Eine junge Frau in Österreich starb an einem Stromschlag, weil sie ihr Handy in der Badewann auflud. Bild: KEYSTONE
Frau stirbt nach Stromschlag vom Handykabel
Eine 21-jährige Frau aus Österreich ist in der Badewanne an einem Stromschlag gestorben. Sie lud ihr Handy per Ladekabel auf und liess es aus Versehen ins Wasser fallen.
Über den Fall berichtet der österreichische Sender ORF Radio Vorarlberg. Die junge Frau aus dem Ort Dornbirn im Vorarlberger Unterland lud ihr Handy während der Benutzung an einer nicht geerdeten Steckdose auf. So kam es zum Kurzschluss.
Die junge Frau die in einem Beauty-Salon arbeitete, wurde tot in der Badewanne aufgefunden. Ein Notarzt konnte nicht mehr helfen. Sie wurde am Dienstag von ihrer Familie beerdigt.
Gefahr von elektrischen Geräten im Bad
Experten sprechen im ORF von einem «extrem seltenen Fall», der aber aufzeige, wie gefährlich elektrische Geräte im Bad sein können. Eigentlich seien Mobiltelefone im Bad ungefährlich. Aber Steckdosen, die nicht geerdet sind, können bei indirekter Berührung gefährlich werden. Wenn ein Gerät einen Fehler habe, könne es sein, dass der «Fehlerstromschutzschalter» nicht auslöse und den Stromkreis nicht unterbreche.
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Ökonometriker
20.02.2019 20:50registriert Januar 2017
Eine nicht-geerdete Steckdose? Was hätte eine Erdung gebracht? Habe noch nie ein geerdetes Handyladegerät gehabt...
Ich muss jedoch klarstellen, das hat nichts mit der Erdung zu tun. Alle gängigen Ladegeräte von Mobiltelefonen besitzen keinen Erdungsstift. Vielmehr liegt das Problem an einem fehlenden FI-Schutzschalter. Zum Glück ist der in der Schweiz für Badezimmer seit 1984 Pflicht.
Man nimmt kein Gerät mit in oder an die Badewanne, welches an einer Steckdose hängt.
Niemals!!!
Selbst wenn ein Ladegerät auf der Sekundärseite (Ausgang) gerade mal 5 mickrige Volt heraus gibt, so ist ein solches Ladegerät immer noch gefährlich, gerade wenn Feuchtigkeit hinzu kommt. Das reicht u.U. schon der Dunst im Badezimmer.
Diese Dinger sind teilweise - gerade China-Billigheimer - noch nicht mal sauber von der Netzspannung getrennt (Abstand von Eingangseite zum Ausgang zu gering o.ä.) und oftmals regelrecht "zusammen genagelt". Wenn sich da etwas löst, kann es schon mal heftig werden.
«Vermieter sollen Ladestationen für E-Autos nicht mehr verbieten dürfen»
Schweizer kaufen zu wenig E-Autos. Krispin Romang, Direktor des Verbandes Swiss eMobility, über die Gründe, warum wir für die E-Auto-Wende nicht bereit sind und warum sich «Stromer» trotzdem durchsetzen werden.
Fehlende Heimlademöglichkeiten verhindern oftmals den Umstieg aufs E-Auto. Bislang sind Mieter, die eine Ladestation benötigen, auf das Wohlwollen ihres Vermieters angewiesen. Der Nationalrat wollte dies im Juni ändern. Er nahm gegen den Willen des Bundesrats und Hauseigentümerverbands (HEV) eine Motion von GLP-Präsident Jürg Grossen an, die Mieterinnen und Stockwerkeigentümern den Anspruch auf eine Heimladestation garantieren würde. Doch in Bundesbern gibt es weiterhin Widerstand.