International
USA

Midterm-Rekord: Schon mehr als 54 Millionen Amerikaner haben gewählt

Ein Signal zeigt den Weg zum Wahlbüro in New York.
Ein Signal zeigt den Weg zum Wahlbüro in New York.bild: imago

Midterm-Rekord: Schon mehr als 54 Millionen Amerikaner haben gewählt

Noch bevor am Dienstag der eigentliche Wahltag beginnt, haben mehr als 54 Millionen Menschen bei den US-Midterms ihre Stimme abgegeben. Besonders in mehreren umkämpften Senatsstaaten ist die Frühwahl stark gestiegen.
02.11.2026, 06:0602.11.2026, 06:06

In den USA können Wähler je nach Bundesstaat schon Tage oder Wochen vor dem eigentlichen Wahltag abstimmen – persönlich in einem Wahllokal oder per Brief. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, haben bis Sonntag bereits mehr als 54 Millionen Menschen davon Gebrauch gemacht.

Damit zeichnet sich eine deutlich stärkere Frühwahl als bei den Midterms vor vier Jahren ab. Fünf Tage vor dem Wahltag hatten bereits mehr als 43 Millionen Menschen abgestimmt – rund zehn Millionen mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2022. Seither ist die Zahl nochmals kräftig gestiegen.

Besonders starke Mobilisierung in wichtigen Staaten

Auffällig ist die Entwicklung in mehreren Staaten mit engen Senatsrennen. Fünf Tage vor der Wahl lag die Zahl der frühen Stimmen in Texas rund 50 Prozent über dem vergleichbaren Stand von 2022, in Maine waren es 44 Prozent mehr, in Kansas 34 Prozent und in Michigan 32 Prozent. In South Carolina betrug das Plus sogar 83 Prozent.

Aus den Zahlen lässt sich allerdings nicht direkt ableiten, welche Partei davon profitiert. In den Staaten, die auch die Parteiregistrierung der Frühwähler veröffentlichen, lagen die Demokraten zuletzt vorne. Eine Parteiregistrierung bedeutet aber nicht automatisch, dass jemand auch den Kandidaten dieser Partei wählt. Zudem geben Republikaner traditionell einen grösseren Anteil ihrer Stimmen erst am eigentlichen Wahltag ab.

Die hohe Beteiligung ist deshalb vor allem ein Hinweis darauf, wie stark diese Midterms mobilisieren. Am Dienstag werden sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus und zahlreiche Sitze im Senat neu vergeben. Für Donald Trump entscheidet sich damit, ob die Republikaner ihre Mehrheiten im Kongress verteidigen können. (mke)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Halloween: Ausschreitungen in Zürich
1 / 17
Halloween: Ausschreitungen in Zürich
quelle: christian beutler
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Karol Nawrocki stürmt das Verfassungsgericht in Warschau
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Stabilste Demokratie Afrikas
Präsident in Botswana vom Volk wiedergewählt
In Botswana hat die Regierungspartei die Parlamentswahlen gewonnen, womit Präsident Ian Khama als wiedergewählt gilt. Die Demokratische Partei Botswanas (BDP) habe «mindestens» 29 der 57 Mandate erzielt, teilte das Oberste Gericht des Landes am Sonntag mit.
Zur Story