International
USA

Demokraten-Knatsch in Michigan eskaliert: Stevens unterstützt Rogers

Demokraten-Knatsch in Michigan eskaliert: Stevens unterstützt jetzt Trump-Kandidaten

Wenige Tage vor den US-Parlamentswahlen hat die Demokratin Haley Stevens überraschend öffentlich den republikanischen Kandidaten für einen Senatssitz für Michigan, Mike Rogers, unterstützt.
01.11.2026, 20:0402.11.2026, 01:16

Zuvor spitzte sich der Konflikt bei Michigans Demokraten zu (watson berichtete). Stevens Parteikollege, der linke Demokrat Abdul El-Sayed, habe klargemacht, dass sie nicht länger in seiner Wahlkampagne willkommen sei und sie sich fernhalten solle, sagte sie nun in einem auf X veröffentlichten Video: «Und er hat recht, weswegen ich Mike Rogers für den US-Senat unterstütze.»

Michigan Republican Senate candidate Mike Rogers, right, and Rep. Haley Stevens, D-Mich., attend a service at Perfecting Church, Sunday, Nov. 1, 2026, in Detroit. (AP Photo/Jose Juarez)
Election 2026  ...
Verstehen sich jetzt gut: Haley Stevens und Mike Rogers bei einem Gottesdienst.Bild: keystone

Stevens war in den Bundesstaat bei einer parteiinternen Vorwahl gegen den linken Demokraten El-Sayed gescheitert. Sie vertritt seit 2019 einen Wahlkreis des Bundesstaates im US-Repräsentantenhaus und hatte sich vergeblich um die Kandidatur für einen Senatssitz bemüht. Sie kritisierte nun El-Sayeds Kampagne: Was Schüler und Kinder vorgelebt bekämen und was die Bürger Michigans ausmache, habe «nichts mit Hass zu tun – aber genau das ist es, was wir aktuell von unserem demokratischen Kandidaten erleben».

Rogers sagte dazu bei einem gemeinsamen Auftritt mit Stevens: «Wir haben beschlossen, dass der Hass manchmal so laut wird, dass er einige unserer Bürger in diesem Bundesstaat gefährdet.» Zudem verwies er auf mögliche Risiken für jüdische Bürger.

Hintergrund dafür dürfte sein, dass die Republikaner und US-Präsident Donald Trump El-Sayed seit längerem als radikal linken «Kommunisten» darstellen und ihn in die Nähe von Islamisten rücken. Trump selbst ging sogar so weit, ihn als «radikalen Dschihadisten» zu bezeichnen. Auch Rogers unterstellte El-Sayed eine «extreme Ideologie».

Dieser zeigte sich zumindest vor Journalisten unbeeindruckt von dem ungewöhnlichen Schulterschuss zwischen Stevens und Rogers: «Am Ende des Tages denke ich eigentlich gar nicht an Haley Stevens», sagte El-Sayed. Wahltag ist der Dienstag (3. November). (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ein Jahr Mars: Freiwillige beenden extremes Nasa-Experiment
Vier Menschen, 160 Quadratmeter Wohnumgebung wie auf dem Mars – und das gut ein Jahr lang: Nach 378 Tagen haben vier Freiwillige ein extremes Nasa-Experiment abgeschlossen, bei dem es um simuliertes Leben auf dem roten Planeten ging. Unter Applaus und Jubel verliessen die drei Männer und eine Frau das Testgelände in Houston im US-Bundesstaat Texas und beendeten damit die zweite Mission des «Chapea»-Programms, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.
Zur Story