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USA greifen Iran erneut an, Teheran attackiert Tanker: Konflikt eskaliert

USA greifen Iran erneut an, Teheran attackiert Tanker – das Neuste in 5 Punkten

14.07.2026, 06:2314.07.2026, 09:45

Was machen die USA?

Die USA haben im eskalierenden Konflikt um die Strasse von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert. US-Präsident Donald Trump hatte für Montagabend und heute weitere harte Angriffe auf den Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Nach Militärangaben gilt die Blockade ab heute 22.00 Uhr deutscher Zeit. Die Ölpreise schossen daraufhin wieder nach oben.

USA Iran
Aufnahmen auf Social Media zeigen die Explosionen im Iran.Bild: x

In einem Radiointerview deutete Trump zudem an, dass die USA eine tief unter der Erde im Zentrum des Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die auch als «Pickaxe Mountain» bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte.

Pickaxe sei «ein mögliches Ziel» für einen «grossen, fetten» Angriff sagte Trump. Wahrscheinlich werde es «relativ bald» passieren.

Das US-Militär erklärte die dritte nächtliche Angriffswelle hintereinander am Morgen schliesslich für beendet. Iranische Medien hatten zuvor von mehreren Explosionen auf der Insel Kisch am Persischen Golf, aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Strasse von Hormus sowie der Grossstadt Bandar Abbas berichtet.

Wie reagiert der Iran?

Im Gegenzug griff der Iran zwei Tanker der Emirate mit Marschflugkörpern an. Sie fuhren nach Angaben der Emirate auf der südlichen Route innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer. Dabei wurde nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied getötet, zudem habe es acht Verletzte gegeben.

Irans mächtige Revolutionsgarden erklärten laut heimischen Medien, das US-Militär habe versucht, mehrere Schiffe auf eine «illegale Route» zu lenken. Die beiden Tanker hätten ihre Navigationssysteme abgeschaltet und wiederholte Warnungen der Sicherheitskontrollstelle für die Strasse von Hormus ignoriert. Daraufhin seien sie beschossen und manövrierunfähig gemacht worden.

Das US-Militär hatte selbst nach eigenen Angaben vor gut einem Monat einen Tanker im Golf von Oman angegriffen. Das Schiff sollte iranisches Öl transportieren, hiess es damals. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der Regierung in Neu-Delhi drei indische Besatzungsmitglieder getötet.

Derweil meldete das jordanische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Streitkräfte, dass vier aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen worden seien. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Details gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten erst in der Nacht zuvor feindlichen Raketenbeschuss gemeldet.

Wie begründen die USA ihre Angriffe?

Das US-Militär begründete die erneuten Angriffe gegen den Iran damit, weitere Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus verhindern zu wollen. Die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf.

Trump kündigte an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Strasse von Hormus aus «Fairnessgründen» Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen würden. Dies solle die Kosten kompensieren, die für die Gewährleistung einer sicheren Passage entstünden.

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Donald Trump will Einnahmen aus der Strasse von Hormus generieren.Bild: keystone

Ende Juni hatte sein Aussenminister Marco Rubio noch betont, kein Land habe das Recht, für die Nutzung internationaler Gewässer Geld zu verlangen, da diese keinem Staat gehörten. Eine solche Forderung werde auch nie Bestandteil eines akzeptablen Abkommens sein.

Was sagt der Iran zu Trumps Ideen?

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi verhöhnte Trump und schrieb auf X, der US-Präsident habe «absolut recht» – nur um dann hinzuzufügen: «Wer für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus sorgt, sollte für diese Dienstleistung entschädigt werden. Iran war schon immer der WÄCHTER dieser Meerenge und wird es auch für IMMER bleiben», schrieb Araghtschi. Dann schob er hinterher, 20 Prozent seien «natürlich zu viel. Wir werden fair sein.»

Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi speaks during a news conference with his Iraqi counterpart Fouad Hussein after their meeting at the foreign ministry in Baghdad, Iraq, Sunday, June 28, 2026. (A ...
Abbas Araghchi hält wenig von Trumps Plänen.Bild: keystone

Flammt der Krieg nun wieder richtig auf?

Die jüngsten US-Angriffe und iranischen Gegenschläge befürchten das in der Region einige – zumal Trump die Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte.

Das «Wall Street Journal» zitierte US-Beamte, wonach die Angriffe sowohl dazu dienen, Teheran für Attacken auf Schiffe in der Meerenge zu bestrafen, als auch die Führung des Landes zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen. Dass Trump einen umfassenden Krieg anstrebt, werde eher nicht erwartet, hiess es.

Trump will sich Freitagfrüh um 3.00 Uhr deutscher Zeit mit einer Rede an die Nation wenden, wie er auf Truth Social angekündigte. Solch eine Rede hält ein Präsident, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist. Ein Thema nannte Trump nicht. Damit ist unklar, ob er sich zum Iran-Krieg äussern wird.

Der US-Präsident hatte das Parlament Medienberichten zufolge vor Tagen über die Wiederaufnahme der US-Angriffe auf den Iran informiert – mit rechtlichen Implikationen. Mehrere Medien beriefen sich auf einen Brief, wonach er den Start der US-Angriffe auf den 7. Juli datierte. Damit habe Trump aus seiner Sicht die Grundlage geschaffen, um erneut 60 Tage lang ohne Zustimmung des gesetzgebenden Kongresses Krieg gegen den Iran führen zu können. (dab/sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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Alice36
14.07.2026 06:35registriert Juni 2017
„The Art of the Deal“ oder „how to fuck up people“. Live Performance with Donald Trump heute in diesem Theater.
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Andy25
14.07.2026 07:09registriert April 2019
"Trump will sich Freitagfrüh um 3.00 Uhr deutscher Zeit mit einer Rede an die Nation wenden". Trump wird seinen Rücktritt verkünden mit dem Worten: "Ich bin der dümmste und unfähigste Präsident aller Zeiten. Ich habe es eingesehen und gebe meine Ende bekannt". Ring Ring, oh, das war mein Wecker. Ich bin aus meinem Traum erwacht.🤷🏼‍♂️
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thirtyeighteen
14.07.2026 06:49registriert März 2021
Ehm heutzutage unterscheidet man scheinbar zwischen Schlagabtausch, Angriffen in der Waffenruhe, Spezialoperationen und n. Watsom davon zu unterscheiden "umfassenden Kriegen"... Trumps Newspeech.. Krieg ist Krieg.. bitte damit aufhören!!!
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Trump bläst Hormus-Gebühr schon wieder ab – aber die Golfstaaten müssen blechen
US-Präsident Donald Trump will nun doch keine allgemeine Gebühr für die Durchfahrt der Strasse von Hormus erheben, nachdem er erst kürzlich diese Idee in die Welt gesetzt hatte. Dies geht aus einem Post des Präsidenten auf der Plattform Truth Social hervor.
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