fast alle bäume gefällt wurden :/ naja die tanne liesen sie, vielleicht mögen die käfer keine tannen.

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