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«Macht ihre Arbeit nicht»: SVP-Aeschi attackiert Sommaruga frontal

«Macht ihre Arbeit nicht»: SVP-Aeschi attackiert Sommaruga frontal

02.08.2022, 07:4502.08.2022, 08:06

SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi wirft Bundesrätin Simonetta Sommaruga vor, ihre Arbeit als Energieministerin nicht zu machen. In einem Interview am Nationalfeiertag stellt der Zuger Politiker ein Ultimatum: Entweder es werde ein Sondergipfel zur Energiekrise anberaumt oder ein «Stromgeneral» eingesetzt, sonst solle das Dossier SVP-Bundesrat Ueli Maurer übergeben werden.

Thomas Aeschi, Nationalrat SVP-ZG und Fraktionspraesident SVP, spricht waehrend einer Medienkonferenz der SVP zur Energieversorgung der Schweiz, am Donnerstag, 21. Juli 2022 in Bern. (KEYSTONE/Peter K ...
SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi will SP-Bundesrätin Sommaruge das Energie-Dossier wegnehmen.Bild: keystone

«Wir haben schon 2017 bei der Abstimmung zur Energiestrategie gewarnt, dass wir künftig kalt duschen müssen und die Energie für die Haushalte viel mehr kosten würde. Wir wurden ausgelacht. Bereits diesen Winter könnte es die bittere Realität sein», sagt Aeschi in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger», das am Montagabend online ging.

Seit vielen Jahren sei bekannt, dass eines der drei Hauptrisiken für die Schweiz eine Energiemangellage sei. Trotzdem hätten SP-Bundesrätin Sommaruga und «die linksgrünen Parteien» an der «gescheiterten Energiestrategie 2050» festgehalten. Um so zu handeln, müsse man entweder «ideologisch verblendet» sein oder «eine Mangellage bewusst in Kauf nehmen, um Sparen und Verzichten staatlich verordnen zu können», so Aeschi.

Drohende Verbotskultur

Die Schweiz sei immer mehr auf dem Weg «in Richtung Verbotskultur, sei es beim Essen, bei der Mobilität oder der Sprache». Gleichzeitig werde der Staat «übervorsorglich».

«Frau Sommaruga macht ihre Arbeit nicht, sonst wären wir nicht in dieser prekären Lage», behauptet Aeschi. In einem Brief an den Bundesrat habe er «für Anfang August einen Sondergipfel zur Energiekrise mit der Wirtschaft, den Energieversorgern und den Parteien» gefordert. Auch sei «endlich» ein Stromgeneral einzusetzen.

Wenn Sommaruga dazu nicht bereit sei, «fordern wir, dass sie das Dossier niederlegt und es Bundesrat Ueli Maurer übergibt», sagt Aeschi. Maurer «würde diese Krise besser managen» als Sommaruga. Sie sei «der sehr schwierigen und komplexen Situation nicht gewachsen».

Russland als Krisen-Beschleuniger

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar dieses Jahres und den daraufhin vom Westen beschlossenen Wirtschaftssanktionen gegen Russland, an denen sich auch die Schweiz beteiligt, sind die Preise für Gas und Öl deutlich angestiegen.

Der Grund dafür ist, dass das russische Regime unter Präsident Wladimir Putin seine Gaslieferungen in den Westen stark gedrosselt hat. Eine Folge könnten Versorgungsengpässe mit Energie sein, da Russland bisher einer der Hauptlieferanten vor allem von Erdgas war. (sda)

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141 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Medikus
02.08.2022 08:03registriert April 2017
Aeschi ist einfach perfekt für die SVP. Hauptsache poltern und Forderungen stellen und selbst keine handfesten Lösungsansätze präsentieren. Und sorry, Ueli Maurer ist keine Lösung, der glaubt ja nicht einmal an fundierte Wissenschaft wenn es um Corona ging, wieso sollte er es dann bei der Energiekrise und dem Klima tun?
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ELMatador
02.08.2022 08:04registriert Februar 2020
Die SVP verhindert ja seit Jahren jegliche Lösung ausser den Bau von weiteren AKWs, bekämpfen aber dann Endlagerlösungen.

Lieb SVP entweder ihr macht mit oder hört zumindest auf alles auszubremsen, aber ausbremsen und dann reklamieren, dass nichts läuft, ist sehr kindisch und alles andere als produktiv.

Aber ja typisch SVP Problembewirtschaftung ohne Lösungsansätze.
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Matrixx
02.08.2022 08:33registriert März 2015
Und für Aeschi kommen dann wahrscheinlich nur eine handvoll Menschen als Stromgeneral in Frage, und zwar nur die, die folgende Kriterien erfüllen:
a) Sind in der SVP
b) gehören der Öl- oder Atomlobby an und
c) leugnen Wissenschaft
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