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SRG sendet Radioprogramme ab Mitte November wieder analog über UKW

Das Logo des Schweizer Radios und Fernsehens SRF beim Fernsehstudio Leutschenbach am Donnerstag, 15. Oktober 2026 in Zuerich. Die SRG baut in ihrer Verwaltung sowie in den zentralen Technologie- und P ...
Das Logo von SRF am Standort Leutschenbach in Zürich.Bild: keystone

SRG sendet Radioprogramme ab Mitte November wieder analog über UKW

02.11.2026, 10:3902.11.2026, 11:52

Die SRG verbreitet ihre Radiosendungen ab Mitte November wieder über UKW. Ausgestrahlt werden die jeweiligen Hauptprogramme, darunter auch die Kultursender sowie die in der Deutschschweiz beliebten Regionaljournale.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) habe der SRG die wieder beantragte entsprechende Funkkonzession erteilt, die nun nach Ablauf der Beschwerdefrist rechtskräftig sei, teilte die SRG am Montag mit. Mit den ersten wieder in Betrieb genommenen Sende-Standorten könnten rund 80 Prozent der Bevölkerung wieder mit UKW versorgt werden.

Mehr Zeit für den Wechsel

Die durch die Wiederinbetriebnahme von UKW entstehenden zusätzlichen Kosten müssen mit dem laufenden, vom Bundesrat verordneten Sparprogramm vereinbart werden und belaufen sich aktuell auf jährlich rund 6,5 Millionen Franken. Eine Vollabdeckung kostete in der Vergangenheit rund 15 Millionen Franken pro Jahr, so die SRG.

Mit der UKW-Reaktivierung soll das Publikum mehr Zeit erhalten, um auf die bereits heute weit verbreiteten digitalen Empfangsmöglichkeiten umzusteigen. Für alle Hörerinnen und Hörer, die in den letzten Jahren auf einen digitalen Empfangsweg umgestiegen sind, ändert sich nichts.

UKW-Abschaltung gekippt

Die Verbreitung via UKW ist seit 2020 nicht mehr obligatorisch. Die SRG hatte im Januar die Verbreitung ihrer Sendungen über UKW eingestellt. Die Radiosender verloren nach dem kompletten Wechsel auf DAB+ im ersten Halbjahr 2025 sechs Prozent Marktanteil.

Hintergrund der Kehrtwende ist ein politischer Entscheid: Eigentlich war geplant gewesen, den UKW-Rundfunk per Ende 2026 einzustellen. Danach sollten alle Radioprogramme über die DAB+-Technologie verbreitet werden. Das Parlament verlangte jedoch im vergangenen Dezember mit einer Motion, UKW noch länger anzubieten.

Grund war die Befürchtung, dass die Hörerschaft von noch über UKW sendenden Privatradios zu ausländischen Programmen wechseln könnte, statt sich DAB-fähige Geräte anzuschaffen. Die SRG kündigte nach dem Parlamentsentscheid an, wieder auf UKW zu senden. (sda)

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