Formel 1
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epa07376387 German driver Daniel Abt of Audi Sport Abt Schaeffler team competes in the Formula E Grand Prix of Mexico City at the Hermanos Rodriguez Autodrome in Mexico City, Mexico, 16 February 2019.  EPA/JOSE MENDEZ

Daniel Abt bei einem Rennen in Mexico City. Bild: EPA/EFE

Formel-E-Betrug: Daniel Abt überlässt das Steuer einem E-Sportler – und fliegt auf



In der FormelE können derzeit aufgrund des Coronavirus keine normalen Rennen stattfinden. Als Ersatz werden dafür virtuelle Rennen auf dem Rennsimulator «rFactor 2» ausgetragen, bei welchen die Fahrer von zuhause aus gegeneinander antreten können.

Im fünften Rennen kam es allerdings zu einem Eklat: Der Deutsche Daniel Abt fuhr zwar als Dritter aufs Podest. Allerdings bestritt er das Rennen nicht selber, sondern liess sich vom professionellen E-Sportler Lorenz Hörzing vertreten.

Die Highlights des Rennens im Video.

Damit kam der Deutsche allerdings nicht durch: Einige Konkurrenten schöpften Verdacht, als Abt während eines Interviews die Videokamera deaktiviert hatte. «Ich frage mich, ob es wirklich Abt war, der gefahren ist», so etwa Abts Konkurrent Stoffel Vandoorne. Daraufhin flogen der Formel-E-Pilot und E-Sportler Hörzing auf.

Strafen für beide Piloten

Für den Betrug wurde Abt im Anschluss bestraft: Der Deutsche wurde disqualifiziert, zudem verliert er alle bisher geholten Punkte in den virtuellen Rennen und muss eine Busse von 10'000 Euro an eine gemeinnützige Organisation bezahlen. Auch Hörzing kam nicht ungestraft davon – der Österreicher wurde für die verbleibenden Rennen der E-Sport-Meisterschaft gesperrt.

Abt selbst zeigte sich nach der Disqualifikation reuig: «Ich möchte mich bei der Formel E, allen Fans, meinem Team und Fahrerkollegen dafür entschuldigen, dass ich während des Rennens am Samstag externe Hilfe in Anspruch genommen habe. Ich habe es nicht so ernst genommen, wie ich es hätte tun sollen», so der Deutsche in einem Statement.

«Das tut mir besonders leid, weil ich weiss, wie viel Arbeit die Formel-E-Organisation in dieses Projekt gesteckt hat. Ich bin mir bewusst, dass der Vorfall einen bitteren Nachgeschmack hat, aber es war nie mit einer schlechten Absicht gemeint.» Abt erklärte zudem, er werde die Strafe akzeptieren und die 10'000 Euro überweisen. (dab)

