Wirtschaft

Eklat bei Sika: Unternehmensführung droht mit Rücktritt

Richtungsstreit bei Klebestoffhersteller 

Eklat bei Sika: Unternehmensführung droht mit Rücktritt

08.12.2014, 06:3608.12.2014, 10:42

Die Aktien des Bauchemie-Herstellers Sika sind im freien Fall. Die Ankündigung des französische Mitbewerbers Saint-Gobain, die bisherige Mehrheitsbeteiligung von Schenker Winkler zu übernehmen und kein Angebot an die Publikumsaktionäre zu lancieren, sorgte am Montag für Unruhe. 

Bereits kurz nach 9 Uhr lagen die Sika-Titel mit über 15 Prozent im Minus. Bis 10 Uhr verloren die Sika-Inhaber-Aktien über 14 Prozent an Wert. Der Gesamtmarkt (SMI) notierte derweil bei minus 0,1 Prozent. An der Pariser Börse verloren die Aktien von Saint-Gobain 3,0 Prozent. 

Zuvor war es zum Eklat gekommen: Die Sika-Konzernleitung und ein Teil des Verwaltungsrates drohten mit dem Rücktritt. Grund ist der geplante Einstieg der französischen Saint-Gobain-Gruppe, welche die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen will. 

Der Verwaltungsrat und das Management der Sika seien am Freitag darüber informiert worden, dass Saint-Gobain «indirekt» den Aktienanteil der Gründerfamilie Burkhard übernehmen wolle, teilte Sika am frühen Montagmorgen in einem Communiqué mit. (sda)

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