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Russland beschiesst Kiew mit ballistischen Raketen

epa13257543 A view of the site of Russian shelling on a market in Kyiv, Ukraine, 23 September 2026, amid the Russian invasion. According to the Ukrainian State Emergency Service (SES), at least two pe ...
Ein Einkaufszentrum brennt in Kiew. Russland überzieht die ukrainische Hauptstadt wieder mit heftigen Raketenangriffen.Bild: keystone

Russland beschiesst Kiew mit ballistischen Raketen

24.09.2026, 01:1224.09.2026, 04:27

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht von Russland erneut mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Nach Auslösen des Luftalarms waren in der Stadt mehrere schwere Explosionen zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sechs weitere seien verletzt worden. Militärnahe Telegramkanäle zählten mindestens vierzehn Raketen in den ersten drei Angriffswellen.

Örtliche Medien berichteten von Bränden. Rettungskräfte seien in mehrere Stadtteile gerufen worden. In einem Stadtbezirk wurden demnach Fenster und die Fassade einer Entbindungsklinik von Raketentrümmern beschädigt, im Inneren des Gebäudes kam niemand zu Schaden. Auf dem Parkplatz der Einrichtung kam ein Mensch ums Leben. In einem anderen Stadtbezirk sei ein Haus beschädigt worden, möglicherweise seien dort Menschen unter den Trümmern eingeschlossen, erklärte Klitschko weiter. Örtliche Medien berichteten zudem von mehreren Bränden im Stadtgebiet.

«Während die Menschen schliefen, erleuchteten die Blitze von Explosionen den Himmel», schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. «Einmal mehr waren die Hauptziele der Angriffe Kiew und zivile Infrastruktur, Wohnhäuser, eine Entbindungsklinik sowie Energie- und Logistikinfrastruktur», schrieb Selenskyj nach einem Treffen in den USA mit Abgeordneten. Er erneuerte dabei seine Forderung nach harten Sanktionen gegen Russland und Moskaus Unterstützer. Zudem brauche die Ukraine mehr Abfangraketen, um die ballistischen Raketenangriffe abwehren zu können.

Der Angriff nach 1.00 Uhr Ortszeit (0.00 Uhr MESZ) folgte auf einen Tag, an dem es bereits elfmal Luftalarm gegeben hatte. Immer wieder waren schnelle Kampfdrohnen mit Düsenantrieb eingeschlagen, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch kaum Mittel hat. Ebenso fehlt es Kiew an Munition zum Abfangen ballistischer Raketen. Am Mittwoch waren nach Klitschkos Angaben in Kiew 2 Menschen getötet und 45 verletzt worden.

Russland überzieht das Nachbarland seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem brutalen Angriffskrieg. Die Ukraine wehrt sich mit Hilfe westlicher Unterstützung. (sda/dpa)

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