Kürzere Tage, mehr Gefahren – doch kleine Massnahmen können Tierleben retten
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Mit der Dunkelheit steigt das Risiko für Haus- und Wildtierunfälle. Denn Mensch und Tier sind vermehrt in der Dämmerung unterwegs.
Jährlich ereignen sich laut SUVA rund 40'600 Unfälle mit Tieren. Etwa 4500 davon betreffen Katzen, rund 6000 Hunde. Die Behandlungskosten belaufen sich im Schnitt auf 1800 Franken pro Katzenunfall. Bei Hunden können sie bis zu 5300 Franken betragen (Suva).
Dabei können schon kleine Massnahmen helfen, Unfälle zu vermeiden. Leuchthalsbänder, reflektierende Leinen oder gut sichtbare Anhänger sorgen dafür, dass Hunde in der Dämmerung und Dunkelheit besser gesehen werden. «Das sind einfache Hilfsmittel, die im Strassenverkehr einen grossen Unterschied machen können», sagt Susy Utzinger, Geschäftsführerin der Stiftung für Tierschutz (SUST).
Unterschätze Gefahren
Wenn die Temperaturen sinken, suchen Katzen Wärme – manchmal in Motorräumen oder Radkästen parkierter Autos. Ein kurzes Klopfen auf die Motorhaube vor der Abfahrt kann Leben retten. Eine weitere Gefahr lauert in der Garage: Frostschutzmittel enthält Ethylenglykol, das für Katzen hochgiftig ist. Schon kleine Mengen können tödlich sein.
Mit der Zeitumstellung am 25. Oktober verschiebt sich der Berufsverkehr wieder stärker in die Dämmerung. Gleichzeitig sind Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere auf der Suche nach Nahrung. Nebel und Regen können die Sicht zusätzlich erschweren. «Seien Sie in der Nähe von Wäldern und Feldern äusserst achtsam und drosseln Sie die Geschwindigkeit», rät Tierschützerin Susy Utzinger. (cst)
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