Wirtschaft
International

Stahl: Trumps Zoll-Drohung setzt Japans Börse unter Druck

Trumps Zoll-Drohung setzt Japans Börse unter Druck

02.03.2018, 10:0702.03.2018, 10:07

Die Ankündigung von US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte haben am Freitag den asiatischen Börsen zugesetzt. Die Kurse an den Aktienmärkten sind am Freitag durch die Bank gefallen. Damit folgten die Kurse den schwachen Vorgaben aus den USA.

In Tokio sackte der Leitindex Nikkei 225 bis Börsenschluss um 2.5 Prozent auf 21'181.64 Punkte ab und gab damit den dritten Tag in Folge nach. Über die Woche summieren sich die Verluste auf etwas mehr als drei Prozent. In Hongkong sank der Hang Seng um 1.54 Prozent auf knapp 30'600 Punkte.

People walk past an electronic stock board showing Japan's Nikkei 225 index at a securities firm in Tokyo, Thursday, March 1, 2018. Asian shares were mostly lower Thursday as sentiments got dragg ...
Der Nikkei sinkt zum dritten Tag in FolgeBild: AP/AP

Insbesondere Aktien von Stahlfirmen, Aluminiumkonzernen und Autobauern standen auf den Verkaufszetteln der Händler. Die erste Reaktion auf die Zoll-Ankündigung von US-Präsident Donald Trump sei sehr negativ, sagte Aktienstratege Takuya Takahashi von Daiwa Securities.

«Autobauer werden die Kosten tragen müssen und eventuell auch die Preise erhöhen», sagte der Analyst. Das seien keine guten Aussichten für die Autobauer, da die Verkäufe ohnehin schleppend seien. Hinzu kommt eine starke japanische Währung, die die Absatzchancen der Auto-Hersteller auf dem Weltmarkt schmälert. Unter die Räder kamen beispielsweise Toyota-Aktien mit einem Abschlag von 2.6 Prozent oder Honda mit einem Minus von 3.9 Prozent.

Details sind noch unklar

US-Präsident Donald Trump will die heimische Stahlindustrie mit Strafzöllen auf alle Stahlimporte in Höhe von 25 Prozent abschirmen. Auf Aluminium-Einfuhren sollen zehn Prozent erhoben werden. Details will Trump in der nächsten Woche bekanntgeben, wie er am Donnerstag in Washington ankündigte.

Die EU drohte umgehend Vergeltung an, auch der US-Nachbar Kanada denkt über Gegenmassnahmen nach. China, das für rund zwei Prozent der Stahlimporte in die USA verantwortlich ist, verkündete am Freitag zunächst keine Strafen als Antwort auf die US-Zölle. (sda/reu/dpa)

Wir haben den Sirenentest nicht bestanden

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Konsumkreditbank Cembra verlegt Hauptsitz von Zürich nach Baden
Ein weiteres Finanzinstitut kehrt der Stadt Zürich den Rücken. Die Konsumkreditbank Cembra verlegt ihren Hauptsitz von Zürich Altstetten nach Baden.
Der Umzug in den «Konnex»-Gebäudekomplex im ehemaligen Industriequartier Baden Nord sei für Herbst 2027 vorgesehen, teilte das Finanzinstitut mit. Alle rund 660 Mitarbeitenden am heutigen Zürcher Hauptsitz würden nach Baden umziehen, ergänzte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.
Zur Story