Digital
X - Twitter

Nach Rassismus-Vorwürfen: VW entschuldigt sich für Golf-Werbespot

Nach Rassismus-Vorwürfen: VW entschuldigt sich für Werbespot

20.05.2020, 13:4320.05.2020, 13:44

Nach heftiger Kritik an einem auf Instagram geposteten Werbespot für den neuen Golf hat sich Volkswagen für das Video entschuldigt. Die kurze Sequenz hat starke Reaktionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

Sie zeigt einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weissen Hand durchs Bild geschoben und anschliessend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird. «Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos», erklärte das Unternehmen dazu am Mittwoch in Wolfsburg.

Dass der Clip bei vielen Beobachtern zu Empörung und Wut führe, könne man verstehen. «Wir distanzieren uns davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte - und Konsequenzen daraus ziehen.»

Für einen Moment war gegen Ende des Werbefilms für das neue Golf-Modell auch eine Buchstabenfolge zu sehen, deren Einblendung das Wort «Neger» nahelegte. «Schon vor dem Hintergrund unserer eigenen Unternehmensgeschichte positioniert sich Volkswagen gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung», erklärten die Wolfsburger. Auch bei Twitter war der Clip zu sehen gewesen.

Eine erste Entschuldigung war zuvor auf Instagram verbreitet worden. «Wie ihr euch vorstellen könnt, sind wir überrascht und schockiert, dass unsere Instagram-Story derart missverstanden werden kann», schrieb VW dort zunächst.

Dies war stellenweise nochmals auf Kritik gestossen. Ein Nutzer schrieb: «Alles also nur eingebildet und ein Missverständnis? Sorry, aber den Rassismus bilden wir uns nicht ein.» VW präzisierte daraufhin seine Entschuldigung. Das Unternehmen betonte ausserdem: «Viele Initiativen im Unternehmen und in unserer weltweiten Belegschaft fördern Vielfalt, Integration und eine vorurteilsfreie Zusammenarbeit.» (jaw/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
24 krass sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden
1 / 26
24 krass sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden

In einer fernen Zukunft werden gar Frauen auf den Mond fliegen! Und dort werden sie ... putzen.

quelle: thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Warum der Mohrenkopf Sadomaso-Müntschi heissen müsste
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
58 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Ryponagar
20.05.2020 14:12registriert April 2019
Was sollte denn laut VW die Botschaft dieses Spots sein? Ich frage mich wer sowas absegnet, selbst wenn man die rassistischen Elemente ignoriert.
45747
Melden
Zum Kommentar
avatar
dmark
20.05.2020 14:43registriert Juli 2016
Der Spot ist einfach gesagt doof - egal, ob man da jetzt irgend eine Art von Rassismus erkennen könnte oder nicht.
Zumindest verstehe ich den Sinn dabei nicht, was darin irgend etwas mit dem Golf zu tun haben sollte.
35424
Melden
Zum Kommentar
avatar
anonymer analphabet
20.05.2020 15:12registriert April 2016
Da hielt sich wohl jemand für superschlau.
Codierte Botschaften finden gewisse Kreise ganz toll.
25958
Melden
Zum Kommentar
58
Mit diesem Stromer will Mazda in Europa durchstarten
Mazda muss bei der Elektromobilität aufholen. Mit dem CX-6e folgt nun das nächste Elektromodell der Japaner. Es basiert auf einer chinesischen Plattform und setzt auf Design.
Mazda setzt gern auf Eigenheiten wie den Wankelmotor oder auf Modelle wie den elektrischen MX-30, der mit bewusst begrenzter Reichweite auf den Markt kam. Auch beim neuen CX-6e bleibt sich die Marke treu und geht einen eigenen Weg bei Design und Ausstattung: Der vollelektrische SUV basiert auf der chinesischen Elektroplattform des Mazda 6e, ist aber gezielt an europäische Erwartungen angepasst.
Zur Story