Midterm-Rekord: Schon mehr als 54 Millionen Amerikaner haben gewählt
In den USA können Wähler je nach Bundesstaat schon Tage oder Wochen vor dem eigentlichen Wahltag abstimmen – persönlich in einem Wahllokal oder per Brief. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, haben bis Sonntag bereits mehr als 54 Millionen Menschen davon Gebrauch gemacht.
Damit zeichnet sich eine deutlich stärkere Frühwahl als bei den Midterms vor vier Jahren ab. Fünf Tage vor dem Wahltag hatten bereits mehr als 43 Millionen Menschen abgestimmt – rund zehn Millionen mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2022. Seither ist die Zahl nochmals kräftig gestiegen.
Besonders starke Mobilisierung in wichtigen Staaten
Auffällig ist die Entwicklung in mehreren Staaten mit engen Senatsrennen. Fünf Tage vor der Wahl lag die Zahl der frühen Stimmen in Texas rund 50 Prozent über dem vergleichbaren Stand von 2022, in Maine waren es 44 Prozent mehr, in Kansas 34 Prozent und in Michigan 32 Prozent. In South Carolina betrug das Plus sogar 83 Prozent.
Aus den Zahlen lässt sich allerdings nicht direkt ableiten, welche Partei davon profitiert. In den Staaten, die auch die Parteiregistrierung der Frühwähler veröffentlichen, lagen die Demokraten zuletzt vorne. Eine Parteiregistrierung bedeutet aber nicht automatisch, dass jemand auch den Kandidaten dieser Partei wählt. Zudem geben Republikaner traditionell einen grösseren Anteil ihrer Stimmen erst am eigentlichen Wahltag ab.
Die hohe Beteiligung ist deshalb vor allem ein Hinweis darauf, wie stark diese Midterms mobilisieren. Am Dienstag werden sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus und zahlreiche Sitze im Senat neu vergeben. Für Donald Trump entscheidet sich damit, ob die Republikaner ihre Mehrheiten im Kongress verteidigen können. (mke)
