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Anteil von E-Autos in der EU erreicht Rekord

Hondo e: Das kleine Elektroauto von Honda.
E-Autos sind in der EU im Aufwind.Bild: watson

Anteil von E-Autos in der EU erreicht Rekord

2025 wurden anteilig so viele Elektroautos in der Europäischen Union neu zugelassen wie nie zuvor. Deutschland liegt über dem EU-Schnitt, aber Spitzenreiter sind andere Länder. Die Schweiz kann nicht mithalten.
22.09.2026, 09:4822.09.2026, 10:48

Der Anteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen in der EU ist 2025 auf Rekordniveau gestiegen. Pkw mit reinem Elektroantrieb kamen auf 17,3 Prozent an allen Neuzulassungen, wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit sei gut jeder sechste neu zugelassene Pkw in der EU ein E-Auto gewesen. «Das war ein neuer Höchststand.» 2026 werden diese Zahlen aber nochmals bei Weitem übertroffen.

Weitere 42,4 Prozent der neu zugelassenen Pkw waren demnach Hybridfahrzeuge, 27,3 Prozent reine Benzin- und 9,8 Prozent reine Dieselfahrzeuge. Andere Antriebsarten wie Flüssig- oder Erdgas spielten eine untergeordnete Rolle.

Der Anteil reiner Elektroautos an den jährlichen Neuzulassungen in der EU ist binnen zehn Jahren deutlich gestiegen – 2015 lag er erst bei 0,4 Prozent.

Dänemark und Niederlande bei E-Autos Spitzenreiter

Beim Anteil reiner E-Autos an den Neuzulassungen lag Deutschland 2025 mit 19,1 Prozent zwar leicht über dem EU-Schnitt, aber deutlich hinter einigen anderen Ländern. EU-weit am höchsten war der Anteil in Dänemark (67,8 Prozent), vor den Niederlanden (40,2) und Malta (37,6). Am geringsten war der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen in Kroatien (1,9 Prozent), der Slowakei (4,7) und Bulgarien (4,9).

Die Schweiz fällt zurück

In der Schweiz kamen Stromer 2025 auf einen Anteil von 22,8 Prozent an den Neuzulassungen. Damit hat sie ihre freiwilligen E-Auto-Ziele deutlich verpasst. Im laufenden Jahr dürfte der Anteil auf knapp über 25 Prozent steigen. Das Wachstum ist aber deutlich geringer als in der EU. Im internationalen Vergleich fällt die Schweiz daher auch 2026 weiter zurück.

E-Auto-Anteil im Juli 2026

E-Autos werden in vielen Ländern beliebter. Die Schweiz fällt beim Wandel zur Elektromobilität zurück.

Vor zehn Jahren gehörte die Schweiz zu den Top 5 E-Auto-Nationen in Europa. Im laufenden Jahr ziehen nach den skandinavischen Ländern und den Benelux-Staaten auch Schwergewichte wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien vorbei.

Teurer Sprit und Prämie helfen der E-Mobilität

E-Autos haben zuletzt in Deutschland einen Aufwind erlebt – wegen der hohen Spritpreise, besserer Ladeinfrastruktur, günstigerer Einstiegsmodelle und der Förderprämie der Bundesregierung. Im August 2026 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 69'000 reine Elektroautos neu in Deutschland zugelassen, gut 75 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Europaweit führend ist ein Land ausserhalb der EU: In Norwegen hatten gut 95 Prozent der neu zugelassenen Pkw 2025 einen reinen Elektroantrieb, 2026 sind es 98 Prozent. Grund für die grosse Bandbreite zwischen den Ländern sind Unterschiede bei den Investitionen ins Ladenetz und der Förderpolitik.

Deutschland dominiert bei EU-Autos in der EU

Beim Umstieg auf die E-Mobilität spielt Deutschland als grösster Automarkt in der EU eine wichtige Rolle: Rund 545'100 E-Autos wurden 2025 hierzulande neu zugelassen. Damit entfielen 28,9 Prozent der 1,89 Millionen Neuzulassungen von E-Autos in der EU auf Deutschland. Mit Abstand folgte Frankreich mit 330'900 neuen E-Autos und 17,5 Prozent an den EU-Zulassungen.

(sda/awp/dpa/oli)

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