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Die ARD-Börsenredaktion kam dem BVB-Attentäter schon früh auf der Spur

Wirtschaftsjournalisten sind die besseren Ermittler: Schon am Tag nach dem Anschlag berichtete das ARD-Börsenmagazin von einer «kleinen Auffälligkeit aus Börsensicht».
Wirtschaftsjournalisten sind die besseren Ermittler: Schon am Tag nach dem Anschlag berichtete das ARD-Börsenmagazin von einer «kleinen Auffälligkeit aus Börsensicht».

Die ARD war dem Borussen-Bomber schon nach wenigen Stunden auf der Spur

21.04.2017, 15:0621.04.2017, 15:52

Laut heutigen Ermittlungsergebnissen ist klar, dass der BVB-Bomber am 11. April in Dortmund aus reiner Geldgier gehandelt hatte. Sein einziges Ziel war, den Kurs der BVB-Aktie in den Keller stürzen zu lassen und mit zuvor gekauften Put-Optionen gross abzukassieren.

Bereits wenige Stunden nach dem Anschlag kamen aufmerksame Wirtschaftsjournalisten dem Täter auf die Schliche. Die ARD-Börsenredaktion schrieb am nächsten Tag, dass der Kurs der BVB-Aktie dem Anschlag weitgehend getrotzt habe, erwähnte aber eine kleine Auffälligkeit im Handel: 

«Es gibt verschiedene Derivate, mit denen auf fallende Kurse der BVB-Aktie gewettet werden kann. Auffällig ist, dass gestern vor dem Zeitpunkt des Anschlags mindestens zwei Put-Optionsscheine im Frankfurter Handel gekauft wurden, die sonst nur an der auf Privatanleger spezialisierten Stuttgarter Handelsplattform Euwax gehandelt werden. […] Die betroffenen Optionsscheine sind so sehr ‹aus dem Geld› und weisen einen derart hohen Spread auf, dass der oder die Käufer entweder extrem unerfahren sind oder aber einen extremen Kursabsturz erwartet haben.»

Damit ist klar, dass die ARD-Journalisten schon kurz nach dem Anschlag auf einer brandheissen Spur waren.

Ob die Ermittler künftig Journalisten vermehrt in ihre Arbeit einbeziehen werden, wird sich zeigen.

Ausriss aus dem Artikel der ARD-Börsenredaktion:

Bereits wenige Stunden nach der Tat, veröffentlichte Börse.ARD dei ungewöhnlichen Bewegungen.
Bereits wenige Stunden nach der Tat, veröffentlichte Börse.ARD dei ungewöhnlichen Bewegungen.

(nfr)

Explosionen vor dem Champions-League-Spiel Dortmund – Monaco

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quelle: ap/ap / martin meissner
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