DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Didier Deschamps ist von den Plänen in Europas Fussball-Topligen nicht überzeugt.
Didier Deschamps ist von den Plänen in Europas Fussball-Topligen nicht überzeugt.
Bild: AP/AP

«Frauen dürfen nicht, das sagt alles» – Weltmeister-Trainer Deschamps kritisiert Restart

28.05.2020, 11:1828.05.2020, 14:23

Nach der Coronavirus-Krise nimmt der Fussball in Europa langsam wieder Fahrt auf. Am 16. Mai startete mit der Bundesliga die erste der europäischen Topligen ihren Betrieb wieder und auch in England, Italien und Spanien wird der Restart geplant.

In Fussball-Europa ist die Freude bei den meisten Beteiligten gross, dass vielerorts bald wieder gespielt werden kann. Allerdings nicht bei allen: Didier Deschamps, der Nationaltrainer Frankreichs, äusserte in einem Interview mit «Le Parisien» Kritik an den Plänen der grossen Ligen.

Dider Deschamps wird nach dem WM-Titel 2018 gefeiert.
Dider Deschamps wird nach dem WM-Titel 2018 gefeiert.
Bild: EPA/EPA

Das Konzept der Bundesliga etwa überzeugt Deschamps nicht restlos. Er habe sich die Spiele angeschaut, so der Weltmeister-Trainer von 2018, doch vor allem etwas habe ihn gestört: «Gewisse Bilder sind extrem widersprüchlich. Ich sehe, wie die Spieler alles geben, mit Zweikämpfen und allem. Und dann sieht man auf der Tribüne Ersatzspieler mit Masken und Abstand zu den anderen.»

Das verstehe er nicht, kritisiert Deschamps: «Schliesslich sind sie am gleichen Ort und könnten gleich eingewechselt werden. Ist auf der Tribüne das Risiko etwa grösser? Das ist so inkohärent. Das mag ich nicht.»

Düsseldorfs Spieler auf der Tribüne mit Maske und Social Distancing.
Düsseldorfs Spieler auf der Tribüne mit Maske und Social Distancing.
Bild: EPA

Männer dürfen, Frauen nicht

Zudem stört es den ehemaligen Weltklasse-Mittelfeldspieler, dass es beim Restart in erster Linie nicht um Fussball-Romantik gehe, sondern ums Geld: «Bei der Wiederaufnahme im Fussball geht es natürlich vor allem um finanzielle Probleme.» Deschamps argumentiert, dass beispielsweise in Spanien und England nur die Ligen der Männer weiter durchgeführt werden können. «La Liga und die Premier League sollen weitergehen, aber die Ligen der Frauen, die viel weniger Geld einbringen, nicht. Das sagt eigentlich alles», sagt Deschamps. Dass in Frankreich hingegen auch die Ligue 1 abgesagt wurde, sei logisch und weise, so der Trainer. Dies müsse man akzeptieren.

Zudem fand Deschamps im Interview lobende Worte für seinen Nati-Schützling N'Golo Kanté. Der Chelsea-Mittelfeldspieler hat sich aus Angst vor dem Virus dazu entschieden, derzeit nicht mit der Mannschaft zu trainieren. Ein tolles Zeichen, findet Deschamps:« Ich verstehe es nicht nur, ich finde es vorbildlich. Er ist ein fröhlicher Mensch, immer mit einem Lächeln. In diesem Fall hat er seine Zweifel geäussert. Ich sage: Respekt. Und ich finde es gut, dass sein Verein das verstanden hat.» (dab)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So feiern die Franzosen ihren zweiten WM-Titel

1 / 35
So feiern die Franzosen ihren zweiten WM-Titel
quelle: epa/epa / felipe trueba
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Abschiedstränen, Kunstschüsse und Schmankerl – 9 Aufreger des Fussball-Weekends

Trotz Länderspielpause gab es an diesem Fussball-Wochenende einiges zu sehen – aus den Nationalmannschaften oder Klubs in den tieferen Regionen. Das waren die Aufreger des Wochenendes

Für Fussballzwerge wie Andorra gibt es kaum jemals etwas zu holen, wenn Mannschaften wie Vize-Europameister England zu Besuch kommen. So auch dieses Mal. Mit einem verhältnismässig gnädigen 5:0 setzen sich die «Three Lions» am Samstag in den Pyrenäen durch.

Den Spielern Andorras ist dies natürlich auch bewusst, doch immerhin nehmen sie einzigartige Erfahrungen mit. Und dass sie ab hohen Niederlagen den Humor nicht verlieren, beweist Ildefons Lima Sola. Der 41-Jährige postet nach dem Spiel ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel