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SVP wehrt sich gegen geplante Moschee in St.Gallen

https://www.oarchviz.com/project/el-hidaje-mosque/
Moschee El-Hidaje Sankt St. Gallen
Design: Agusi GmbH Immobilien & Architektur
Model & Visualization: Oaeneum Archviz
Das Design der geplanten Moschee im Westen der Stadt.Bild: Oaeneum Archviz

SVP wehrt sich gegen geplante Moschee in der Stadt St.Gallen

Die stadtsanktgaller SVP hat am Donnerstag eine Petition gegen eine geplante Moschee im Westen der Stadt St.Gallen lanciert. Die SVP befürchtet eine zu hohe Belastung für das Quartier und eine Finanzierung aus dem Ausland. Der Imam hinter den Moschee-Plänen versuchte solche Befürchtungen bereits früh zu zerstreuen.
06.08.2026, 18:3206.08.2026, 18:32

Die via «SonntagsBlick» einer breiten Öffentlichkeit bekannt gewordenen Pläne der Islamisch-Albanischen Gemeinschaft El-Hidaje zum Bau einer neuen Moschee an der Fürstenlandstrasse haben bereits im April für rege Diskussionen gesorgt. Auf ersten Visualisierungen war ein runder Bau mit einer grossen Glasfront zu sehen. Gemäss damaligen Aussagen des Imams von El-Hidaje, Mehas Alija, soll der Bau voraussichtlich rund 300 bis 400 Personen Platz bieten. Der Stadt St.Gallen liegt noch kein Baugesuch vor.

«Wir wollen keine Mega-Moschee in St.Gallen», sagte Donat Kuratli, SVP-Stadtparlamentarier und Kantonsrat, am Donnerstag anlässlich der Lancierung der Petition, die sich an den Stadtrat und die Kantonsregierung richtet. Ein Projekt «dieser Grössenordnung» sollte nicht bewilligt werden, so Kuratli.

Donat Kuratli SVP St.Gallen
https://www.svp-stgallen.ch/personen/donat-kuratli/
Donat Kuratli.Bild: svp-stgallen.ch

Wegen der Grösse des Projekts seien negative Auswirkungen auf Verkehr, Lärm, Sicherheit und Ortsbild im Quartier zu befürchten, so Kuratli. Der Neubau müsse hinsichtlich dieser Aspekte «mit grösster Sorgfalt» geprüft werden. Ob ein anderer Standort besser geeignet wäre oder eine Redimensionierung die Bedenken zerstreuen würde, müsste gemäss Kuratli erneut beurteilt werden, sollten angepasste Pläne angekündigt werden.

Auslandsfinanzierung als Sorge

SVP-Kantonsrat Sascha Schmid fokussierte auf die Finanzierung. Eine «vollständige Offenlegung sämtlicher Finanzierungsquellen» sei unabdingbar: «Die von der islamischen Gemeinschaft El-Hidaje gemachten Aussagen über eine ausschliesslich lokale Finanzierung müssten vor einer allfälligen Baubewilligung nachvollziehbar überprüft werden.» Eine Finanzierung aus dem Ausland sei nicht tolerierbar. Die zuständigen Behörden hätten die Finanzierung bis anhin «nur oberflächlich geprüft».

Sascha Schmid SVP St.Gallen
https://www.svp-sg.ch/personen/sascha-schmid/
Sascha Schmid.Bild: www.svp-sg.ch

«Wir können klar festhalten, dass keine Finanzierung durch islamische Staaten, deren Organisationen oder ausländische Stellen erfolgt», beteuerte der Imam von El-Hidaje auf eine frühere Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das Projekt solle über Spenden aus der Gemeinschaft, den Verkauf einer Liegenschaft sowie durch Geld von Banken finanziert werden. Zu gegebener Zeit würden die Behörden eingeladen, die Finanzierung zu prüfen.

Hansjörg Schmid, Direktor des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg, sagte im April zudem auf Anfrage, dass die Bedeutung ausländischer Finanzierung oftmals überschätzt werde. «Derzeit gibt es in der Schweiz nur wenige Fälle ausländischer Finanzierung, die als erwiesen gelten können.»

https://www.oarchviz.com/project/el-hidaje-mosque/
Moschee El-Hidaje Sankt St. Gallen
Design: Agusi GmbH Immobilien & Architektur
Model & Visualization: Oaeneum Archviz
So würde die geplante Moschee von innen aussehen.Bild: Oaeneum Archviz

Bei der Stadt St.Gallen hiess es auf eine frühere Anfrage hin, dass die Gemeinschaft El-Hidaje in der Vergangenheit nicht durch Extremismus aufgefallen sei. Sie leiste unter anderem in der Jugendarbeit «einen wertvollen Beitrag» gegen potenzielle Radikalisierung und werde als offen wahrgenommen. (sda)

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Brandanschlag auf Moschee in Flums
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98 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Das Klavier singt Schlagzeug
06.08.2026 22:46registriert Juni 2024
Ich wäre für ein komplettes Neubauverbot für jegliche religiösen Bauten.

Religion ist ein längst überholtes Artefakt aus vergangenen Zeiten.
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kobL
06.08.2026 19:09registriert Januar 2014
Lustig, plötzlich ist Verkehr und Lärm für die SVP ein Problem. Aber vehement Tempo 30 bekämpfen, welches Stadtweit die Bevölkerung deutlich weniger Lärm bringt und natürlich auch den dritten Tunnel durch den Rosenberg, welcher mehr Verkehr generiert. SVP: Argumente zählen nur dann, wenn es gegen Ausländer und Moscheen ist.
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Rannen
06.08.2026 19:01registriert Januar 2018
Solange keine Kirchen im Arabische Raum akzeptiert werden, braucht es hier keine Moscheen.
Hier wird mit diesem Thema viel zu Lasch umgegangen
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