Graubünden
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Unfalltod eines Churer Schülers: Strafverfahren eingestellt



Maiensäss

Bild: Keystone

Beim Unfalltod eines 14-jährigen Churer Schülers auf dem Maiensässausflug der Stadtschule im Mai letzten Jahres hat keiner Drittperson ein strafrechtliches Verschulden nachgewiesen werden können. Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte deshalb das Verfahren ein.

Beim Unfall am 23. Mai 2019 war der Oberstufenschüler auf dem Rückweg vom Maiensäss Juchs oberhalb von Chur 200 Meter in steilem Gelände abgestürzt. Dabei zog er sich die tödlichen Verletzungen zu. Es war der erste Todesfall eines Schülers in der über 160-jährigen Tradition des Churer Schülerausflugs.

Strafrechtliche Konsequenzen hat der Unfall nicht. Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden am Mittwoch mitteilte, konnte keiner Drittperson ein strafrechtlich relevantes Verschulden am Tod des Schülers nachgewiesen werden.

Es fanden sich keine Hinweise, dass andere Schüler vor dem Absturz auf den Verunfallten eingewirkt hätten, vor allem durch Stossen, Werfen von Gegenständen oder Erschrecken. Ausserdem gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass die verantwortlichen Lehrpersonen ihrer Aufsichtspflicht oder anderen Pflicht nicht nachgekommen wären.

2300 Schülerinnen und Schüler unterwegs

Weiter wurde laut der Staatsanwaltschaft festgestellt, dass bei der Organisation des Anlasses, insbesondere der Wahl und Freigabe der Wanderroute, die nötige Sorgfalt angewendet worden war. Auch sei die Alpstrasse, auf der sich der Unfall ereignete, in ausreichendem Ausmass unterhalten worden.

Der Unfall hatte grosse Bestürzung in Chur ausgelöst. An einem Trauermarsch drei Tage später versammelten sich etwa 3500 Personen. Die Maiensässfahrt ist ein Grossereignis der Stadtschule, nehmen doch alljährlich etwa 2300 Schülerinnen und Schüler daran teil. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Masseuse erleichtert welschen Rentner um 1,2 Millionen Franken – Gefängnis

Eine ehemalige Masseuse, die einen Rentner um 1.2 Millionen Franken erleichtert hat, muss 18 Monate ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat den Rekurs der Frau abgewiesen.

Das Waadtländer Kantonsgericht hatte die Angeklagte zu einer 36-monatigen Haftstrafe verurteilt, wovon die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wurde. Diese Strafe ist nun rechtskräftig.

Der Geschädigte hatte die Masseurin 2008 in ihrem Salon kennengelernt. Die käufliche Beziehung entwickelte sich zumindest für den Rentner zu einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel