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Abgeordnete: Getöteter Mann gar nicht Ziel des ICE-Einsatzes

Albert Salgado, left, is comforted by his girlfriend at the site where his uncle Lorenzo Salgado Araujo was shot by an ICE officer in Houston on Friday, July 10, 2026. (AP Photo/Annie Mulligan)
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Menschen trauern in Houston um Lorenzo Salgado Araujo.Bild: keystone

Getöteter Mann offenbar gar nicht Ziel von ICE – Keine Aufnahmen von Körperkameras

11.07.2026, 06:2511.07.2026, 06:25

Der in Houston von einem ICE-Beamten getötete Mexikaner war nach Angaben der Kongressabgeordneten Sylvia Garcia gar nicht Ziel des Einsatzes. Das habe ihr der amtierende Direktor der Migrationsbehörde ICE, David Venturella, in einem Gespräch gesagt, teilte Garcia auf der Plattform X mit. Dennoch sei er von Beamten ohne Uniform getötet worden, ohne Aufnahmen von Körperkameras und «ohne Antworten für seine Familie.»

Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums hatte sich Lorenzo Salgado Araujo den Anweisungen der Beamten widersetzt, mit seinem Auto ein Einsatzfahrzeug gerammt und anschliessend versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu erfassen. Daraufhin habe ein ICE-Beamter geschossen. Nach Angaben des Ministeriums handelte es sich folglich um Notwehr.

Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. In ähnlichen Fällen hatten zuvor Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen.

Wie das Ministerium zuvor mitteilte, waren die Beamten auf dem Weg zu einem Verdächtigen, als sie Salgado Araujo anhielten, weil er dem eigentlichen Ziel des Einsatzes geähnelt habe. Ob es sich tatsächlich um eine Verwechslung handelte, ging aus den Angaben des Ministeriums allerdings nicht zweifelsfrei hervor. (sda/dpa)

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Markus86
11.07.2026 07:14registriert Oktober 2014
Ist halt schwierig, Typen in Zivil in unmarkierten ICE-Autos von ganz normalen Carjackern zu unterscheiden. Aber vermutlich gehört es inzwischen einfach zur Bürgerpflicht, innerhalb von zwei Sekunden zu erkennen, ob man gerade überfallen oder festgenommen werden soll. Wenn das schiefgeht, ist natürlich der Bürger das eigentliche Problem.
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The Barbarian
11.07.2026 07:32registriert Oktober 2025
Das Kernproblem ist die fehlende technische Unveränderbarkeit. Wenn Einsatzkräfte Kameras manuell aktivieren oder deaktivieren können, entstehen genau dort Lücken, wo Fehlverhalten relevant wäre. Aus IT-Sicht braucht es Continuous Recording, automatische Echtzeit-Sicherung in eine revisionssichere Cloud, unveränderbare Audit-Logs zu jedem Zugriff, Rollen- und Rechtekonzept, Integritätsprüfung der Dateien und klare Retention-Regeln. Manuelles Löschen oder selektives Nichtaufzeichnen darf technisch nicht möglich sein.
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critico1
11.07.2026 07:25registriert Mai 2025
bis jetzt dachte ich, dass in USA Hinrichtungen nur aufgrund von Gerichtsurteilen ausgeführt werden. Seit Trump ist das offenbar nicht mehr so.
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