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Badewanne, leer.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) empfiehlt, speziell in älteren Gebäuden zu kontrollieren, ob ein FI-Schutzschalter vorhanden ist. Bild: Shutterstock

Tödlicher Stromschlag in Badewanne in Gossau SG: Das Handy-Ladekabel war defekt



Die laufende Untersuchung des tödlichen Unfalles einer 22-jährigen Frau durch einen Stromstoss in Gossau SG hat ein erstes Ergebnis gezeigt: Ein defektes Ladekabel steht im Zusammenhang mit dem Unglück.

Eine aktuelle Sicherheitswarnung des Bundes hat allerdings nichts mit diesem Unfall zu tun, wie ein Sprecher des Eidgenössischen Starkstrominspektorats Esti am Montag auf Anfrage von watson und der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

In der Wanne Video geschaut

Das Ladekabel sei defekt gewesen, dazu stamme das Ladegerät von einem Drittanbieter, bestätigte Beatrice Giger, Sprecherin der St.Galler Staatsanwaltschaft, gegenüber Keystone-SDA einen Bericht von Tagblatt Online vom Montag. Das defekte Kabel stehe in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall.

Dies sei aber erst ein Zwischenergebnis, die Untersuchung laufe noch weiter, sagte die Sprecherin.

Der Unfall war am Donnerstag letzte Woche in Gossau passiert. Eine 22-jährige Frau hatte sich in der mit Wasser gefüllten Badewanne auf ihrem Mobiltelefon eine Sendung angesehen. Dabei fiel ihr das über ein Kabel am Strom eingesteckte Mobiltelefon ins Wasser. Es gab einen Stromschlag, bei dem sie tödliche Verletzungen erlitt.

Die Polizei warnt davor, beim Baden am Stromnetz angeschlossene Elektrogeräte im Bereich einer gefüllten Badewanne zu benutzen.

Und selbst wenn das Handy nicht über ein Ladekabel mit einer Steckdose verbunden ist, wäre ein Sturz ins Wasser trotzdem nicht ungefährlich, wie Tagblatt Online die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zitiert:

«Wenn Akkugeräte ins Wasser fallen, besteht nicht die Gefahr eines Stromschlages, aber die Gefahr eines Kurzschlusses für den Akku: Er kann sich also erhitzen und zu brennen beginnen.»

Wenn elektrischer Strom von einem Gerät durch den Körper in die Erde fliesse, bestehe immer Lebensgefahr. In der Badewanne sei es besonders gefährlich, weil wegen des eindringenden Wassers das Gerät nicht mehr richtig isoliert sei und zugleich der Körper durch das Wasser sehr gut mit der Erde verbunden sei.

Ein FI-Schutzschalter könne laut BFU grundsätzlich vor Stromschlägen schützen, heisst es weiter.

Quellen

(dsc/sda)

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