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    Alle Leser-Kommentare
  • I_am_Bruno 26.05.2020 12:46
    Highlight Highlight Wer hätte im Januar daran gedacht, dass noch 2020 die Medien gross darüber berichten, wenn einer im Computerspielen bescheisst 😉
  • Darkside 25.05.2020 20:07
    Highlight Highlight Wenn man sogar beim virtuellen Ersatzprogramm (wo es um Spass gehen sollte) einer sonst schon um Anerkennung kämpfenden Rennserie bescheisst, sagt das auch einiges aus... Für meinen Rennstall würde der jedenfalls auch keine richtigen Rennen mehr bestreiten.
  • Flavio Schrenk 25.05.2020 19:41
    Highlight Highlight Der Junge sollte sich schämen. Auf YouTube macht er einen auf dicke Hose und leistet sich ziemlich jedes Auto, aber hat dagegen die Würde nicht, im Simulator eine schlechte Figur zu machen.
    • Isso 26.05.2020 08:19
      Highlight Highlight Dir ist schon bewusst, dass er sich diese Autos nicht "leistet" sondern einmal pro Jahr ein Audi freier Wahl aussuchen darf, da er Werksfahrer ist. Des weiteren gehört seinem Vater eine der grössten Tuning Firmen für Audi, VW und Skoda/Cupra. Dementsprechend kann er auch dort immer Mal wieder ein Fahrzeug zeigen. Das einzige Auto was er sich wirklich gekauft hat ist ein Porsche GT2 RS.
  • Garp 25.05.2020 18:39
    Highlight Highlight Was soll ich dazu sagen. Wer bescheissen muss, zeigt wie erbärmlich er ist in seinem Charakter.
  • COVID-19 ist Evolution 25.05.2020 15:37
    Highlight Highlight Bei Audi wird geschummelt - wie konnte sowas nur denkbar werden.
  • ChiliForever 25.05.2020 14:55
    Highlight Highlight Bekommen die dafür überhaupt Geld?
    Mal ganz ehrlich, wer will schon Amateuren beim Zocken zuschauen?
  • raphidet 25.05.2020 13:37
    Highlight Highlight Das Peinlichste an der ganzen Sache ist ja, dass er einen E-Sportler anstellt, welcher das Rennen dann nicht mal gewinnt..
    • Illuminati 25.05.2020 16:12
      Highlight Highlight Vielleicht müsste man die ersten beiden auch mal kontrollieren. Sehr verdächtig sowas ;)
  • Raffaele Merminod 25.05.2020 12:43
    Highlight Highlight E-Sport ist einfach kein Ersatz für reale Rennen. Kann das als Ersatz nicht ernst nehmen.
    Es ist eine eigene Sparte, ein eigener Sport. Mich interessiert dieser Ersatz aber nicht die Bohne. Und Daniel Abt denkt wohl ähnlich.
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 25.05.2020 13:23
      Highlight Highlight Dasselbe denke ich auch über die Formel-E als Rennserie. Durch "Fanboost" und "Attack-Mode" fällt mir es schwer, das ganze ernst zu nehmen.
    • Troxi 25.05.2020 14:09
      Highlight Highlight Im Formel 1 und DTM nennt sich der Attackmode oder Fanboost einfach DRS.
  • äti 25.05.2020 12:38
    Highlight Highlight Ich hatte mal ein tolles Schachspiel-Game, das konnte bestens mit sich selbst spielen. Warum das hier nicht geht verstehe ich nicht. Selbst bei echten Rennen wäre ein Roboter besser als ein Mensch. Zumindest leichter. ;)
  • roger_dodger 25.05.2020 12:30
    Highlight Highlight Wenn interessiert, die Rennen sind so schon nicht sehr spannend und virtuell noch weniger.
  • MacB 25.05.2020 12:00
    Highlight Highlight Als Daniel Abt will nicht gamen und muss dafür 10'000 Euro bezahlen? Sachen gibt's :D

  • Therealmonti 25.05.2020 11:34
    Highlight Highlight Der bescheisst ziemlich sicher auch sonst im Leben.
    • COVID-19 ist Evolution 25.05.2020 15:40
      Highlight Highlight Es lohnt sich in der Lokal-Historie des Tuning-Imperiums der Familie Abt zu recherchieren und man wird zu Haufen fündig, inkl. Straffreiheit nach Unfallfahrt unter Alkoholeinfluss.
  • marki19 25.05.2020 11:33
    Highlight Highlight Dem Daniel Abt würde ich alle Werbeverträge streichen und ihn aus dem Team schmeissen.
    • DerHans 25.05.2020 12:36
      Highlight Highlight Da der Rennstall z.T. seinem Papi gehört wird er weder aus dem Team geschmissen, noch wird es ihn kümmer keine Werbeeinnahmen zu generieren. Beruf Sohn wie er im Bilderbuch steht.
    • Zugriff 25.05.2020 15:44
      Highlight Highlight Factcheck: Zwei Rennsiege in der Formel E, dazu noch ein fünfter Platz in der WM-Wertung. Nicht schlecht für "Beruf Sohn". Massa, Heidfeld, Vandoorne und Wehrlein haben allesamt nie einen Formel-E-GP gewinnen können.

      Ich habe keine Meinung zu Abt, ist mir komplett egal. Aber trotzdem.
  • mutorintemporibus 25.05.2020 10:48
    Highlight Highlight Ziemlich absurd und zeigt - wohl unfreiwillig - dass zumindest im Motorsport die Realität durch die Virtualität (in Hong Kong z.B. mit Regen) ersetzt werden kann. In dem Sinn bin ich froh, letztes Jahr in Bern das Formel-e Rennen noch live miterelebt zu haben.
    • rundumeli 25.05.2020 11:39
      Highlight Highlight @mutor: bist du sicher, dass du das gleiche e-rennen in bern gesehen hast ... ohne die geringsten überholmanöver auf den vordersten plätzen ?

      naja, wem's gefällt ...
    • Dub_SF 25.05.2020 12:13
      Highlight Highlight Wann gab es in der Formel 1 letztes Mal ein Überholmanöver?
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 25.05.2020 13:24
      Highlight Highlight @Dub_SF

      Dieses Jahr gab es noch kein Überholmanöver.

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