Das Wunder von Linz: LASK nach 0:4-Rückstand noch in die Champions League
Der österreichische Meister Linzer ASK hat nach einer grandiosen Aufholjagd das erhoffte Fussball-Wunder geschafft und erstmals die Ligaphase der Champions League erreicht. Das Team von Trainer Didi Kühbauer gewann das Play-Off-Rückspiel gegen Celtic Glasgow mit 5:1 (4:1, 1:1) nach Verlängerung und sicherte sich nach dem 0:3 im Hinspiel doch noch das Ticket für die Königsklasse.
«Es ist ein unglaubliches Gefühl. So wie wir heute gespielt haben, muss man in die Champions League kommen», freute sich Kühbauer im ORF. Der LASK spielte Celtic an die Wand, kam auf 40 Abschlüsse und einen xG-Wert von 4,91. «Wir haben 4:0 geführt, aber der LASK hat am Ende verdient, zu gewinnen», gab Celtic-Coach Martin O'Neill zu.
Dabei war der schottische Meister durch Callum McGregor (21.) noch in Führung gegangen. Trotz des Ausgleichs von Moses Usor (32.) deutete zur Pause nichts auf ein Weiterkommen der Hausherren hin.
«Ich habe so viel geweint»
Nach dem Wechsel brachten Robert Ljubicic (48.), Samuel Adeniran (58.) und Florian Flecker (90.) die Linzer in die Verlängerung, wo Adeniran (109.) mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung sorgte. Der US-Amerikaner verschoss kurz darauf sogar noch einen Elfmeter.
«Ein Traum ist wahr geworden», sagte Doppeltorschütze Adeniran. «Wir geben nie auf. Egal, welche Rückschläge wir hinnehmen müssen. Ich bin so sprachlos, es ist ein wunderbares Gefühl vor unseren Fans in die Champions League zu kommen. Ich habe so viel geweint.»
Die Österreicher dürfen sich nun auf ein Startgeld von mehr als 18 Millionen Euro und prominente Gegner freuen. Die Auslosung der Ligaphase erfolgt am Donnerstag.
Dann ist auch der aserbaidschanische Meister FK Sabah erstmals im Lostopf. Das Team aus Baku setzte sich gegen Hapoel Be'er Sheva aus Israel mit 5:2 (3:2, 1:1) nach Verlängerung durch. Bodö/Glimt liess im Rückspiel nichts mehr anbrennen. Nach einem 3:1-Sieg gegen Nijmegen im Hinspiel gewannen die Norweger auch das Rückspiel mit 3:0 und spielen somit erneut in der Champions League. (ram/t-online)

